Das Buch Akhsar al-Mukhtasarat – Die kürzeste der Kurzfassungen zum Fiqh nach der Rechtsschule von Imam Ahmad ibn Hanbal · Kapitel 6 von 36
Biographie des Gelehrten Abd al-Qadir ibn Badran
Biographie des Gelehrten Abd al-Qadir ibn Badran
Sein Name und seine Abstammung
Er ist der Imam, der Gelehrte, der gründliche Forscher, Koranexeget, Hadithgelehrte, Usul-Kenner, der Meister und vielseitig Beschlagene, Scheich Abd al-Qadir ibn Ahmad ibn Mustafa ibn Abd ar-Rahim ibn Muhammad ibn Abd ar-Rahim ibn Muhammad, bekannt – wie seine Vorfahren – als Ibn Badran1, as-Sa'di2, ursprünglich aus dem Hidschaz3, ad-Dumi, ad-Dimaschqi, al-Hanbali, al-Athari, as-Salafi.1
1 Der Forscher Ma'ruf Zariq erwähnt in seinem Buch „Tarikh Duma", S. 172, dass es sich um eine hidschazische Familie vom Stamm der Banu Sa'd handelt, deren Angehörige sich auf ihren großen Ahnen (Badran as-Sa'di) zurückführen. Das älteste ihrer namhaften Mitglieder in Duma ist Muhammad ibn Muhammad Badran, und es ist eine große Familie.
2 Ibn Badran – Allah erbarme sich seiner – hat mehr als einmal ausdrücklich seine Zugehörigkeit zu den Banu Sa'd erklärt. In „Tahdhib Tarikh Dimaschq" (6/1) sagt er: „… Der wie seine Vorfahren als Ibn Badran Bekannte, der den Banu Sa'd zugehört, deren Ursprung und Wurzel, den Nachbarn von as-Safa …" Und er sagt ebenfalls in „Tahdhib" (3/6): „… Der wie seine Vorfahren als Ibn Badran as-Sa'di Bekannte, der Herkunft nach, ein Stamm unter denen, die Wermut (Schaih) und Qaisum kauten."
Der Schaih ist eine Pflanze von gutem Duft und bitterem Geschmack; ihr Standort sind die Hochebenen und die Gärten. Der Qaisum gehört zu den Pflanzen der Ebene – er ist von gutem Duft – und zu den Duftpflanzen der Wüste. „Lisan al-Arab" (2/502, 12/486).
Und as-Sa'di ist eine Zuschreibung zu ihrem Ahnen Sa'd ibn Bakr ibn Hawazin, von den Adnan; seine Söhne zeichneten sich durch Redegewandtheit aus, und unter ihnen wuchs der Prophet ﷺ in seiner Kindheit auf.
Siehe: „Thimar al-Qulub" von ath-Tha'alibi, S. 28, und „al-A'lam" von az-Zirikli (3/84).
3 Ibn Badran erwähnte diese Zuschreibung am Anfang seines Diwans „Taslijat al-Labib". Ad-Dumi bezieht sich auf die Ortschaft Duma oder Duma, die dreizehn Meilen östlich von Damaskus entfernt liegt. Die Einwohner von Duma sind Hanbaliten, wie mehrere Gelehrte ausdrücklich gesagt haben, darunter Muhammad Kurd Ali in seinem Buch „Ghutat Dimaschq", S. 35.
Seine Geburt und sein Heranwachsen
Der Gelehrte Ibn Badran wurde in seiner Ortschaft Duma im Jahr 1280 n. H. geboren2 und wuchs dort auf, bis er etwa im Jahr 1318 n. H. von dort wegzog. Das hat er in seinem Buch „Mawarid al-Afham" ausdrücklich erklärt, wo er sagt: „Ich hatte diesen Kommentar im Jahr 1318 begonnen und war darin bis zum Kapitel des Taschahhud im Gebet gelangt. Dann trieb die Zeit ihr Spiel mit mir, ich verließ die Heimat und die Freunde, bis ich in Damaskus meine Reittiere niederließ …"3
Sein Streben nach Wissen und seine Lehrer
Ibn Badran empfing das Wissen von seinem Großvater, Scheich Mustafa4, und er lernte auch von seinem Lehrer, dem gelehrten Muhammad ibn Uthman al-Hanbali, bekannt als der Prediger von Duma5. Er wurde von seinem Lehrer beeinflusst und gewann von ihm eine lobenswerte Methode, wo er, von diesem seinen Lehrer überliefernd, sagt: „Und er – Allah erbarme sich seiner – pflegte zu uns zu sagen: Wer ein Buch liest, soll sich nicht vorstellen, dass er es ein zweites Mal lesen will; denn diese Vorstellung hindert ihn daran, das ganze Buch zu verstehen. Vielmehr soll er sich vorstellen, dass er nie wieder darauf zurückkommt."
1 Die Zuschreibung al-Athari as-Salafi: Er hat sie über sich selbst in seinem Buch „al-Uqud al-Yaqutiyya", S. 204, erwähnt.
2 Ibn Badran erwähnt in „Taslijat al-Labib" (27/b), dass sein Vater ihn über das Jahr seiner Geburt unterrichtet habe, nämlich dieses. Und der Ustadh Adham Al Jundi erwähnt in „A'lam al-Adab wa-l-Fann" (1/224), dass seine Geburt im Jahr 1848 n. Chr. war, das ist etwa das Jahr 1264 n. H. Maßgeblich ist jedoch, was Ibn Badran über sich selbst erwähnt hat.
3 Ende des ersten Bandes von „Mawarid al-Afham", wie in der Beschreibung der Handschriften Ibn Badrans in der Privatbibliothek von Schamil asch-Schahin. Auch fand ich keine Angaben über sein Heranwachsen in seiner Ortschaft Duma.
4 Nach Suche in den in Frage kommenden Quellen fand ich keine Biographie dieses seines Großvaters. Auch sein Großvater mütterlicherseits war ein bedeutender Gelehrter, nämlich Scheich Ahmad ibn Mustafa ibn Husain ibn Ramadan, bekannt als Ibn an-Ni'san, gestorben im Jahr 1281 n. H. Auf diesen seinen Großvater hat er in seinem Buch „al-Badraniyya – Kommentar zur al-Manzuma al-Fardiyya", S. 3, und in seiner Einleitung zu „al-Akhsar al-Mukhtasarat", S. 76, hingewiesen.
5 Er ist der gelehrte Scheich Muhammad ibn Uthman ibn Abbas ibn Muhammad al-Hanbali, bekannt als der Prediger von Duma. Er lernte von den bedeutendsten Gelehrten seiner Zeit und war zu seiner Zeit eine Seltenheit; viele Studenten schlossen bei ihm ihre Ausbildung ab. Dann ließ er sich in seiner Ortschaft Duma nieder und übernahm das Predigeramt in deren Hauptmoschee. Danach geriet er dort in eine Prüfung (Fitna), zog nach Damaskus und ließ sich dort nieder. Im Jahr 1305 n. H. reiste er zur Pilgerfahrt, besuchte Medina und ließ sich dort nieder, und ihm wurde dort das Lehren der Hanbaliten übertragen; die Studenten reisten zu ihm, und er starb dort im Jahr 1308 n. H. Siehe seine Biographie in: „Mukhtasar Tabaqat al-Hanabila" von asch-Schatti, S. 169, und „Muntakhabat at-Tawarikh li-Dimaschq" von al-Hisni (2/766).
Und er pflegte zu sagen: Jedes Buch, das die Fragen des ihm Vorangehenden enthält und noch etwas darüber hinaus, bei dem erarbeite die Fragen des Vorangehenden gründlich, damit du dich mit ganzem Eifer dem Verständnis des Zusätzlichen widmen kannst.1 – Ende des Zitats.
Der Gelehrte Ibn Badran unternahm, nachdem er bei den Lehrern seiner Heimatstadt Duma gelernt hatte, eine Reise zum Wissenserwerb. Er sagt – Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner: „Wohlan: Als die Sache so feststand, wie sie dargelegt, in den Bäuchen der Hefte verewigt und niedergeschrieben war, und die Reise zum Wissenserwerb ein Zeichen der Vornehmheit und ein Beweis der Besonnenheit war, verließ ich zwangsläufig die Heimat und setzte meinen Weg nach Damaskus und in andere Länder fort …“2 In Damaskus lernte er beim Scheich von Syrien und Oberhaupt seiner Gelehrten, Scheich Salim ibn Yasin al-Attar, dem Schafiiten3, und dieser erteilte ihm eine allgemeine Hadith-Idschaza, und zwar im Ramadan des Jahres 1306 n. d. H.4
1 „Al-Madchal“ von Ibn Badran, S. 488.
2 „Taslijat al-Labib“ von demselben (2/b).
