Berliner Muslime

Die Stütze der Rechtsbestimmungen (Al-ʿUmda fi l-Ahkam) · Kapitel 62 von 67

Kapitel über die Jagd

Kapitel über die Jagd

Hadith

٣٧٩ – عَنْ أَبِي ثَعْلَبَةَ الخُشَنِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ: «أَتَيْتُ رَسُولَ اللَّهِ ﷺ فَقُلْتُ: يَا رَسُولَ اللَّهِ! إِنَّا بِأَرْضِ قَوْمٍ أَهْلِ كِتَابٍ، أَفَنَأْكُلُ فِي آنِيَتِهِمْ؟ وَفِي أَرْضٍ أَصِيدُ بِقَوْسِي وَبِكَلْبِي الَّذِي لَيْسَ بِمُعَلَّمٍ وَبِكَلْبِي المُعَلَّمِ، فَمَا يَصْلُحُ لِي؟ قَالَ: أَمَّا مَا ذَكَرْتَ – يَعْنِي: مِنْ آنِيَةِ أَهْلِ الكِتَابِ – : فَإِنْ وَجَدْتُمْ غَيْرَهَا فَلَا تَأْكُلُوا فِيهَا، وَإِنْ لَمْ تَجِدُوا فَٱغْسِلُوهَا وَكُلُوا فِيهَا. وَمَا صِدْتَ بِقَوْسِكَ فَذَكَرْتَ ٱسْمَ اللَّهِ عَلَيْهِ؛ فَكُلْ. وَمَا صِدْتَ بِكَلْبِكَ المُعَلَّمِ فَذَكَرْتَ ٱسْمَ اللَّهِ عَلَيْهِ؛ فَكُلْ. وَمَا صِدْتَ بِكَلْبِكَ غَيْرِ المُعَلَّمِ فَأَدْرَكْتَ ذَكَاتَهُ؛ فَكُلْ».

379 – Von Abū Thaʿlaba al-Chuschanī, Allah möge mit ihm zufrieden sein, wird überliefert, er sagte: „Ich kam zum Gesandten Allahs ﷺ und sagte: ‚O Gesandter Allahs! Wir leben im Land eines Volkes, das zu den Leuten der Schrift gehört. Dürfen wir in ihren Gefäßen essen? Und in einem Land jage ich mit meinem Bogen, mit meinem Hund, der nicht abgerichtet ist, und mit meinem abgerichteten Hund. Was ist mir davon erlaubt?' Er sagte: ‚Was du da erwähnt hast – er meint: die Gefäße der Leute der Schrift –: Wenn ihr andere findet, so esst nicht darin; und wenn ihr keine findet, so wascht sie und esst darin. Und was du mit deinem Bogen erjagt hast, wobei du den Namen Allahs darüber genannt hast, davon iss. Und was du mit deinem abgerichteten Hund erjagt hast, wobei du den Namen Allahs darüber genannt hast, davon iss. Und was du mit deinem nicht abgerichteten Hund erjagt hast und dessen Schlachtung du noch erreicht hast, davon iss.'"

Hadith

٣٨٠ – عَنْ هَمَّامِ بْنِ الـحَارِثِ، عَنْ عَدِيِّ بْنِ حَاتِمٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ: «قُلْتُ: يَا رَسُولَ اللَّهِ! إِنِّي أُرْسِلُ الكِلَابَ المُعَلَّمَةَ فَيُمْسِكْنَ عَلَيَّ وَأَذْكُرُ ٱسْمَ اللَّهِ؟ فَقَالَ: إِذَا أَرْسَلْتَ كَلْبَكَ المُعَلَّمَ وَذَكَرْتَ ٱسْمَ اللَّهِ؛ فَكُلْ مَا أَمْسَكَ عَلَيْكَ. قُلْتُ: وَإِنْ قَتَلْنَ؟ قَالَ: وَإِنْ قَتَلْنَ؛ مَا لَمْ يَشْرَكْهَا كَلْبٌ لَيْسَ مِنْهَا. قُلْتُ لَهُ: فَإِنِّي أَرْمِي بِالمِعْرَاضِ الصَّيْدَ فَأُصِيبُ؟ فَقَالَ: إِذَا رَمَيْتَ بِالمِعْرَاضِ فَخَزَقَ فَكُلْهُ، وَإِنْ أَصَابَهُ بِعَرْضِهِ فَلَا تَأْكُلْهُ».

380 – Von Hammām ibn al-Ḥārith wird von ʿAdī ibn Ḥātim, Allah möge mit ihm zufrieden sein, überliefert, er sagte: „Ich sagte: ‚O Gesandter Allahs! Ich schicke die abgerichteten Hunde los, und sie halten (die Beute) für mich fest, und ich nenne dabei den Namen Allahs?' Er sagte: ‚Wenn du deinen abgerichteten Hund losgeschickt und den Namen Allahs genannt hast, so iss, was er für dich festgehalten hat.' Ich sagte: ‚Auch wenn sie töten?' Er sagte: ‚Auch wenn sie töten – solange sich ihnen kein Hund beigesellt, der nicht zu ihnen gehört.' Ich sagte zu ihm: ‚Ich werfe mit dem Miʿrāḍ nach dem Wild und treffe es?' Er sagte: ‚Wenn du mit dem Miʿrāḍ geworfen hast und er (das Wild) durchbohrt hat, so iss es; wenn er es aber mit seiner Breitseite getroffen hat, so iss es nicht.'"

