Die Stütze der Rechtsbestimmungen (Al-ʿUmda fi l-Ahkam) · Kapitel 55 von 67
Das Buch des Stillens
Das Buch des Stillens
٣٢٥ – عَنِ ٱبْنِ عَبَّاسٍ رضي الله عنهما قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ – فِي بِنْتِ حَمْزَةَ –: «لَا تَحِلُّ لِي، يَحْرُمُ مِنَ الرَّضَاعَةِ مَا يَحْرُمُ مِنَ النَّسَبِ؛ وَهِيَ ٱبْنَةُ أَخِي مِنَ الرَّضَاعَةِ».
325 – Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte – über die Tochter Hamzas –: „Sie ist mir nicht erlaubt. Durch das Stillen wird verboten, was durch die Abstammung verboten wird; und sie ist die Tochter meines Milchbruders."
٣٢٦ – عَنْ عَائِشَةَ رضي الله عنها قَالَتْ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: «إِنَّ الرَّضَاعَةَ تُحَرِّمُ مَا يَحْرُمُ مِنَ الوِلَادَةِ».
326 – Aischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Das Stillen macht verboten, was durch die Geburt verboten ist."
٣٢٧ – وَعَنْهَا رضي الله عنها قَالَتْ: «إِنَّ أَفْلَحَ – أَخَا أَبِي القُعَيْسِ – ٱسْتَأْذَنَ عَلَيَّ بَعْدَمَا أُنْزِلَ الحِجَابُ. فَقُلْتُ: وَاللَّهِ لَا آذَنُ لَهُ حَتَّى أَسْتَأْذِنَ رَسُولَ اللَّهِ ﷺ؛ فَإِنَّ أَخَا أَبِي القُعَيْسِ لَيْسَ هُوَ أَرْضَعَنِي؛ وَلَكِنْ أَرْضَعَتْنِي ٱمْرَأَةُ أَبِي القُعَيْسِ. فَدَخَلَ عَلَيَّ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ فَقُلْتُ: يَا رَسُولَ اللَّهِ! إِنَّ الرَّجُلَ لَيْسَ هُوَ أَرْضَعَنِي، وَلَكِنْ أَرْضَعَتْنِي ٱمْرَأَتُهُ، قَالَ: ٱئْذَنِي لَهُ؛ فَإِنَّهُ عَمُّكِ تَرِبَتْ يَمِينُكِ.
327 – Und von ihr, Allahs Wohlgefallen auf ihr, wird berichtet, sie sagte: „Aflah – der Bruder von Abu al-Qu'ais – bat um Erlaubnis, bei mir eintreten zu dürfen, nachdem der Hidschab herabgesandt worden war. Da sagte ich: Bei Allah, ich erlaube es ihm nicht, bis ich den Gesandten Allahs ﷺ um Erlaubnis gefragt habe; denn der Bruder von Abu al-Qu'ais hat mich nicht gestillt, sondern mich hat die Frau von Abu al-Qu'ais gestillt. Dann trat der Gesandte Allahs ﷺ bei mir ein, und ich sagte: O Gesandter Allahs! Der Mann hat mich nicht gestillt, sondern seine Frau hat mich gestillt. Er sagte: Erlaube es ihm; denn er ist dein Onkel, „taribat yaminuki"."
قَالَ عُرْوَةُ: فَبِذَلِكَ كَانَتْ عَائِشَةُ رضي الله عنها تَقُولُ: حَرِّمُوا مِنَ الرَّضَاعَةِ مَا يَحْرُمُ مِنَ النَّسَبِ».
Urwa sagte: Deshalb pflegte Aischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, zu sagen: „Erklärt durch das Stillen für verboten, was durch die Abstammung verboten ist."
وَفِي لَفْظٍ: «ٱسْتَأْذَنَ عَلَيَّ أَفْلَحُ فَلَمْ آذَنْ لَهُ، فَقَالَ: أَتَحْتَجِبِينَ مِنِّي وَأَنَا عَمُّكِ؟ فَقُلْتُ: كَيْفَ ذَلِكَ؟ قَالَ: أَرْضَعَتْكِ ٱمْرَأَةُ أَخِي بِلَبَنِ أَخِي، قَالَتْ: فَسَأَلْتُ رَسُولَ اللَّهِ ﷺ فَقَالَ: صَدَقَ أَفْلَحُ، ٱئْذَنِي لَهُ».
In einer anderen Überlieferung heißt es: „Aflah bat um Erlaubnis, bei mir einzutreten, doch ich erlaubte es ihm nicht. Da sagte er: Verhüllst du dich vor mir, obwohl ich dein Onkel bin? Ich fragte: Wie das? Er sagte: Die Frau meines Bruders hat dich mit der Milch meines Bruders gestillt. Sie sagte: Da fragte ich den Gesandten Allahs ﷺ, und er sagte: Aflah hat die Wahrheit gesagt; erlaube es ihm."
„Taribat yaminuki" bedeutet: „Du sollst arm werden." Die Araber sprechen dies als Verwünschung gegen jemanden aus, ohne dass sie wirklich wollen, dass es eintritt.