3 Er ist der Musnid-Scheich Salim ibn Yasin ibn Hamid al-Attar. Er las bei vielen Gelehrten, und viele Gelehrte der Länder erteilten ihm die Idschaza, darunter Mahmud al-Alusi. Zu seinen Schülern gehört der Gelehrte Dschamal ad-Din al-Qasimi, der über ihn sagte: „… unser Scheich, der Musnid von Syrien und die Stütze seiner herausragenden Persönlichkeiten, Scheich Salim …“ Siehe das Buch „Dschamal ad-Din al-Qasimi“, S. 25. Scheich Salim starb im Jahr 1307 n. d. H. Siehe seine Biographie in „Hilyat al-Baschar“ von Abd ar-Razzaq al-Baitar (2/680) und in „A'yan Dimaschq“ von asch-Schatti, S. 338, 339.
4 Ibn Badran erwähnt in der Einleitung zu „Mawarid al-Afham“, dass er die allgemeine Idschaza von seinem Scheich Salim al-Attar erhielt, Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner.
Ibn Badran sagte: „Und als unser Scheich – das heißt Salim al-Attar – den ‚Sahih al-Buchari‘ und den Rest unserer Lektionen abgeschlossen hatte, als der Monat Ramadan kam, sagte ich und rief für sein blühendes Haus um Segen an:“
طِيبِي ثَنَاءً يَا دِمَشْقُ وغَرِّدِي فَلَكِ المَنَازِلُ فَوْقَ هَامِ الفَرْقَدِ
وأَنْشِدِي عَلَى أَغْصَانِ دَوْحَاتِ الهَنَا واتْلِي المَحَامِدَ فِي الصَّبَاحِ وَرَدِّدِي
فَلَقَدْ حَوَيْتِ اليَوْمَ شَهْماً قَدْ سَمَا عِنْدَ المَفَاخِرِ كُلَّ شَهْمٍ أَوْحَدِ
تَتَقَاسَمُ الأَقْطَارُ طِيبَ ثَنَائِهِ فَتَعُودُ فِي سَعَةِ المَلِيكِ الأَمْجَدِ
مَوْلَى الفَضَائِلِ شَيْخُ أَهْلِ الحَقِّ مَنْ كُلُّ الأَنَامِ لِمَجْدِهِ كَالأَعْبُدِ
بَحْرُ العُلُومِ سَلِيمُ طَبْعٍ مَا لَهُ فِي كُلِّ عَصْرٍ مِنْ نَظِيرٍ مُرْشِدِ
بِمَكَارِمِ الأَخْلَاقِ والعِلْمِ الَّذِي بَهَرَ العُقُولَ أَنَارَ نَهْجَ المُهْتَدِي
طُوبَى لَنَا هُوَ شَيْخُنَا بُشْرَى لَنَا فَلَقَدْ وَرَدْنَا صَفْوَ عَذْبِ المَوْرِدِ
يَا سَيِّداً بَهَرَ الأَنَامَ بِفَضْلِهِ أَنْتَ الإِمَامُ لِكُلِّ شَهْمٍ مُقْتَدِي
فَأَسْلَمْ وَدُمْ مَا غَنَّتِ الوَرْقَا عَلَى دَوْحِ الرِّيَاضِ وَجَادَهَا الطَّلُّ النَّدِي
Sei reich an Lobpreis, o Damaskus, und singe wie ein Vogel – der Kreis deiner Mondstationen liegt über dem Gipfel des Farqad-Sterns.
Trage vor auf den Zweigen der Bäume der Freude, rezitiere am Morgen die Lobpreisungen und wiederhole sie.
Denn heute birgst du einen tapferen Edlen, der sich im Ruhm über jeden einzigartigen Edlen erhob.
Die Länder teilen sich den Wohlgeruch seines Lobes, und so kehren sie zurück in der Weite des ruhmreichen Königs.
Herr der Vorzüge, Scheich der Leute der Wahrheit, vor dessen Ruhm alle Menschen wie Diener sind.
Meer der Wissenschaften, Salim von Natur, der in keiner Epoche einen rechtleitenden Gleichen hat.
Mit edlen Charakterzügen und mit dem Wissen, das die Verstände blendete, erleuchtete er den Weg des Rechtgeleiteten.
Heil uns, er ist unser Scheich, eine frohe Botschaft für uns – wir haben die reine, süße Tränke erreicht.
O Herr, der du die Menschen mit deinem Vorzug geblendet hast, du bist der Imam für jeden edlen Nachahmer.
So bleibe wohlbehalten und dauere fort, solange die Taube auf den Bäumen der Gärten singt und der feuchte Tau sie benetzt.1
Er lernte auch bei dem Gelehrten Muhammad ibn Mustafa at-Tantawi al-Azhari, der sich in Damaskus niedergelassen hatte und in Astronomie, Rechenkunst und Gebetszeitenkunde (Miqat) hervorragte2; von ihm erlernte er diese Wissenschaften. Ebenso lernte er bei Scheich Ala' ad-Din Abidin, dem Hanafiten3, und er lernte beim Mufti der Hanbaliten, Scheich Ahmad ibn Hasan asch-Schatti4, sowie bei Scheich Muhammad ibn Yasin al-Attar5.
1 „Taslijat al-Labib“ (4/b).
2 Er ist Scheich Muhammad ibn Mustafa at-Tantawi asch-Schafi'i al-Azhari. Er erwarb rationale und überlieferte Wissenschaften bei den Gelehrten seiner Heimat Ägypten, kam dann nach Damaskus und lernte bei dessen Gelehrten, nahm den Naqschbandi-Orden an und kehrte dann in seine Heimat zurück, wo er viele Wissenschaften meisterte. Er zeichnete sich jedoch durch eine erstaunliche Meisterschaft in Astronomie, Rechenkunst und Miqat aus. Zwischen ihm und dem Emir Abd al-Qadir al-Dschaza'iri entstand ein gutes Verhältnis, und der genannte Emir bat ihn, in die Stadt Konya zu reisen, um „al-Futuhat al-Makkiyya“ von Ibn Arabi mit einer Abschrift zu vergleichen, die er dort hatte; daraus erkennt man seine geistige Ausrichtung – die seine und die des Emirs al-Dschaza'iri. Er starb im Jahr 1306 n. d. H. Siehe seine Biographie in „Hilyat al-Baschar“ (3/1284–1288) und in „Tarich ulama' Dimaschq fi l-qarn ar-rabi' aschar“ (1/73–77).
3 Er ist Scheich Ala' ad-Din Muhammad Amin ibn Umar Abidin, der Hanafit und Chalwati. Er lernte bei den großen Gelehrten von Damaskus, Ägypten und dem Hidschaz; er war Sufi in Ausrichtung und Orden und starb im Jahr 1306 n. d. H. Siehe seine Biographie in „Hilyat al-Baschar“ (3/1335–1337) und in „A'yan Dimaschq“, S. 330, 331. (Hinweis): Diese Lehrer Ibn Badrans, die erwähnt wurden, sind in einigen der Quellen genannt, die ihn biographisch behandeln; was die übrigen betrifft, so ergaben sie sich aus der Durchsicht seiner Werke und anderer Quellen.
4 Der Gelehrte Ibn Dahyan erwähnt, dass Scheich Ahmad asch-Schatti der Lehrer Ibn Badrans ist, und er verwies auf ihn bei der Abfassung der Randglosse zu „ar-Rawd al-Murbi'“ (siehe das Buch „Allamat al-Kuwait“, S. 84). Scheich Ahmad asch-Schatti starb im Jahr 1306 n. d. H.; siehe seine Biographie in „A'yan Dimaschq“ (S. 385, 386) und „Hilyat al-Baschar“ (3/1625).
5 Ibn Badran verwies in einem Randvermerk seines Besitzeintrags in einer Abschrift von „al-Maqsad al-Arschad“ von Ibn Muflih auf einen Lehrer von ihm: die Abschrift der Zahiriyya-Bibliothek mit der Nr. (7850 m), die sich im Besitz Ibn Badrans befand. Scheich Muhammad ibn Yasin al-Attar ist der leibliche Bruder des zuvor genannten Lehrers Ibn Badrans, Scheich Salim al-Attar; die Familie al-Attar gehört zu den Gelehrtenfamilien in Damaskus. Er lernte von seinem Bruder Scheich Salim und war einer der führenden Gelehrten seiner Zeit. Er starb im Jahr 1307 n. d. H.; siehe seine Biographie in „Muntachabat at-Tawarich“ (2/768) und in „A'yan Dimaschq“, S. 346.