Gelehrtenaussage

وَحَدِيثُ الشَّعْبِيِّ عَنْ عَدِيٍّ نَحْوُهُ، وَفِيهِ: «إِلَّا أَنْ يَأْكُلَ الكَلْبُ، فَإِنْ أَكَلَ فَلَا تَأْكُلْ؛ فَإِنِّي أَخَافُ أَنْ يَكُونَ إِنَّمَا أَمْسَكَ عَلَى نَفْسِهِ. وَإِنْ خَالَطَهَا كِلَابٌ مِنْ غَيْرِهَا فَلَا تَأْكُلْ، فَإِنَّمَا سَمَّيْتَ عَلَى كَلْبِكَ، وَلَمْ تُسَمِّ عَلَى غَيْرِهِ».

Und die Überlieferung von asch-Schaʿbī von ʿAdī lautet ähnlich; darin heißt es: „Außer wenn der Hund davon frisst. Hat er gefressen, so iss nicht; denn ich fürchte, dass er es nur für sich selbst festgehalten hat. Und wenn sich ihnen Hunde von anderen beigesellen, so iss nicht; denn du hast nur über deinem Hund den Namen genannt, nicht über einem anderen."

Gelehrtenaussage

وَفِيهِ: «إِذَا أَرْسَلْتَ كَلْبَكَ المُكَلَّبَ فَٱذْكُرِ ٱسْمَ اللَّهِ عَلَيْهِ، فَإِنْ أَمْسَكَ عَلَيْكَ فَأَدْرَكْتَهُ حَيّاً فَٱذْبَحْهُ. وَإِنْ أَدْرَكْتَهُ قَدْ قَتَلَ وَلَمْ يَأْكُلْ مِنْهُ فَكُلْهُ؛ فَإِنَّ أَخْذَ الكَلْبِ ذَكَاتُهُ».

Und darin heißt es: „Wenn du deinen abgerichteten Hund losschickst, so nenne den Namen Allahs über ihm. Hat er (die Beute) für dich festgehalten und du erreichst sie noch lebend, so schlachte sie. Und wenn du sie bereits getötet vorfindest, ohne dass er davon gefressen hat, so iss sie; denn das Ergreifen durch den Hund ist ihre Schlachtung."

Gelehrtenaussage

وَفِيهِ أَيْضاً: «إِذَا رَمَيْتَ بِسَهْمِكَ؛ فَٱذْكُرِ ٱسْمَ اللَّهِ عَلَيْهِ».

Und darin heißt es auch: „Wenn du mit deinem Pfeil schießt, so nenne den Namen Allahs darüber."

Gelehrtenaussage

وَفِيهِ: «فَإِنْ غَابَ عَنْكَ يَوْماً أَوْ يَوْمَيْنِ – وَفِي رِوَايَةٍ: اليَوْمَيْنِ وَالثَّلَاثَةَ –، فَلَمْ تَجِدْ فِيهِ إِلَّا أَثَرَ سَهْمِكَ؛ فَكُلْ إِنْ شِئْتَ. فَإِنْ وَجَدْتَهُ غَرِيقاً فِي الـمَاءِ فَلَا تَأْكُلْ؛ فَإِنَّكَ لَا تَدْرِي: المَاءُ قَتَلَهُ، أَوْ سَهْمُكَ؟».

Und darin heißt es: „Wenn es dir einen Tag oder zwei Tage entwischt – nach einer anderen Überlieferung: zwei und drei Tage –, und du an ihm nur die Spur deines Pfeils findest, so iss, wenn du willst. Findest du es aber im Wasser ertrunken, so iss nicht; denn du weißt nicht: Hat das Wasser es getötet oder dein Pfeil?"

Hadith

٣٨١ – عَنْ سَالِمٍ، عَنْ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا قَالَ: سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ ﷺ يَقُولُ: «مَنِ ٱقْتَنَى كَلْباً إِلَّا كَلْبَ صَيْدٍ أَوْ مَاشِيَةٍ؛ فَإِنَّهُ يَنْقُصُ مِنْ أَجْرِهِ كُلَّ يَوْمٍ قِيرَاطَانِ. قَالَ سَالِمٌ: وَكَانَ أَبُو هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ يَقُولُ: أَوْ كَلْبَ حَرْثٍ – وَكَانَ صَاحِبَ حَرْثٍ –».

381 – Von Sālim wird von ʿAbdullāh ibn ʿUmar, Allah möge mit den beiden zufrieden sein, überliefert, er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs ﷺ sagen: „Wer einen Hund hält – außer einem Jagdhund oder einem Hund zum Hüten des Viehs –, dem wird von seinem Lohn jeden Tag um zwei Qīrāṭ abgezogen." Sālim sagte: „Abū Huraira, Allah möge mit ihm zufrieden sein, pflegte zu sagen: ‚Oder einen Hund für den Ackerbau' – er war nämlich ein Ackerbesitzer –."

