Berliner Muslime

Kurzfassung des Verständnisses der schönsten Namen Allahs · Kapitel 61 von 73

Der Gute (at-Tayyib)

Der Gute (at-Tayyib)

Dieser Name kommt im Hadith des Abu Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, vor. Er sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte:

Hadith

«أَيُّهَا النَّاسُ! إِنَّ اللَّهَ طَيِّبٌ لَا يَقْبَلُ إِلَّا طَيِّبًا، وَإِنَّ اللَّهَ أَمَرَ الْمُؤْمِنِينَ بِمَا أَمَرَ بِهِ الْمُرْسَلِينَ، فَقَالَ: ﴿يَاأَيُّهَا الرُّسُلُ كُلُوا مِنَ الطَّيِّبَاتِ وَاعْمَلُوا صَالِحًا إِنِّي بِمَا تَعْمَلُونَ عَلِيمٌ﴾ [المؤمنون: ٥١]، وَقَالَ: ﴿يَاأَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا كُلُوا مِنْ طَيِّبَاتِ مَا رَزَقْنَاكُمْ﴾ [البقرة: ١٧٢]، ثُمَّ ذَكَرَ الرَّجُلَ يُطِيلُ السَّفَرَ أَشْعَثَ أَغْبَرَ يَمُدُّ يَدَيْهِ إِلَى السَّمَاءِ: يَا رَبِّ؛ يَا رَبِّ؛ وَمَطْعَمُهُ حَرَامٌ، وَمَشْرَبُهُ حَرَامٌ، وَمَلْبَسُهُ حَرَامٌ، وَغُذِيَ بِالْحَرَامِ، فَأَنَّى يُسْتَجَابُ لِذَلِكَ» رواه مسلم.

„O ihr Menschen! Allah ist gut und nimmt nur Gutes an. Und Allah hat den Gläubigen befohlen, was Er den Gesandten befohlen hat. Er sagte: ‚O ihr Gesandten, eßt von den guten Dingen und tut Gutes. Ich weiß wohl, was ihr tut.‘ [Al-Mu'minun 23:51] Und Er sagte: ‚O ihr, die ihr glaubt, eßt von den guten Dingen, die Wir euch beschert haben.‘ [Al-Baqara 2:172] Dann erwähnte er einen Mann, der lange reist, zerzaust und staubbedeckt ist und seine Hände zum Himmel ausstreckt: ‚O mein Herr, o mein Herr!‘ – dabei ist seine Nahrung unerlaubt, sein Trank unerlaubt, seine Kleidung unerlaubt, und er wurde mit Unerlaubtem genährt. Wie sollte da seine Bitte erhört werden?“ Überliefert von Muslim.

Die Bedeutung ist: Er, der Erhabene, ist heilig und von allen Mängeln und Fehlern frei. Denn der Ursprung des Guten (tayyib) ist Reinheit und Unversehrtheit von allem Schlechten. Allah – groß und erhaben ist Er – war und bleibt stets vollkommen in Seinem Wesen und Seinen Eigenschaften, und Seine Taten und Worte gehen aus Seiner Vollkommenheit hervor. Vollkommen ist Er – gepriesen sei Er –, und so ist Sein Handeln ein Handeln, das Seiner Vollkommenheit gebührt. Daher weisen Allahs schönste Namen und Seine erhabenen Eigenschaften auf das hin, was Er tut und sagt, und auf das, was Er nicht tut und nicht sagt. Denn Er tut und sagt – gepriesen sei Er – nur das, was Seine Vollkommenheit und Größe erfordert, und Er tut und sagt nichts, was dem widerspricht. So ist Er gut, Seine Taten sind gut, Seine Eigenschaften sind das Beste, was es gibt, und Seine Namen sind die besten Namen. Sein Name lautet „der Gute“ (at-Tayyib). Von Ihm geht nur Gutes aus, zu Ihm steigt nur Gutes auf, und Ihm nähert sich nur Gutes. So ist Sein Wort gut, Sein Tun ist gut, und zu Ihm steigt das gute Wort auf, und die gute Tat wird zu Ihm emporgehoben. Alles Gute gehört also Ihm, wird Ihm zugeschrieben, geht von Ihm aus und endet bei Ihm.