Zu seinen Lehrern gehört ebenso der überaus kluge Gelehrte, der Sufi Scheich Umar al-Attar1. Es wird erwähnt, dass zu seinen Lehrern der Hadith-Gelehrte Scheich Muhammad ibn Badr ad-Din al-Hasani2 zählt; und als er in Damaskus Wissen suchte, wohnte er in einem oberen Zimmer im Dar al-Hadith al-Aschrafiyya al-Ula3, und das war vor dem Jahr 1304 n. d. H.4 Ebenso lernte er beim Scheich von al-Azhar, Muhammad ibn Muhammad al-Anbabi5, und das zeigt, dass er nach Ägypten reiste.
Er stand in Verbindung mit dem Emir Abd al-Qadir al-Dschaza'iri und begleitete ihn auf seiner Reise nach Europa und in den Maghreb, wo er sechs Monate blieb6. In seinem Buch „Taslijat al-Labib“ erwähnt er, dass er von den Ländern des Maghreb Algerien und Tunesien besuchte7 und von Europa Italien und Frankreich, und über Letzteres sagte er tadelnd8:
أَقَمْتُ فِي فَرَنْسَا عِنْدَ قَوْمٍ يَمِيلُونَ إِلَى الفِعْلِ الخَسِيسِ
لَهُمْ بِالشُّحِّ سَبْقٌ واجْتِهَادٌ فَسِيَّانَ الخَدِيمُ مَعَ الرَّئِيسِ
فَفِي أَشْغَالِهِمْ أَتْعَبْتُ نَفْسِي وَمِنْ فَقْرِي لَقَدْ مَزَّقْتُ كِيسِي
Ich weilte in Frankreich bei einem Volk, das zu niedrigem Tun neigt.
Im Geiz haben sie Vorrang und Eifer, so sind Diener und Vorgesetzter gleich.
In ihren Geschäften mühte ich mich ab, und aus meiner Armut zerriss ich meinen Beutel.
1 „Taslijat al-Labib“ (6/a). Al-Attar ist Umar ibn Taha ibn Ahmad al-Attar asch-Schafi'i. Er erwarb Wissen bei den Gelehrten seiner Heimat Damaskus und reiste nach Ägypten. Er zeichnete sich in den Wissenschaften der Grammatik und der Logik sowie in anderen Wissenschaften aus, war Sufi, kundig ihrer Fachausdrücke, und verfasste darin einige Werke. Er starb im Jahr 1308 n. d. H.; siehe seine Biographie in „Hilyat al-Baschar“ (2/1129) und „Muntachabat at-Tawarich li-Dimaschq“ (2/751).
2 Er verweist auf ihn in „Taslijat al-Labib“ (5/b) in einer Rede von ihm, in der er sagt: „… und ich war in der Gesellschaft unseres Lehrers, des frommen Heiligen, Scheich Badr ad-Din, des Sohnes des Gelehrten Scheich Yusuf al-Maghribi al-Biyani.“ Er ist ein berühmter Hadith-Gelehrter, auf den die Leute von Damaskus äußerst stolz waren; sie nannten ihn „den größten Hadith-Gelehrten“. Er ist Scheich Muhammad Badr ad-Din ibn Yusuf ibn Badr ad-Din al-Hasani al-Maghribi al-Marrakuschi ad-Dimaschqi, von Geburt und Wohnsitz Damaszener. Er erwarb Wissen in seiner Heimat Damaskus, reiste nach Ägypten und lernte bei Scheich Ibrahim as-Saqqa, dem Scheich von al-Azhar seiner Zeit, und er war ein Beispiel für Frömmigkeit. Er starb im Jahr 1354 n. d. H. Mehr als einer seiner Schüler hat ihm eine eigene Biographie gewidmet, darunter Scheich Mahmud ibn Raschid al-Attar (gest. 1362 n. d. H.), dessen Handschrift sich in der Zahiriyya unter Nr. (8522) befindet, sowie Scheich Salih al-Farfur in einer gedruckten Biographie mit dem Titel „Der größte Hadith-Gelehrte und Imam der Epoche“. Siehe auch: „Ulama' Dimaschq fi l-qarn ar-rabi' aschar“ (1/494).
3 Der Gelehrte Muhammad Bahdscha al-Baitar erwähnt es in der Einleitung zu „al-Munadama al-Atlal“, S. (Ḥā').
4 Wie er es selbst am Ende seiner „Randglosse zu ar-Rawd al-Murbi'“ über sich erwähnt.
5 Er sagte in „Taslijat al-Labib“ (27/b): „Und auf den Rücken eines Teils der Werke unseres Lehrers, des Gelehrten Scheich Muhammad al-Anbabi, des Scheichs von al-Azhar, schrieb ich Folgendes:“ „Wie viele gibt es in dieser Zeit, die sich über das Haupt des Sternbilds Simak erhoben haben, doch keiner ist wie al-Anbabi. – So ist er würdig, dass der Fragende sagt: ‚Gemach!‘, denn die Zeit hat mir Kunde von ihm gegeben.“ Al-Anbabi ist Scheich Muhammad ibn Muhammad ibn Husain asch-Schafi'i. Er übernahm das Scheichamt von al-Azhar zweimal und hat Abhandlungen und viele Randglossen verfasst. Er starb im Jahr 1313 n. d. H. Siehe seine Biographie in „al-A'lam“ (7/75).
6 „Tarich Duma“, S. 104, und „Madschallat al-Athar“ von Ma'luf (4/531).
7 „Taslijat al-Labib“ (33/b).
8 „Taslijat al-Labib“ (32/b).
Dies betrifft seine Reise im Streben nach Wissen und Nutzen. Während seiner Lektüre, der wiederholten Forschung und Nachprüfung und der Hinwendung zur Einsamkeit erquickte er seine Seele mit einigen Versen. Zu dem, was er über das Wissen sagte1:
وَقَفْتُ النَّفْسَ فِي طَلَبِ المَعَالِي وَفِي نَشْرِ العُلُومِ مَدَى الزَّمَانِ
أُحَرِّرُ كُلَّ مُعْضِلَةٍ بِشَوْقٍ كَشَوْقِ الوَالِهِينَ إِلَى الأَغَانِي
وَطَبْعِي لَا يَمِيلُ لِغَيْرِ حَبْرٍ تَرَبَّى بَيْنَ أَزْهَارِ المَعَانِي
أُسَامِرُ فِي الدُّجَى نَدْمَانَ كُتْبِي فَأَسْكَرُ لَا بِكَاسَاتِ الدِّنَانِ
أُحِبُّ الكُتْبَ وَهِيَ اليَوْمَ مِنِّي مَكَانَ الرُّوحِ مِنْ بَدَنِ الجَبَانِ
Ich habe meine Seele dem Streben nach hohen Zielen gewidmet und der Verbreitung der Wissenschaften auf immerdar.
Ich löse jedes Rätsel mit Sehnsucht, wie die Verzückten sich nach Gesängen sehnen.
Meine Natur neigt zu keinem außer einem Gelehrten, der zwischen den Blüten der Bedeutungen aufwuchs.
Ich plaudere in der Finsternis als Zechgefährte meiner Bücher und berausche mich – doch nicht an den Bechern der Weinkrüge.
Ich liebe die Bücher, und sie sind mir heute, was der Geist im Leib des Feiglings ist.
Und als er den Rat seines Lehrers – Muhammad ibn Uthman, des Predigers von Duma – hörte, der bereits erwähnt wurde2, handelte er danach, wie Ibn Badran über sich sagt: „Als ich seinen Rat mit Annahme aufnahm, brauchte ich für das Lesen bei den Lehrern der Wissenschaften und Künste nicht mehr als sechs Jahre …“
Er sagte auch über seine Beschäftigung mit der Wissenschaft der Rechtsgrundlagen und anderen damit verbundenen Wissenschaften: „… Ich war in den Tagen des Studiums mit ihr – das heißt den Rechtsgrundlagen – von Anfang an vertraut, ließ meinen Blick in ihren Gärten voller Gesang schweifen, leistete ihr Gesellschaft wie ein Liebender seiner Geliebten und las ihre Perlen von den Mündern der Lehrer auf, denen die Zeit ihr Bleiben gewährt hatte. Damals gab es keinen unter den Studenten, der diese Kunst erwähnte oder mit seinen Lippen von ihr sprach, da sie meinten, sie öffne das Tor des Idschtihad – und dieses Tor war seit langen Jahrhunderten verschlossen –, so dass ich von vielen, die das Wissen beanspruchten, sagen hörte: Der Umma hat nichts geschadet außer der Wissenschaft der Rechtsgrundlagen; denn wer sich mit ihr befasst, lernt, sich auf den Beweis zu stützen. Ich aber kümmerte mich nicht um den Verleumder und neigte nicht zum Tadler, welchen Rang er auch hatte, und so begann ich mit der Lektüre von ‚Scharh al-Waraqat‘ und ‚Scharh scharhiha‘ von al-Abbadi und ‚Husul al-Ma'mul min fann al-Usul‘; dann mit ‚Scharh Dscham' al-Dschawami'‘ von al-Mahalli unter Durchsicht seiner Randglossen und ‚seinem Kommentar von al-Iraqi‘, ferner mit ‚Scharh al-Minhadsch‘ von al-Baidawi und mit ‚Scharh al-Adud auf das Muchtasar Ibn al-Hadschib‘, unter Durchsicht seines Kommentars, und mit ‚at-Tawdih, dem Kommentar zu at-Tanqih‘ und dessen Randglosse ‚at-Talwih‘ sowie mit ‚Scharh al-Mir'at‘ unter Durchsicht seiner Randglossen. Dies kam zu dem hinzu, womit ich mich an Wissenschaften beschäftigte, die die Grundlagen dieser Kunst bilden – und ihre Stellung und die Grundlagen von Buch und Sunna sind nicht verborgen.
