Berliner Muslime

Die Stütze der Rechtsbestimmungen (Al-ʿUmda fi l-Ahkam) · Kapitel 21 von 67

Kapitel: Die Erwähnung Allahs nach dem Gebet

Kapitel: Die Erwähnung Allahs nach dem Gebet

Hadith

١٢٤ – عَنْ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ عَبَّاسٍ رضي الله عنهما: «أَنَّ رَفْعَ الصَّوْتِ بِالذِّكْرِ حِينَ يَنْصَرِفُ النَّاسُ مِنَ المَكْتُوبَةِ؛ كَانَ عَلَى عَهْدِ رَسُولِ اللَّهِ ﷺ. قَالَ ابْنُ عَبَّاسٍ رضي الله عنهما: كُنْتُ أَعْلَمُ إِذَا انْصَرَفُوا بِذَلِكَ إِذَا سَمِعْتُهُ».

124 – Von Abdallah ibn Abbas (r): „Das laute Aussprechen des Dhikr, wenn die Leute vom Pflichtgebet weggehen, war zur Zeit des Gesandten Allahs ﷺ üblich. Ibn Abbas (r) sagte: Ich erkannte daran, dass sie gegangen waren, wenn ich es hörte."

Hadith

وَفِي لَفْظٍ: «مَا كُنَّا نَعْرِفُ انْقِضَاءَ صَلَاةِ رَسُولِ اللَّهِ ﷺ إِلَّا بِالتَّكْبِيرِ».

In einer anderen Fassung heißt es: „Wir erkannten das Ende des Gebets des Gesandten Allahs ﷺ nur am Takbir."

Hadith

١٢٥ – عَنْ وَرَّادٍ – مَوْلَى المُغِيرَةِ بْنِ شُعْبَةَ – قَالَ: «أَمْلَى عَلَيَّ المُغِيرَةُ بْنُ شُعْبَةَ فِي كِتَابٍ إِلَى مُعَاوِيَةَ رضي الله عنهما: أَنَّ النَّبِيَّ ﷺ كَانَ يَقُولُ فِي دُبُرِ كُلِّ صَلَاةٍ مَكْتُوبَةٍ: لَا إِلَهَ إِلَّا اللَّهُ وَحْدَهُ لَا شَرِيكَ لَهُ، لَهُ المُلْكُ وَلَهُ الحَمْدُ، وَهُوَ عَلَى كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ. اللَّهُمَّ لَا مَانِعَ لِمَا أَعْطَيْتَ، وَلَا مُعْطِيَ لِمَا مَنَعْتَ، وَلَا يَنْفَعُ ذَا الجَدِّ مِنْكَ الجَدُّ. ثُمَّ وَفَدْتُ بَعْدُ عَلَى مُعَاوِيَةَ فَسَمِعْتُهُ يَأْمُرُ النَّاسَ بِذَلِكَ».

125 – Von Warrad – dem Freigelassenen al-Mughira ibn Schu'bas –, er sagte: „Al-Mughira ibn Schu'ba diktierte mir in einem Brief an Mu'awiya (r): Der Prophet ﷺ pflegte nach jedem Pflichtgebet zu sagen: ‚Es gibt keinen Gott außer Allah, allein, ohne Teilhaber. Ihm gehört die Herrschaft, und Ihm gebührt das Lob, und Er hat Macht über alles. O Allah, es gibt keinen, der verwehrt, was Du gegeben hast, und keinen, der gibt, was Du verwehrt hast, und dem Besitzer von Reichtum nützt sein Reichtum bei Dir nichts.' Später kam ich als Gesandter zu Mu'awiya und hörte ihn, wie er die Leute dazu anwies."

Hadith

وَفِي لَفْظٍ: «وَكَانَ يَنْهَى عَنْ قِيلَ وَقَالَ، وَإِضَاعَةِ المَالِ، وَكَثْرَةِ السُّؤَالِ، وَكَانَ يَنْهَى عَنْ عُقُوقِ الأُمَّهَاتِ، وَوَأْدِ البَنَاتِ، وَمَنْعٍ وَهَاتِ».

In einer anderen Fassung heißt es: „Er verbot Gerede (‚es wurde gesagt, und er sagte'), die Vergeudung von Besitz und übermäßiges Fragen; und er verbot den Ungehorsam gegenüber den Müttern, das Lebendigbegraben der Töchter sowie das Verweigern (dessen, was man schuldet) und das Fordern (dessen, was einem nicht zusteht)."