Hadith

٣٨٢ – عَنْ رَافِعِ بْنِ خَدِيجٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ: «كُنَّا مَعَ النَّبِيِّ ﷺ بِذِي الحُلَيْفَةِ مِنْ تِهَامَةَ، فَأَصَابَ النَّاسَ جُوعٌ، فَأَصَابُوا إِبِلاً وَغَنَماً، وَكَانَ النَّبِيُّ ﷺ فِي أُخْرَيَاتِ القَوْمِ، فَعَجَّلُوا وَذَبَحُوا وَنَصَبُوا القُدُورَ. فَأَمَرَ النَّبِيُّ ﷺ بِالقُدُورِ فَأُكْفِئَتْ، ثُمَّ قَسَمَ فَعَدَلَ عَشَرَةً مِنَ الغَنَمِ بِبَعِيرٍ، فَنَدَّ مِنْهَا بَعِيرٌ، فَطَلَبُوهُ فَأَعْيَاهُمْ. وَكَانَ فِي القَوْمِ خَيْلٌ يَسِيرَةٌ، فَأَهْوَى رَجُلٌ مِنْهُمْ بِسَهْمٍ، فَحَبَسَهُ اللَّهُ، فَقَالَ: إِنَّ لِهَذِهِ البَهَائِمِ أَوَابِدَ كَأَوَابِدِ الوَحْشِ، فَمَا غَلَبَكُمْ مِنْهَا فَٱصْنَعُوا بِهِ هَكَذَا. قَالَ: قُلْتُ: يَا رَسُولَ اللَّهِ! إِنَّا لَاقُوا العَدُوِّ غَداً، وَلَيْسَتْ مَعَنَا مُدىً، أَفَنَذْبَحُ بِالقَصَبِ. قَالَ: مَا أَنْهَرَ الدَّمَ، وَذُكِرَ ٱسْمُ اللَّهِ عَلَيْهِ فَكُلُوهُ؛ لَيْسَ السِّنَّ وَالظُّفُرَ، وَسَأُحَدِّثُكُمْ عَنْ ذَلِكَ؛ أَمَّا السِّنُّ: فَعَظْمٌ، وَأَمَّا الظُّفُرُ: فَمُدَى الحَبَشَةِ».

382 – Von Rāfiʿ ibn Chadīdsch, Allah möge mit ihm zufrieden sein, wird überliefert, er sagte: „Wir waren mit dem Propheten ﷺ in Dhū l-Ḥulaifa in Tihāma. Da erfasste die Menschen Hunger, und sie erbeuteten Kamele und Schafe. Der Prophet ﷺ befand sich bei den Nachzüglern des Heeres. Sie beeilten sich, schlachteten und stellten die Kochtöpfe auf. Da befahl der Prophet ﷺ, die Töpfe umzustürzen, und sie wurden umgestürzt. Dann verteilte er (die Beute) und setzte zehn Schafe einem Kamel gleich. Nun lief eines der Kamele davon, und sie suchten es, vermochten es aber nicht einzuholen. Es waren nur wenige Pferde bei den Leuten. Da zielte ein Mann von ihnen mit einem Pfeil auf es, und Allah hielt es auf. Er (der Prophet ﷺ) sagte: ‚Diese Tiere haben wilde Scheuheit wie die wilden Tiere. Was von ihnen euch überwältigt, damit verfahrt so.' Ich sagte: ‚O Gesandter Allahs! Wir werden morgen dem Feind begegnen und haben keine Messer bei uns. Dürfen wir mit Schilfrohr schlachten?' Er sagte: ‚Was das Blut fließen lässt und worüber der Name Allahs genannt wurde, das esst – nur nicht mit Zahn und Fingernagel. Ich werde euch darüber berichten: Der Zahn ist ein Knochen, und der Fingernagel ist das Messer der Abessinier.'"

Kapitel über die Opfertiere

Hadith

٣٨٣ – عَنْ أَنَسِ بْنِ مَالِكٍ رضي الله عنه قَالَ: «ضَحَّى النَّبِيُّ ﷺ بِكَبْشَيْنِ أَمْلَحَيْنِ أَقْرَنَيْنِ؛ ذَبَحَهُمَا بِيَدِهِ، وَسَمَّى وَكَبَّرَ، وَوَضَعَ رِجْلَهُ عَلَى صِفَاحِهِمَا».

383 – Von Anas ibn Malik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, wird überliefert: „Der Prophet ﷺ opferte zwei gehörnte, schwarzweiß gescheckte Widder. Er schlachtete sie mit eigener Hand, sprach den Namen Allahs und das Takbir und setzte seinen Fuß auf ihre Halsseiten."

Al-Amlah: der Graue (al-Aghbar); das ist der, an dem sich Schwarz und Weiß findet.