1 Dieselbe Quelle wie zuvor (2/b, 8/b).
2 S. 17.
Und ich habe, Allah sei Dank, bei den Lehrern nur eine Zeit gelesen, die nicht über fünf Jahre hinausgeht, zugleich mit dem Überblick über die rationalen Wissenschaften, darunter die Astronomie, die Zeitenlehre und anderes. Ich erwähne das nicht aus Prahlerei und Stolz, sondern erwähne es nur als Dank an Allah für das, womit Er mich begnadet und was Er mir eröffnet hat; Ihm gebührt Lob, das ewig währt …“1
Muhammad ibn Said al-Hanbali al-Umani sagt: „Dann, nach dieser Zeit – das heißt den sechs Jahren –, widmete er sich der eigenen Lektüre, bis er in Buch und Sunna, in den beiden Grundlagen, in der Rechtsschule, in der Kenntnis der Meinungsverschiedenheiten und in den übrigen rationalen, literarischen und mathematischen Wissenschaften hervorragte …“2
Er las auch bei manchen, die das Wissen nicht beherrschten, und kritisierte dann ihre Weise und ihre Methode im Unterricht. Er sagte: „Zu Beginn meiner Laufbahn las ich das Buch ‚Dalil at-Talib‘ bei einem, der behauptete, zu lehren. Da kamen wir an die Frage, dass die Waschung nicht durch das Berühren des abgetrennten Geschlechtsteils ungültig wird, und wir fragten ihn: Was ist das ‚abgetrennte Glied‘? Er sagte: Es ist das, was zwischen der Wurzel des Gliedes und dem Afterring liegt. Er wusste nicht, dass es das Abgeschnittene ist. Und einer meiner Altersgenossen las bei ihm im Kapitel über die Freilassung und fragte ihn: Was bedeutet der ‚Mudabbar‘-Sklave, mein Herr? Da sagte der Scheich zu ihm: Das ist, wen sein Herr in seinem Hinterteil beschlafen hat! Und dabei war er in seiner Heimat eine Anlaufstelle für Rechtsgutachten. Außerdem besuchte ich zu Beginn des Kommentars ‚al-Iqna'‘ einen Mann, auf den man in der Schule Ahmads mit Fingern zeigte, und sein Sohn las mit uns. Wenn eine Frage kam, erfand sein Sohn eine allgemeine Regel und versuchte, die Frage darauf zu gründen; der Vater überließ sie ihm, doch es fiel ihm schwer, die Frage darauf anzuwenden, so dass Lärm und Streit zwischen ihnen zunahmen, und beide hatten keine Ahnung von den Rechtsgrundlagen. Ich sagte zum Scheich: Unser Herr möge zuerst prüfen, ob die Regel überhaupt zu den Rechtsgrundlagen gehört oder von den Altweibergeschichten ihrer Leute übernommen ist, und uns von dieser Mühsal befreien …“3
1 „Nuzhat al-Chatir al-Atir, Scharh Rawdat an-Nazir“ von Ibn Badran (2/473). Er wies auf die Methode hin, die er beim Lesen der Texte und ihrer Kommentare anwendete, in seinem Buch „al-Madchal“, S. 489, 490.
2 Ein Abriss aus der Biographie Ibn Badrans am Ende seines Buches „al-Madchal“ (S. Alif), Ausgabe al-Muniriyya.
3 „Al-Uqud al-Yaqutiyya fi dschid al-As'ila al-Kuwaitiyya“, S. 135.
Sein Glaubensbekenntnis und seine Rechtsschule
Der Gelehrte Ibn Badran lebte in einem Umfeld, in dem das Sufitum weit verbreitet war und die Unwissenheit grassierte. Er hat bei einigen Scheichs gelesen, deren Weg der des Sufitums war, wie bei der Aufzählung seiner Lehrer bereits erwähnt wurde. Er hat aber – durch die Gnade Allahs – offen erklärt, dass er dem Weg der Altvorderen (as-Salaf) gefolgt ist, der der festere und wissendere ist und der Weg der bevorzugten Generationen sowie der Weg der reformierenden Imame.
Ibn Badran sagt, indem er die Gnade Allahs an ihm erwähnt, dass er diesen rechten Weg und die Spur der Überlieferung (al-athar) gegangen ist:
«. . . إنني لَمَّا مَنَّ اللَّهُ عليَّ بطلبِ العلم، هَجَرْتُ له الوطنَ والوَسَن، وكنتُ أبكِّرُ فيه بكورَ الغراب، وأطوِّف المعاهد لتحصيلِه، وأذهَبُ فيه كلَّ مَذْهب، وأتّبعُ فيه كلَّ شعب ولو كان عَسِراً، أُشْرِفُ على كلِّ يفاع، وأتأمَّلُ كُلَّ غَوْرٍ، فتارة أطوِّحُ بنفسي فيما سلكه ابنُ سينا في «الشفا» و «الإشارات» وتارة أتلقفُ ما سبكه أبو نصر الفارابي من صناعة المنطق وتلك العبارات، وتارةً أجولُ في مواقف «المقاصد» و «المواقف»، وأحياناً أطلبُ «الهداية» ظناً مني أنها تَهْدِي إلى رشد، فأضُمُّ إليها ما سَلَكه ابنُ رشد، ثم أُرَدِّدُ في الطبيعيّ والإلهي نظراً، وفي تشريح الأفلاك أتطلب خُبْزاً أو خَبَراً، ثُمَّ أجولُ في ميادين العلوم مدةً كعددِ السبعِ البَقَراتِ العِجاف، فارتد إليَّ الطرفُ خاسئاً وهو حسير، ولم أحصل مِن معرفة الله جلّ جلاله إلا على أوهام وخطرات، ووساوس وإشكال، نشأ مِن البحث والتدقيق، فأدفعُهُ بما أُقنِـعُ نفسي بنفسي، فلما هِمْتُ في تلك البيداء التي هي على حد قول أبـي الطَّيِّبِ:
يَتَلَـوَّنُ الخِرِّيـتُ مِـنْ خَـوْفِ التَّـوى فيهَـــا كَمَـــا تَتَلَـــوَّنُ الحِـــرْبَـــاءُ
ناداني منادي الهدى الحقيقي: هَلُمَّ إلى الشَّرَفِ والكمالِ، وَدَعْ نجاةَ ابنِ سينا الموْهومة إلى النجاة الحقيقيَّة، وما ذلك إلا بأن تكون على ما كانَ عليه السلفُ الكرام من الصحابة والتابعين والتابعين لهم بإحسان، فإن الأمر ليس على ما تَوَهَّم، وحقيقةُ الرَّبِّ لا يمكن أن يُدرِكها المربوبُ، وما السلامةُ إلاّ بالتَّسْلِيم، وكتاب الله حق، وليس بعد الحق إلا الضلال.
فهُنَالِكَ هَدَأَ رَوْعي، وجَعَلتُ عقيدتي كِتابَ الله، أكِلُ علم صفاتِهِ إليه بلا تجسيم ولا تأويل ولا تشبيه ولا تعطيل، وانجلى ما كان على قلبي من رَيْن أورثته قواعد أرسطوطاليس، وقلتُ: ما كان إلاّ من النَّظَرِ في تلك الوساوسِ والبدعِ والدَّسائسِ، فمن أين لِعُبَّاد الكواكب أن يُرشِدونا إلى الصِّراط المستقيم وما كانوا مهتدين؟! ومن أين لأَصحاب المقالات أن يعلموا حقيقةَ قيُّومِ الأرضِ والسماوات؟ ولو كانت حقيقة صفات الله تعالى تُدرك بالعقول، لوصل أصحاب رسائل «إخوان الصفا» إلى الصَّفا، ولوَصل صاحبُ «النَّجاة» و «الشفا» إلى النجاة وغليلُ لُبِّه شفا، ولكن ﴿وَلَا يُحِيطُونَ بِشَيْءٍ مِّنْ عِلْمِهِۦٓ إِلَّا بِمَا شَآءَ﴾ [البقرة: ٢٥٥]، ﴿وَمَآ أُوتِيتُم مِّنَ ٱلْعِلْمِ إِلَّا قَلِيلًا﴾ [الإسراء: ٨٥]، وأين هم من قوله ﷺ: «عَلَيْكُمْ بسُنَّتِي وسُنَّةِ الخُلَفَاءِ الرَّاشدين المهديِّين مِن بعدي، عَضُّوا عليها بالنَّواجِذ، وإيَّاكُم ومُحدَثاتِ الأمورِ؛ فإن كل مُحدثة بدعةٌ، وكُلَّ بدعةٍ ضلالةٌ»؟ لَكِنْ من اتبع هواهُ هامَ في كل وادٍ، ولم يُبالِ بأي شعب سلك، ولا بأي طريق هلك. . .»