٣٢٨ – وَعَنْهَا رضي الله عنها قَالَتْ: «دَخَلَ عَلَيَّ النَّبِيُّ ﷺ وَعِنْدِي رَجُلٌ، فَقَالَ: يَا عَائِشَةُ! مَنْ هَذَا؟ قُلْتُ: أَخِي مِنَ الرَّضَاعَةِ، فَقَالَ: يَا عَائِشَةُ! ٱنْظُرْنَ مَنْ إِخْوَانُكُنَّ؟ فَإِنَّمَا الرَّضَاعَةُ مِنَ المَجَاعَةِ».
328 – Und von ihr, Allahs Wohlgefallen auf ihr, wird berichtet, sie sagte: „Der Prophet ﷺ trat bei mir ein, während ein Mann bei mir war. Er sagte: O Aischa! Wer ist das? Ich sagte: Mein Milchbruder. Da sagte er: O Aischa! Seht genau hin, wer eure Brüder sind; denn die Milchverwandtschaft entsteht nur durch das Stillen aus Hunger."
٣٢٩ – عَنْ عُقْبَةَ بْنِ الحَارِثِ رضي الله عنه: «أَنَّهُ تَزَوَّجَ أُمَّ يَحْيَى بِنْتَ أَبِي إِهَابٍ، فَجَاءَتْ أَمَةٌ سَوْدَاءُ فَقَالَتْ: قَدْ أَرْضَعْتُكُمَا، فَذَكَرْتُ ذَلِكَ لِلنَّبِيِّ ﷺ فَأَعْرَضَ عَنِّي، قَالَ: فَتَنَحَّيْتُ فَذَكَرْتُ ذَلِكَ لَهُ، قَالَ: وَكَيْفَ وَقَدْ زَعَمَتْ أَنْ قَدْ أَرْضَعَتْكُمَا؟».
329 – Von Uqba ibn al-Harith, Allahs Wohlgefallen auf ihm, wird berichtet: „Er heiratete Umm Yahya, die Tochter des Abu Ihab. Da kam eine schwarze Sklavin und sagte: Ich habe euch beide gestillt. Ich erwähnte dies dem Propheten ﷺ gegenüber, doch er wandte sich von mir ab. Er sagte: Da trat ich zur Seite und erwähnte es ihm noch einmal. Er sagte: Wie (kann die Ehe bestehen bleiben), wo sie doch behauptet hat, euch beide gestillt zu haben?"
٣٣٠ – عَنِ البَرَاءِ بْنِ عَازِبٍ رضي الله عنهما قَالَ: «خَرَجَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ – يَعْنِي: مِنْ مَكَّةَ – فَتَبِعَتْهُمُ ٱبْنَةُ حَمْزَةَ تُنَادِي: يَا عَمِّ! فَتَنَاوَلَهَا عَلِيٌّ فَأَخَذَ بِيَدِهَا، وَقَالَ لِفَاطِمَةَ: دُونَكِ ٱبْنَةَ عَمِّكِ فَٱحْتَمِلِيهَا. فَٱخْتَصَمَ فِيهَا عَلِيٌّ وَزَيْدٌ وَجَعْفَرٌ: فَقَالَ عَلِيٌّ: أَنَا أَحَقُّ بِهَا، وَهِيَ ٱبْنَةُ عَمِّي. وَقَالَ جَعْفَرٌ: ٱبْنَةُ عَمِّي، وَخَالَتُهَا تَحْتِي. وَقَالَ زَيْدٌ: ٱبْنَةُ أَخِي. فَقَضَى بِهَا النَّبِيُّ ﷺ لِخَالَتِهَا، وَقَالَ: الخَالَةُ بِمَنْزِلَةِ الأُمِّ. وَقَالَ لِعَلِيٍّ: أَنْتَ مِنِّي، وَأَنَا مِنْكَ. وَقَالَ لِجَعْفَرٍ: أَشْبَهْتَ خَلْقِي وَخُلُقِي. وَقَالَ لِزَيْدٍ: أَنْتَ أَخُونَا وَمَوْلَانَا».
330 – Al-Bara ibn Azib, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: „Der Gesandte Allahs ﷺ zog aus – gemeint ist: aus Mekka –, und die Tochter Hamzas folgte ihnen und rief: O Onkel! Da nahm Ali sie bei der Hand und sagte zu Fatima: Hier, nimm die Tochter deines Onkels und trage sie. Daraufhin stritten sich Ali, Zaid und Dscha'far um sie. Ali sagte: Ich habe das größte Recht auf sie, sie ist die Tochter meines Onkels. Dscha'far sagte: Sie ist die Tochter meines Onkels, und ihre Tante ist meine Frau. Zaid sagte: Sie ist die Tochter meines Bruders. Der Prophet ﷺ entschied zugunsten ihrer Tante und sagte: Die Tante steht an der Stelle der Mutter. Und zu Ali sagte er: Du bist von mir, und ich bin von dir. Zu Dscha'far sagte er: Du gleichst mir in Gestalt und Wesen. Und zu Zaid sagte er: Du bist unser Bruder und unser Schützling."