Berliner Muslime

Kurzfassung des Verständnisses der schönsten Namen Allahs · Kapitel 32 von 73

Al-Ghani – der Unbedürftige

Al-Ghani – der Unbedürftige

Dieser Name kommt an achtzehn Stellen im Quran vor. Der Erhabene sagt:

Quran

﴿وَرَبُّكَ ٱلۡغَنِيُّ ذُو ٱلرَّحۡمَةِۚ﴾ [الأنعام: ١٣٣]

„Und dein Herr ist der Unbedürftige, der Herr der Barmherzigkeit." (Sure 6, Vers 133)

Und der Erhabene sagt:

Quran

﴿يَـٰٓأَيُّهَا ٱلنَّاسُ أَنتُمُ ٱلۡفُقَرَآءُ إِلَى ٱللَّهِۖ وَٱللَّهُ هُوَ ٱلۡغَنِيُّ ٱلۡحَمِيدُ﴾ [فاطر: ١٥]

„O ihr Menschen, ihr seid es, die Allahs bedürfen; Allah aber ist der Unbedürftige, der Lobenswerte." (Sure 35, Vers 15)

Er – gesegnet und erhaben sei Er – ist „der Unbedürftige" durch Sein eigenes Wesen: Ihm gehört der vollkommene, in jeder Hinsicht und unter jedem Gesichtspunkt uneingeschränkte Reichtum – aufgrund Seiner Vollkommenheit und der Vollkommenheit Seiner Eigenschaften, an die in keiner Weise ein Mangel heranreicht.

Zur Vollkommenheit Seines Reichtums gehört, dass ihm der Gehorsam der Gehorsamen nichts nützt und der Ungehorsam der Ungehorsamen nicht schadet. Würden alle Bewohner der Erde glauben, so würde das Seinem Reich nichts hinzufügen, und würden sie alle ungläubig sein, so würde das Seinem Reich nichts mindern.

Wer seinen Herrn durch diese gewaltige Eigenschaft erkennt, erkennt sich selbst: Wer seinen Herrn im unbedingten Reichtum erkennt, erkennt sich selbst in der unbedingten Armut; wer seinen Herrn in der vollkommenen Macht erkennt, erkennt sich selbst in der völligen Ohnmacht; wer seinen Herrn in der vollkommenen Würde erkennt, erkennt sich selbst in der vollkommenen Niedrigkeit; und wer seinen Herrn im vollkommenen Wissen und in der Weisheit erkennt, erkennt sich selbst in der Unwissenheit. Das Wissen des Dieners um seine Bedürftigkeit gegenüber Allah – die Frucht dieser Erkenntnis – ist der Schlüssel zum Glück des Dieners und zu seinem Erfolg im Diesseits und im Jenseits.