„… Als Allah mir die Gnade des Wissenserwerbs erwies, verließ ich dafür Heimat und Schlaf. Ich brach darin früh auf, wie der Rabe in der Frühe aufbricht, zog von Ort zu Ort, um es zu erlangen, ging darin jeden Weg und folgte darin jedem Bergpfad, mochte er auch beschwerlich sein. Ich erklomm jede Anhöhe und ergründete jede Tiefe. Bald warf ich mich in das, was Ibn Sina in „asch-Schifa" und „al-Ischarat" beschritten hat; bald griff ich auf, was Abu Nasr al-Farabi an Logik und jenen Formulierungen geschmiedet hat; bald durchstreifte ich die Gebiete von „al-Maqasid" und „al-Mawaqif"; zuweilen suchte ich „al-Hidaya" (die Rechtleitung) in der Annahme, sie führe zur Rechtleitung, und fügte ihr hinzu, was Ibn Ruschd beschritten hat. Dann kehrte ich immer wieder zur Naturlehre und zur Gotteslehre zurück, um sie zu betrachten, und bei der Zergliederung der Himmelssphären suchte ich Brot oder Kunde. Danach durchstreifte ich die Felder der Wissenschaften eine Zeit lang, so viele Jahre, wie es sieben magere Kühe sind. Da kehrte der Blick enttäuscht und erschöpft zu mir zurück, und ich erlangte von der Erkenntnis Allahs – Erhaben ist Seine Majestät – nichts als Einbildungen und Gedankenregungen, Einflüsterungen und Unklarheiten, die aus dem Forschen und Prüfen entstanden waren. Ich wies sie zurück mit dem, womit ich mich selbst überzeugte. Als ich nun in jener Wüste umherirrte, die nach dem Wort des Abu at-Tayyib so ist:
Der erfahrene Wegführer wechselt in ihr die Farbe aus Furcht vor dem Verderben, so wie das Chamäleon die Farbe wechselt,
da rief mich der Rufer der wahren Rechtleitung: ‚Komm zu Ehre und Vollkommenheit, und lass die eingebildete Rettung des Ibn Sina zugunsten der wahren Rettung fahren!' Und das geht nur, indem du auf dem bist, worauf die edlen Altvorderen waren – die Gefährten, die Nachfolger und die, die ihnen in Rechtschaffenheit folgten. Denn die Sache verhält sich nicht so, wie du es dir einbildest: Die Wirklichkeit des Herrn kann vom Beherrschten nicht erfasst werden, Heil gibt es nur in der Hingabe, das Buch Allahs ist Wahrheit, und nach der Wahrheit bleibt nur der Irrtum.
Da legte sich meine Furcht, und ich machte das Buch Allahs zu meinem Glaubensbekenntnis. Das Wissen um Seine Eigenschaften überlasse ich Ihm, ohne Verkörperlichung, ohne Umdeutung, ohne Vergleich und ohne Entleerung. Und was auf meinem Herzen an Rost gelegen hatte, den mir die Lehrsätze des Aristoteles eingebracht hatten, verflog. Ich sagte: Das kam nur vom Nachsinnen über jene Einflüsterungen, Neuerungen und Ränke. Woher sollten Sternenanbeter uns auf den geraden Weg führen können, wo sie doch nicht rechtgeleitet waren?! Und woher sollten die Vertreter bloßer Lehrmeinungen die Wirklichkeit dessen erkennen, der Erde und Himmel aufrechterhält? Wäre die Wirklichkeit der Eigenschaften Allahs, des Erhabenen, mit dem Verstand zu erfassen, so wären die Verfasser der Abhandlungen der „Ikhwan as-Safa" (der Lauteren Brüder) zur Lauterkeit gelangt, und der Verfasser von „an-Nadschat" und „asch-Schifa" wäre zur Rettung gelangt, und der Durst seines Herzens wäre gestillt worden. Doch es heißt: ‚Und sie umfassen nichts von Seinem Wissen, außer was Er will' [Al-Baqara: 255], und: ‚Und euch ist vom Wissen nur wenig gegeben worden' [Al-Isra: 85]. Und wo stehen sie zu seinem Wort ﷺ: ‚Haltet euch an meine Sunna und die Sunna der rechtgeleiteten Kalifen nach mir; beißt mit den Backenzähnen darauf! Und hütet euch vor neu eingeführten Dingen, denn jede Neuerung ist eine Erfindung, und jede Erfindung ist eine Verirrung'? Doch wer seiner Neigung folgt, irrt in jedem Tal umher und kümmert sich nicht darum, auf welchem Bergpfad er geht, noch auf welchem Weg er zugrunde geht …"
1 „al-Madchal ila madhhab al-Imam Ahmad", S. 42–43.
Dieser Auszug aus dem Buch Ibn Badrans macht uns die Wahrheit seines gesunden Glaubens deutlich und das, was er zuvor vertrat. Er hat seinen Glauben an mehr als einer Stelle seiner Bücher festgelegt. Dazu gehört auch, was er im Zuge einer Ausführung über die Stiftungsbedingung des Stifters der Rawahiyya-Schule in Damaskus sagte, wo er schreibt:
«قال الحافظ الذَّهبي: إنّ واقفَ الرواحية اشترط على من يقيم بها من الفقهاء والمدرسين شروطاً صعبة، لا يمكن القيام ببعضها. ولم يبين الذَّهبي تلك الشروط. ثم قال: وشرط أن لا يدخل مدرسته يهودي، ولا نصراني، ولا حَنْبليّ حشوي. انتهى.
فاشتراطه عدم دخول اليهود والنصارى إلى مدرسته علة مفهومة، وأما اشتراطه عدم دخول حنبلي حشوي؛ فليس بمفهوم؛ لأن الحنابلة لا يتصفون بهذه الصفة، وهذا من التعصب الناشىء عن الجهل، والسعي في تفريق اجتماع هذه الأمة المحمدية. ويمكن أن يكون أراد بالحشوية الذين يقرؤون آيات الصفات، ويقولون: نمرُّها كما جاءت، ونكل تفسيرها إلى الله تعالى من غير تأويل ولا تشبيه ولا تعطيل. فالاستواء في قوله تعالى: ﴿ٱلرَّحْمَٰنُ عَلَى ٱلْعَرْشِ ٱسْتَوَىٰ﴾ [طه: ٥] استواء يليق بذاته تعالى لا نعلم حقيقته، لأنا إذا فسرناه بقولنا: استولى؛ نكون أخطأنا؛ لأن من استولى على شيء، لا بد وأن يكون خارجاً عن يده قبل استيلائه عليه، كما يشير إليه قول الشاعر:
قـد استـولـى بِشْـرٌ علـى العـراقِ مـن غيـر سيـفٍ أو دمٍ مهْـراقِ
ومعناه أن بشراً استولى على العراق، واستخلصها من يد غيره، بدون سلّ سيف، أو إراقة دم. وتعالى الله عن أن يكون استولى على ملكه بهذه الصفة؛ ومثله يقال في السميع والبصير وأشباههما: أن الله أثبت لنفسه صفة السمع والبصر والكلام، وأخبرنا في كتابه العزيز بأنه متصف بذلك، ولكننا لا نعلم حقيقة تلك الصفات. وليس يجب علينا إلا أن نؤمن بها، ونترك علمها إلى المتصف بها. . .»
„Der Hafiz adh-Dhahabi sagte: Der Stifter der Rawahiyya-Schule hat denen, die dort als Rechtsgelehrte und Lehrer wirken, schwierige Bedingungen auferlegt, von denen man nicht einmal einen Teil erfüllen kann. Adh-Dhahabi hat diese Bedingungen nicht dargelegt. Dann sagte er: Und er machte es zur Bedingung, dass weder ein Jude noch ein Christ noch ein haschwitischer Hanbalit seine Schule betreten darf. Ende des Zitats.