Hadith

١٢٦ – عَنْ سُمَيٍّ – مَوْلَى أَبِي بَكْرِ بْنِ عَبْدِ الرَّحْمَنِ بْنِ الحَارِثِ بْنِ هِشَامٍ –، عَنْ أَبِي صَالِحٍ السَّمَّانِ، عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رضي الله عنه: «أَنَّ فُقَرَاءَ المُهَاجِرِينَ أَتَوْا رَسُولَ اللَّهِ ﷺ فَقَالُوا: قَدْ ذَهَبَ أَهْلُ الدُّثُورِ بِالدَّرَجَاتِ العُلَى، وَالنَّعِيمِ المُقِيمِ، فَقَالَ: وَمَا ذَاكَ؟ قَالُوا: يُصَلُّونَ كَمَا نُصَلِّي، وَيَصُومُونَ كَمَا نَصُومُ، وَيَتَصَدَّقُونَ وَلَا نَتَصَدَّقُ، وَيُعْتِقُونَ وَلَا نُعْتِقُ. فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: أَفَلَا أُعَلِّمُكُمْ شَيْئاً تُدْرِكُونَ بِهِ مَنْ سَبَقَكُمْ، وَتَسْبِقُونَ بِهِ مَنْ بَعْدَكُمْ، وَلَا يَكُونُ أَحَدٌ أَفْضَلَ مِنْكُمْ؛ إِلَّا مَنْ صَنَعَ مِثْلَ مَا صَنَعْتُمْ؟ قَالُوا: بَلَى يَا رَسُولَ اللَّهِ! قَالَ: تُسَبِّحُونَ وَتُكَبِّرُونَ وَتَحْمَدُونَ دُبُرَ كُلِّ صَلَاةٍ – ثَلَاثاً وَثَلَاثِينَ مَرَّةً –. قَالَ أَبُو صَالِحٍ: فَرَجَعَ فُقَرَاءُ المُهَاجِرِينَ، فَقَالُوا: سَمِعَ إِخْوَانُنَا أَهْلُ الأَمْوَالِ بِمَا فَعَلْنَا، فَفَعَلُوا مِثْلَهُ. فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: ذَلِكَ فَضْلُ اللَّهِ يُؤْتِيهِ مَنْ يَشَاءُ. قَالَ سُمَيٌّ: فَحَدَّثْتُ بَعْضَ أَهْلِي هَذَا الحَدِيثَ، فَقَالَ: وَهِمْتَ، إِنَّمَا قَالَ لَكَ: تُسَبِّحُ اللَّهَ ثَلَاثاً وَثَلَاثِينَ، وَتَحْمَدُ اللَّهَ ثَلَاثاً وَثَلَاثِينَ، وَتُكَبِّرُ اللَّهَ ثَلَاثاً وَثَلَاثِينَ. فَرَجَعْتُ إِلَى أَبِي صَالِحٍ فَقُلْتُ لَهُ ذَلِكَ، فَقَالَ: اللَّهُ أَكْبَرُ، وَسُبْحَانَ اللَّهِ، وَالحَمْدُ لِلَّهِ؛ حَتَّى تَبْلُغَ مِنْ جَمِيعِهِنَّ ثَلَاثاً وَثَلَاثِينَ».

126 – Von Sumayy – dem Freigelassenen des Abu Bakr ibn Abd ar-Rahman ibn al-Harith ibn Hischam –, von Abu Salih as-Samman, von Abu Huraira (r): „Die armen unter den Auswanderern kamen zum Gesandten Allahs ﷺ und sagten: ‚Die Besitzenden haben die hohen Rangstufen und die bleibende Glückseligkeit davongetragen.' Er sagte: ‚Wie das?' Sie sagten: ‚Sie beten, wie wir beten, und fasten, wie wir fasten; sie geben Almosen, und wir geben keine; sie lassen Sklaven frei, und wir lassen keine frei.' Da sagte der Gesandte Allahs ﷺ: ‚Soll ich euch nicht etwas lehren, womit ihr diejenigen einholt, die euch vorausgegangen sind, und diejenigen übertrefft, die nach euch kommen, und niemand besser sein wird als ihr – außer wer dasselbe tut wie ihr?' Sie sagten: ‚Doch, o Gesandter Allahs!' Er sagte: ‚Ihr preist Allah, sprecht den Takbir und das Lob nach jedem Gebet – dreiunddreißigmal.' Abu Salih sagte: Da kehrten die armen Auswanderer zurück und sagten: ‚Unsere Brüder, die Besitzenden, haben gehört, was wir getan haben, und taten dasselbe.' Da sagte der Gesandte Allahs ﷺ: ‚Das ist die Huld Allahs; Er gibt sie, wem Er will.' Sumayy sagte: Ich erzählte einigen aus meiner Familie diesen Hadith, da sagte einer: ‚Du hast dich geirrt; er sagte dir nur: Du preist Allah dreiunddreißigmal, du lobst Allah dreiunddreißigmal und sprichst den Takbir dreiunddreißigmal.' Ich kehrte zu Abu Salih zurück und sagte ihm das, da sagte er: ‚Allahu akbar, Subhan Allah und al-Hamdu lillah – bis du von ihnen allen dreiunddreißig erreichst.'"

Hadith

١٢٧ – عَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا : «أَنَّ النَّبِيَّ ﷺ صَلَّى فِي خَمِيصَةٍ لَهَا أَعْلَامٌ، فَنَظَرَ إِلَى أَعْلَامِهَا نَظْرَةً، فَلَمَّا ٱنْصَرَفَ قَالَ: ٱذْهَبُوا بِخَمِيصَتِي هَذِهِ إِلَى أَبِي جَهْمٍ، وَٱئْتُونِي بِأَنْبِجَانِيَّةِ أَبِي جَهْمٍ؛ فَإِنَّهَا أَلْهَتْنِي آنِفاً عَنْ صَلَاتِي».

127 – Von Aischa, Allah habe Wohlgefallen an ihr: „Der Prophet ﷺ betete in einem Chamisa-Umhang von ihr, der Muster hatte. Da warf er einen Blick auf dessen Muster. Als er das Gebet beendet hatte, sagte er: ‚Bringt diesen meinen Chamisa-Umhang zu Abu Dscham und bringt mir dafür den Anbidschani-Mantel des Abu Dscham; denn er hat mich soeben von meinem Gebet abgelenkt.'"

Die Chamisa ist ein viereckiger Umhang mit Mustern. Die Anbidschaniya ist ein grober Umhang.