Und seine Aussage ﷺ im Hadith: „Allah ist gut und nimmt nur Gutes an“ zeigt, dass Allah – gepriesen sei Er – von den Taten und Worten nur annimmt, was mit dem Guten beschrieben ist. Das gilt allgemein für alle Taten und Worte. So tut der gläubige Mensch nur Rechtschaffenes, sagt nur Gutes, erwirbt nur Gutes und gibt nur vom Guten aus, denn das Gute ist es, womit Taten, Worte und Überzeugungen beschrieben werden. All dies teilt sich in Gutes und Schlechtes, wie Allah, der Erhabene, sagt:

Quran

﴿قُل لَّا يَسْتَوِي الْخَبِيثُ وَالطَّيِّبُ وَلَوْ أَعْجَبَكَ كَثْرَةُ الْخَبِيثِ﴾ [المائدة: ١٠٠]

„Sprich: Nicht gleich sind das Schlechte und das Gute, auch wenn dir die Menge des Schlechten gefällt.“ [Al-Ma'ida 5:100]

Die gesamte aufrichtige, rechtgeleitete Religion ist eine gute Religion in ihren Glaubenslehren, Vorschriften und Verhaltensregeln. Ihre Glaubenslehren, die auf den Glauben an Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten, den Jüngsten Tag und die Vorherbestimmung – ihr Gutes und ihr Schlechtes – zurückgehen, sind die richtigen Glaubensinhalte, bei denen die Herzen zur Ruhe kommen, durch die die Seelen rein werden, die den, der sie glaubt und an ihnen festhält, zum erhabensten Ziel und zum vorzüglichsten Erstrebten führen. Ihre Vorschriften und Verhaltensregeln sind die besten Vorschriften und die besten Umgangsformen; durch sie wird die Religion in Diesseits und Jenseits recht, und mit ihrem Verlust geht alles Rechtschaffene verloren.

Und weil der Gläubige in dieser Welt in seinen Überzeugungen, Taten und Worten gut geworden ist, ehrt Allah ihn in der Wohnstatt des Bleibens, indem Er ihn in die Wohnstatt der Guten eintreten lässt, in die nur Gutes eintritt. Er – gepriesen sei Er – sagt:

Quran

﴿وَسِيقَ الَّذِينَ اتَّقَوْا رَبَّهُمْ إِلَى الْجَنَّةِ زُمَرًا حَتَّى إِذَا جَاءُوهَا وَفُتِحَتْ أَبْوَابُهَا وَقَالَ لَهُمْ خَزَنَتُهَا سَلَامٌ عَلَيْكُمْ طِبْتُمْ فَادْخُلُوهَا خَالِدِينَ﴾ [الزمر: ٧٣]

„Und diejenigen, die ihren Herrn fürchteten, werden in Gruppen zum Paradies geführt, bis sie, wenn sie dort ankommen und seine Tore geöffnet sind und seine Wächter zu ihnen sagen: ‚Friede sei auf euch! Ihr seid gut gewesen. So tretet ein, um darin ewig zu bleiben!‘“ [Az-Zumar 39:73]

Allah ließ also ihr Eintreten auf ihr Gutsein mit dem Buchstaben „fa“ folgen, der anzeigt, dass es der Grund für den Eintritt ist; das heißt: Wegen eures Gutseins wurde zu euch gesagt: „Tretet ein!“

O Allah, mache uns zu Deinen guten Dienern, zu denen am Tag der Auferstehung gesagt wird:

Quran

﴿ادْخُلُوا الْجَنَّةَ لَا خَوْفٌ عَلَيْكُمْ وَلَا أَنتُمْ تَحْزَنُونَ﴾ [الأعراف: ٤٩]

„Tretet ins Paradies ein! Keine Furcht soll über euch kommen, und ihr werdet nicht traurig sein.“ [Al-A'raf 7:49]