Seine Bedingung, dass Juden und Christen seine Schule nicht betreten, hat einen nachvollziehbaren Grund. Seine Bedingung aber, dass kein haschwitischer Hanbalit sie betritt, ist nicht nachvollziehbar, denn die Hanbaliten sind nicht mit dieser Eigenschaft beschrieben. Dies gehört zu dem aus Unwissenheit entstandenen Fanatismus und zu dem Bestreben, den Zusammenhalt dieser muhammadischen Gemeinschaft zu zerstreuen. Möglicherweise meinte er mit den Haschwiyya diejenigen, die die Verse über die Eigenschaften lesen und sagen: Wir lassen sie so durchgehen, wie sie gekommen sind, und überlassen ihre Deutung Allah, dem Erhabenen, ohne Umdeutung, ohne Vergleich und ohne Entleerung. Das Istiwa (Sich-Erheben) in Seinem Wort, des Erhabenen: ‚Der Allerbarmer hat sich über den Thron erhoben' [Ta-Ha: 5] ist ein Istiwa, das Seinem Wesen gebührt und dessen Wirklichkeit wir nicht kennen. Denn wenn wir es mit unserem Wort ‚istawla' (er hat die Herrschaft ergriffen) auslegen, irren wir uns; wer nämlich die Herrschaft über etwas ergreift, muss es vor dem Ergreifen außerhalb seiner Hand gehabt haben, worauf auch das Wort des Dichters hinweist:
Bischr hat den Irak in Besitz genommen, ohne Schwert und ohne vergossenes Blut.
Es bedeutet, dass Bischr den Irak in seine Gewalt brachte und ihn der Hand eines anderen entriss, ohne ein Schwert zu ziehen oder Blut zu vergießen. Allah ist erhaben darüber, dass Er die Herrschaft über Sein Reich auf diese Weise ergriffen hätte. Ebenso sagt man es über das Hörende und das Sehende und Ähnliches: Allah hat sich selbst die Eigenschaft des Hörens, des Sehens und des Sprechens zugeschrieben und uns in Seinem erhabenen Buch mitgeteilt, dass Er damit beschrieben ist; wir aber kennen die Wirklichkeit dieser Eigenschaften nicht. Uns obliegt nur, an sie zu glauben und das Wissen darüber dem zu überlassen, der damit beschrieben ist …"
1 „Munadamat al-Atlal", S. 100–101.
Dies ist eine Seite seines Glaubens. Es gibt aber eine weitere Seite, die an Bedeutung nicht geringer ist, nämlich die Absage an Aberglauben und verwerfliche Neuerungen der Sufis, die Wunder (Karamat) erfinden und sie von ihren Obersten (Aqtab) überliefern.
Dazu gehört sein Wort – Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner:
«. . . أقول: إن نقل الكرامات أصبح أمراً عسيراً لأن أصحاب الرجل يستعملون الغلوّ دائماً، والأخبار تحتمل الصدق والكذب.
وكثيراً ما أرى كرامة لرجل قد نسبها له المتأخرون، ثُمَّ أراها بعينها في ترجمة من قبله ومَن قبله.
وتارة ينقل المترجم الكرامة ولا يتفطن لمناقضتها الشرع والعقل، وأنا أضرب لك مثالاً ليتضح به المرام، وهو ما حكاه ابن خلكان وصاحب «شذرات الذهب» عن الشيخ يونس، ذلك أن ابن خلكان قال: سألت رجلاً من أصحابه عنه، فقال: كنا مسافرين والشيخ يونس معنا، فنزلنا في الطريق بين سنجار وعانة وهي مخوفة، فلم يقدر واحد منا أن ينام من شدة الخوف، ونام الشيخ يونس، فلما انتبه قلنا: كيف قدرت تنام؟ فقال: والله ما نمت حتى جاء إسماعيل بن إبراهيم ــ عليهما السلام ــ وتدرك القُفْل، ودخلنا سالمين ببركة الشيخ يونس.
فانظر أولاً إلى المتكلم، ولو حملناه على محمل حسن وقلنا: إنه صادق، فهل يليق به أن يجعل سيدنا إسماعيل أو والده الخليل ــ عليهما الصلاة والسلام ــ حارسين عنده لينام نوماً هنيئاً وهما ساهران كالأجير الذي يأخذ أُجرته، ويدافع عن مال سيده؟! وهب أن الأمر صحيح، فكيف جاز له الاتكال على غير الله سبحانه وتعالى؟! نعم! لو قال: إني قبل نومي دعوت الله تعالى، وفوّضت أمري وأمر القافلة إليه، لكان كلامه مقبولاً! ثُمَّ ليت شعري هل ذلك الراوي صادق فيما نقله، أَو هو عدل مرضي الشهادة أم لا؟، مع أن رواة الحديث لا نصدقهم حتى تتحقق لنا عدالتهم، ونعلم صدقهم! فكيف نجيز قبول خبر واحد مجهول الحال؟! تالله ما هذا إلا هذيان، وعدم تمكن من العلم الصحيح! . . .»
„… Ich sage: Die Überlieferung von Wundern ist zu einer schwierigen Angelegenheit geworden, denn die Anhänger eines Mannes gebrauchen stets Übertreibung, und Berichte können wahr oder falsch sein.
Oft sehe ich ein Wunder, das die Späteren einem Mann zugeschrieben haben, und sehe es dann genau so in der Lebensbeschreibung dessen, der vor ihm lebte, und dessen, der noch vor diesem lebte.
Manchmal überliefert der Biograf ein Wunder und merkt nicht, dass es Scharia und Verstand widerspricht. Ich gebe dir ein Beispiel, damit das Gemeinte deutlich wird: nämlich das, was Ibn Challikan und der Verfasser von „Schadharat adh-Dhahab" über Scheich Yunus berichten. Ibn Challikan sagt: Ich fragte einen Mann aus dem Kreis seiner Gefährten nach ihm, und er sagte: Wir waren auf Reisen, und Scheich Yunus war bei uns. Wir machten auf dem Weg zwischen Sindschar und ʿAna Rast, und er ist gefährlich. Keiner von uns konnte vor lauter Angst schlafen, Scheich Yunus aber schlief. Als er erwachte, sagten wir: Wie konntest du schlafen? Er sagte: Bei Allah, ich schlief nicht eher, als bis Ismail, der Sohn Ibrahims – Friede auf ihnen beiden –, kam und sich der Karawane annahm. So gelangten wir wohlbehalten an durch den Segen von Scheich Yunus.
Betrachte nun zuerst den Sprecher. Und selbst wenn wir ihn wohlwollend deuten und sagen, er sei aufrichtig: Geziemt es sich für ihn, unseren Herrn Ismail oder dessen Vater, den Freund Allahs (al-Khalil) – Segen und Friede auf ihnen beiden –, zu seinen Wächtern zu machen, damit er sorglos schläft, während die beiden wach bleiben wie ein Tagelöhner, der seinen Lohn nimmt und das Vermögen seines Herrn verteidigt?! Und angenommen, die Sache wäre richtig – wie war es ihm erlaubt, sich auf jemand anderen als Allah, Preis Ihm, dem Erhabenen, zu verlassen?! Ja! Hätte er gesagt: Vor meinem Schlaf habe ich Allah, den Erhabenen, angerufen und meine Angelegenheit und die der Karawane Ihm anvertraut, so wäre seine Rede annehmbar gewesen! Und dann – wüsste ich doch nur – ist jener Überlieferer in dem, was er überliefert hat, aufrichtig, oder ist er ein redlicher Mann, dessen Zeugnis man billigt, oder nicht? Dabei glauben wir selbst den Überlieferern des Hadith nicht, bis uns ihre Redlichkeit feststeht und wir ihre Aufrichtigkeit kennen! Wie sollten wir da die Annahme der Nachricht eines Einzelnen von unbekanntem Zustand gutheißen?! Bei Allah, dies ist nichts als Wahngerede und ein Mangel an gesundem Wissen! …"
1 „Munadamat al-Atlal", S. 314.
2 „Muntakhabat at-Tawarikh li-Dimaschq" (2/763).
3 Ein Holzstück mit zwei Löchern, durch die ein Seil gezogen und dessen beide Enden verknotet werden. Dann wird der Fuß dessen hineingelegt, den man bestrafen will; anschließend wird das Holz gedreht, und die Füße werden mit dem Stock oder der Rute geschlagen. „Mausuʿat Halab al-Muqarana" von al-Asadi (6/95).
