Berliner Muslime

Die klare Grammatik: zu den Regeln der arabischen Sprache (Teil 1) · Kapitel 11 von 104

Das Subjekt und das Prädikat (al-Mubtada' wa-l-Chabar)

Das Subjekt und das Prädikat (al-Mubtada' wa-l-Chabar)

Die Beispiele:

(1) Der Apfel ist süß.
(2) Das Bild ist schön.
(3) Das Laufen ist nützlich.
(4) Der Zug ist schnell.
(5) Sauberkeit ist Pflicht.
(6) Die Erde ist rund.

Die Untersuchung:

Die vorstehenden Beispiele sind alle Sätze, und jeder von ihnen besteht aus zwei Nomen. Das erste Nomen in jedem Satz ist dasjenige, mit dem wir den Satz begonnen haben. Deshalb heißt es „Mubtada'" (Subjekt, wörtlich: das, womit begonnen wird). Wenn wir den Finger auf das zweite Nomen in jedem Satz legen, es also unserem Blick entziehen und so lesen: „Der Apfel. Das Bild. Das Laufen.", dann sind wir ratlos und fragen uns, was mit dem Apfel ist, was mit dem Bild ist und was mit dem Laufen ist. Heben wir aber den Finger und lesen: „Der Apfel ist süß. Das Bild ist schön. Das Laufen ist nützlich.", dann haben wir einen vollständigen Nutzen gewonnen. Was uns diesen Nutzen verschafft hat, ist das zweite Nomen in jedem Satz. Es hat uns über die Süße des Apfels, die Schönheit des Bildes und den Nutzen des Laufens unterrichtet. Deshalb heißt das zweite Nomen „Chabar" (Prädikat, wörtlich: Aussage).

Betrachten wir das Ende jedes der beiden Nomen in jedem der vorstehenden Sätze, so finden wir, dass es im Nominativ (marfu') steht.

Die Regeln:

(9) Das Mubtada' ist ein Nomen im Nominativ am Anfang des Satzes.
(10) Das Chabar ist ein Nomen im Nominativ, das zusammen mit dem Mubtada' einen sinnvollen, vollständigen Satz bildet.

Übungen

(1)

Ziehe aus den folgenden Sätzen jedes Mubtada' und jedes Chabar heraus:
(1) Das Tintenfass ist gefüllt. (2) Der Scherz ist schädlich. (3) Der Lehrer ist anwesend. (4) Die Luft ist frisch. (5) Der Kaufmann ist vertrauenswürdig. (6) Der Arme ist bedürftig. (7) Der Schuh ist neu. (8) Der Garten ist weitläufig. (9) Der Baum trägt Früchte.

(2)

Mache jedes der folgenden Nomen zum Mubtada' und sage über es mit einem passenden Chabar aus:

Das Kleid – das Fahrrad – das Bett – das Buch
das Zimmer – die Blume – der Stuhl – die Hitze

(3)

Mache jedes der folgenden Nomen zum Chabar eines passenden Mubtada':

aufgehend – klein – weich – geschlachtet
schwach – weinend – redegewandt – glänzend

(4)

Bilde aus den folgenden Nomen vier Sätze, indem du jedes Mubtada' mit dem passenden Chabar verbindest:

das Eisen – die Lampe – der Regen – das Pferd
reichlich – ein Metall – wiehernd – leuchtend

(5)

Mache jeden Handelnden in den folgenden Sätzen zum Mubtada' und sage über ihn mit einem Nomen aus, das die Bedeutung des Verbs in seinem Satz wiedergibt:

(1) Der Tiger reißt (seine Beute). (2) Der Reisende kommt. (3) Der Fisch schwimmt.
(4) Das Obst reift. (5) Die Hitze nimmt zu. (6) Der Faule bereut.

(6)

Bilde fünf Sätze, von denen jeder aus einem Mubtada' und einem Chabar besteht.

(7) Übung im Aufsatz

(1) Bilde fünf Sätze zur Beschreibung des Wassers, sodass das Wort „…" in jedem von ihnen das Mubtada' ist.
(2) Bilde fünf Sätze zur Beschreibung des Huhns, sodass das Wort „das Huhn" in jedem von ihnen das Mubtada' ist.

(8) Übung in der Satzanalyse (I'rab)

a – Muster:
Das Zimmer ist sauber.
Das Zimmer – Mubtada', im Nominativ.
sauber – Chabar, im Nominativ.

b – Analysiere die beiden folgenden Sätze:
(1) Das Auto ist schnell. (2) Die Katze ist zutraulich.