Muhammad Taqi ad-Din al-Hisni sagte: „Er war Salafit im Glauben …", und dann sagte er: „Einer der Literaten sagte bei der Niederschrift über seinen Tod in den Zeitungen, er sei ein überaus heftiger Gegner der Männer der Haschwiyya gewesen, die diese leichte Religion mit Aberglauben und Albernheiten gefüllt haben, von denen er frei ist, bis sie ihn beschuldigten, ein Zindiq oder ein Wahhabit zu sein – wie der Wahhabismus zur Zeit des Sultans Abdulhamid eine Sünde war, mit der jeder beworfen wurde, dem Allah einen Anteil an Weisheit und Weitblick gegeben hatte …"
Und der Historiker Khair ad-Din az-Ziriklı sagte: „Er war Salafit im Glauben …"
Der große Literat Scheich Ali at-Tantawi – Allah gebe ihm reichen Lohn und Vergeltung – erzählte mir, als ich ihn nach dem Gelehrten Ibn Badran fragte: „Die Wahhabiten galten als schwere, furchterregende Beschuldigung, und man warnte uns davor, mit ihnen zusammenzukommen. Einmal blieb ich im Kreis Ibn Badrans, des bekannten hanbalitischen Gelehrten, stehen, und es gab dort Studenten, die über die Märkte gingen. Sie sahen mich im Kreis Ibn Badrans und erstatteten den Scheichs Bericht über mich; da wurde ich mit der Falaqa3 an meinen Füßen geschlagen."
Ich sage: Der Grund dafür war, dass Ibn Badran auf dem Weg der Altvorderen war – Allah erbarme sich ihrer –, und möge für ihn Lohn und Vergeltung aufgeschrieben sein.
Was seine Rechtsschule betrifft, so sagte Muhammad ibn Said al-Hanbali:
«. . . وكان شافعياً، ثُمَّ تحنبل. وسبب ذلك ــ كما قاله بعض الخواص عنه ــ : كنتُ في أوَّلِ عُمري ملازماً لِمذْهبِ الإمامِ الشَّافعيِّ رحمه الله، سالكاً فيه سبيل التقليد، ثُمَّ مَنَّ الله عليَّ فحببَ إليَّ الاطلاع على كتب التفسير والحديث وشروحها، وأمهات كتب المذاهب الأربعة، وعلى مصنفات شيخ الإسْلَامِ وتلميذه الحافظ ابن القيم، وعلى كتب الحنابلة، فما هو إلا أن فَتَحَ الله بَصيرَتي وهَدَاني للبحث عن الحق من غير تحزُّبٍ لِمَذْهَبٍ دون مذهب، فرأيت أن مذهب الحنابلة أشدّ تمسكاً بمنطوق الكتاب العزيز والسّنّة المطهرة ومفهومهما، فكنت حَنْبَلِياً من ذلك الوقت»
„… Er war Schafiit, dann wurde er Hanbalit. Der Grund dafür war – wie einige seiner Vertrauten es von ihm berichteten: Zu Beginn meines Lebens hielt ich mich an die Rechtsschule des Imams asch-Schafiʿi – Allah erbarme sich seiner – und folgte darin dem Weg der Nachahmung. Dann erwies Allah mir Gnade und ließ mich die Beschäftigung mit den Büchern der Koranauslegung und des Hadith samt ihren Kommentaren, mit den Grundwerken der vier Rechtsschulen, mit den Schriften des Schaikh al-Islam und seines Schülers, des Hafiz Ibn al-Qayyim, und mit den Büchern der Hanbaliten lieben. Da öffnete Allah meinen Blick und leitete mich dazu, nach der Wahrheit zu suchen, ohne einer Rechtsschule vor einer anderen anzuhängen. Ich sah, dass die Rechtsschule der Hanbaliten am festesten am Wortlaut und Sinn des edlen Buches und der reinen Sunna festhält, und so war ich von jener Zeit an Hanbalit."
Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner: Er diente der hanbalitischen Rechtsschule, und seine Bücher waren ein ehrenvoller Dienst an ihr durch ein wertvolles Werk, nämlich „al-Madchal ila madhhab al-Imam Ahmad ibn Hanbal". Wer immer sich mit der hanbalitischen Rechtsschule befasst hat, hat Nutzen daraus gezogen. Wie auch nicht, hat Ibn Badran in diesem Buch doch über die Bücher der Hanbaliten und ihre Verfasser gesprochen, sie beschrieben und die Beschreibung eines Kundigen gegeben, der sie in der Tiefe kennt, neben anderem von den Zwecken, um derentwillen das Buch verfasst wurde.2 Ebenso brachte er sein tiefes Bedauern zum Ausdruck über das Schwinden dieser Rechtsschule in seinem Land. Er sagte: „… obwohl Monate, ja Jahre über mich vergehen und ich niemanden sehe, der mich nach einer Frage in der Rechtsschule des Imams Ahmad fragt, da ihre Anhänger in unserem Land ausgestorben sind und ihr Schatten dort geschrumpft ist …"3
1 Ein Abriss der Lebensbeschreibung Ibn Badrans am Ende von „al-Madchal", S. (alif).
2 Siehe S. 47 von „al-Madchal".
3 „al-Madchal" von ihm, S. 423.
Seine Liebe zu den Leuten von Nadschd und seine Beziehung zu ihnen
Das salafitische Glaubensbekenntnis und der reine Eintauhid haben Ibn Badran und seine Brüder aus Nadschd zusammengeführt, ebenso wie ihre Unterstützung für diesen Weg und seine Verbreitung Ibn Badran, Allah erbarme sich seiner, erfreut hat. Und es gibt eine weitere Sache, nämlich ihre Sorge um die Rechtslehre des Imams Ahmad ibn Hanbal – Allah erbarme sich seiner – und die Verbreitung seiner Bücher.
Ibn Badran sagt, als er das Buch „Mukhtasar asch-Scharh al-Kabir wa-l-Insaf" des erneuernden Imams Muhammad ibn Abd al-Wahhab – Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner – erwähnte, nachdem er den Scheich und seine Schüler erwähnt hatte:
«. . . ولما امتلأ وطابه من الآثار وعلم السُّنة، وبَرَعَ في مذهب أحمد، أخذ ينصر الحق، ويحارب البدع، ويقاومُ ما أدخله الجاهلون في هذا الدِّين الحنيفي والشريعة السمحاء. وأعانه قوم، وأخلصوا العبادة لله وحده على طريقته التي هي إقامة التوحيد الخالص، والدعاية إليه وإخلاص الوحدانية والعبادة كلها بسائر أنواعها لخالق الخلق وحده، فحبا إلى معارضته أقوامٌ ألفوا الجمودَ على ما كان عليه الآباء، وتدرَّعوا بالكسل عن طلب الحق، وهم لا يزالون إلى اليوم يضربون على ذلك الوتر، وجنودُ الحقِّ تكافحهم فلا تبقي منهم ولا تذر، وما أحقهم بقول القائل:
كناطِح صخـرة يـومـاً ليُـوهِنَهـا فلـم يَضِـرْهـا وأعْيـا قـرنَـه الـوعـلُ
ولم يزل مثابراً على الدعوة إلى دين الله تعالى حتى توفاه الله تعالى سنة ست ومئتين وألف. . .»
„… Als sein Schlauch mit den Überlieferungen und dem Wissen der Sunna gefüllt war und er in der Rechtsschule Ahmads hervorragte, begann er, der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen, die Neuerungen zu bekämpfen und dem entgegenzutreten, was die Unwissenden in diese lautere Religion und die milde Scharia hineingebracht hatten. Leute halfen ihm, und sie widmeten die Anbetung Allah allein, auf seinem Weg, der darin besteht, den reinen Eintauhid aufzurichten, zu ihm zu rufen und die Einheit und die gesamte Anbetung in all ihren Arten dem Schöpfer der Schöpfung allein reinen Herzens zu weihen. Doch Völker, die an dem Erstarren in dem, worauf die Väter gewesen waren, Gefallen gefunden hatten, widersetzten sich ihm und hüllten sich in Trägheit gegenüber der Suche nach der Wahrheit. Sie schlagen bis heute auf diese Saite, während die Heerscharen der Wahrheit sie bekämpfen und von ihnen weder etwas übrig lassen noch zurücklassen. Wie passend ist für sie das Wort des Dichters:
Wie einer, der eines Tages einen Felsen rammt, um ihn zu schwächen: Er schadet ihm nicht, und der Steinbock hat sein Horn erschöpft.
Und er hörte nicht auf, beharrlich zur Religion Allahs, des Erhabenen, zu rufen, bis Allah, der Erhabene, ihn im Jahr 1206 abberief …"
4 „al-Madchal", S. 446–447.
Als er die berühmten Bücher der hanbalitischen Rechtsschule erwähnte und die Vorgehensweise einiger davon darlegte, sagte er:
«... ولولا أملي بنفع سكان جزيرة العرب من الحنابلة لما حركت ــ فيما رأيت من الفَوائد ــ قلماً، ولا خاطبت رسماً منها ولا طللاً، ولكن إنما الأعمال بالنيات، والله مطلع على السرائر. نعم إن كثيراً من سكان الجزيرة وخصوصاً أهل نجد ــ أكثر الله من أمثالهم ــ يبذلون الآن النفيسَ والنفيسَ بطبع كتب هذا المذهب، ويُحيون رفاة الكتب المندرسة منه، فأحببتُ مشاركتهم في هذا الأجر، وأقدمتُ على ذكر الكتب المشهورة، لينتبه أهل الخير إليها، فيبرزونها مطبوعة طبعاً حسناً، لينتفع بها أهل هذا المذهب وغيرهم، كما هي عادتهم في عمل الخير ...»2
„… Und wäre nicht meine Hoffnung auf den Nutzen der Bewohner der Arabischen Halbinsel unter den Hanbaliten, hätte sich – bei dem Nutzen, den ich sehe – keine Feder von mir geregt, und ich hätte weder Spur noch Ruine davon angesprochen; doch die Taten gelten nur nach den Absichten, und Gott kennt das Verborgene. Ja, viele Bewohner der Halbinsel, besonders die Leute von Nadschd – Gott mehre ihresgleichen –, wenden jetzt Kostbarstes für den Druck der Bücher dieser Rechtsschule auf und beleben die verfallenen Überreste ihrer verschwundenen Bücher. So wollte ich an diesem Lohn mit ihnen teilhaben und ging daran, die berühmten Bücher zu nennen, damit die Menschen des Guten darauf aufmerksam werden und sie in schöner Druckausgabe herausbringen, auf dass die Anhänger dieser Rechtsschule und andere daraus Nutzen ziehen, wie es ihre Gewohnheit im guten Werk ist …“2
2 „Al-Madchal“, S. 423, 424.
Und er sagte auch:
«فَمِن ثَمَّ تَقَلَّص ظله ــ أي مذهب الحَنابلة ــ من بلادنا السورية وخصوصاً دمشق إلاَّ قليلاً، وأشرق نورُهُ في البلاد النجدية من جزيرة العرب، وهبَّ قوم كرام منهم لطبع كتبه، وأنفقوا الأموال الطائِلة لإحياء هذا المذهب لا يطلبون بذلك إلا وجه الله تعالى، ولا يقصدون إلا إحياء مذهب السلف، وما كان عليه الصحابة والتابعون. فجزاهم الله خيراً وأحسن إليهم»1.
„Daher schwand sein Schatten – gemeint ist die hanbalitische Rechtsschule – aus unseren syrischen Ländern, besonders aus Damaskus, bis auf wenige Reste, und sein Licht ging in den nadschdischen Ländern der Arabischen Halbinsel auf. Edle Männer von ihnen erhoben sich, um seine Bücher zu drucken, und gaben gewaltige Summen aus, um diese Rechtsschule zu beleben. Sie erstreben damit nichts als das Angesicht Gottes, des Erhabenen, und beabsichtigen nur die Wiederbelebung der Rechtsschule der Altvorderen und dessen, worauf die Gefährten und die Nachfolger standen. Gott vergelte ihnen mit Gutem und erweise ihnen Gutes.“1
Es wird erwähnt, dass einige der Vortrefflichen unter ihnen ihn besuchten und von ihm verlangten, dass er „Raudat an-Nazir“ von Ibn Qudama erkläre, und er kam ihrem Wunsch nach. Nach Ausführungen über die Grundlagen sagte er:
«... إلى أن زارني جماعة من أفاضل الحنابلة النجديين وطلبوا مني أن أختار لهم كتاباً في أصول مذهب إمام الأئمة وناصر السُنة، الإمام المبجل، والحبر المفضل، الإمام أحمد بن محمد بن حنبل رضي الله عنه وأرضاه وجعل الجنة منقلبه ومثواه؛ ليشتغل به طلاب هذا الفن، فأرشدتهم إلى كتاب «روضة الناظر وجنة المناظر» لأحد الأئمة الأعلام، الفقيه الأُصولي المحقق الزاهد موفق الدِّين عبد الله بن أحمد بن محمد بن قدامة المقدسي الأصل ثُمَّ الدِّمشقي الصَّالحي الحَنْبَلِيّ؛ لما هو متصف به مع اختصاره من النفع الجزيل والفوائِد الكثيرة. ثُمَّ إنهم بعد أن قَبِلوا اختياره ألحوا بأن أكتب عليه ما عساه يكشف ما يشكل من مطالبه ويذلل ما يستعصى فهمه على طالبه، فأجبت مقترحهم مستعيناً بالله تعالى، وأخذت بكتابة تعليقات عليه تقرب ما نأى من المطالب وتفتح باب تلك الروضة لكل طالب...»2.
„… bis mich eine Gruppe der vortrefflichen nadschdischen Hanbaliten besuchte und von mir verlangte, ihnen ein Buch über die Grundlagen der Rechtsschule des Imams der Imame und Helfers der Sunna, des hochverehrten Imams, des überragenden Gelehrten, des Imams Ahmad ibn Muhammad ibn Hanbal – Gott habe Wohlgefallen an ihm, stelle ihn zufrieden und mache das Paradies zu seinem Aufenthalt und Ruheort – auszuwählen, damit sich die Studenten dieses Fachs damit befassen. Da verwies ich sie auf das Buch „Raudat an-Nazir wa-Dschannat al-Manazir“ eines der herausragenden Imame, des Rechtsgelehrten, Usul-Gelehrten, verlässlichen Forschers und Asketen Muwaffaq ad-Din Abdullah ibn Ahmad ibn Muhammad ibn Qudama, der ursprünglich aus Jerusalem stammte, dann aber Damaszener, Salihi und Hanbalit war, wegen dessen, was es auszeichnet: bei aller Kürze großer Nutzen und viele Vorzüge. Nachdem sie meine Wahl angenommen hatten, drängten sie darauf, dass ich dazu schreibe, was die Unklarheiten seiner Anliegen aufklären und das, was dem Studenten schwer zu verstehen ist, erleichtern könnte. Ich folgte ihrem Vorschlag im Vertrauen auf die Hilfe Gottes, des Erhabenen, und begann, Anmerkungen dazu zu schreiben, die das Entlegene der Anliegen nahebringen und das Tor dieses Gartens für jeden Studenten öffnen …“2
Ebenso verfasste er – Gott erbarme sich seiner –, als er ihr Interesse an den Erbteilen sah, sein Buch „Al-Badraniyya, Kommentar zum Lehrgedicht al-Fardiyya“, und es wurde auf Kosten von Muhammad ibn Abdullah al-Qar'awi gedruckt.
1 „Al-Madchal“, S. 45; siehe auch seine Einleitung zur Randglosse von „Achsar al-Muchtasarat“, S. 75.
2 „Nuzhat al-Chatir al-Atir bi-Scharh Raudat an-Nazir“ (1/9, 10).
Ebenso war König Abd al-Aziz ibn Saud ihm vertraut und stützte sich bei der Bekämpfung der Neuerungen auf ihn. Er war Mufti der hidschasischen Gebiete in Syrien1, und König Abd al-Aziz ordnete an, den Kommentar Ibn Badrans zur „Raudat“ auf seine Kosten zu drucken, und zwar im Jahr 1342 n. H.
Seine Beziehung zu den Gelehrten Kuwaits:
Die Beziehungen des Gelehrten Ibn Badran reichten bis auf die Arabische Halbinsel: Er stand in enger Verbindung mit dem gelehrten Scheich Abdullah ibn Khalaf ibn Dihyan, diesem ehrwürdigen Gelehrten. Zwischen beiden bestanden Zuneigung und eine feste Verbindung aus wissenschaftlichem Briefwechsel und rechtswissenschaftlichen Gesprächen, bis es dahin kam, dass Ibn Badran ein eigenständiges Werk als Antwort auf Fragen Ibn Dihyans, des Gelehrten Kuwaits, verfasste2. Ebenso gibt es zwischen ihnen herzliche Briefe, die den Gelehrten Ibn Badran dazu veranlassten, dem Scheich Abdullah ibn Dihyan zu sagen: „Ich bitte euch, die Korrespondenz zwischen uns nicht abzubrechen“3. Auch habe ich mehr als einen Brief von Ibn Dihyan an den Sohn seiner Schwester, Ahmad al-Chamis, gefunden, in dem er den Eingang der Briefe Ibn Badrans bei ihm und seine Freude darüber erwähnt. Gott erbarme sich aller.
Klage über die Menschen seiner Zeit und ihr Vorgehen gegen ihn:
Ibn Badran wurde von den Menschen seiner Zeit heimgesucht, angefangen bei den Leuten seiner Heimatstadt Duma, aus der ihre Bewohner ihn vertrieben, nachdem er von seiner Reise nach Europa und Marokko zu ihr zurückgekehrt war. Er sagte dazu im Namen von Damaskus im Buch „Munadamat al-Atlal“:
«... ثُمَّ لَجَجْتَ في الهجر قافِلاً إلى دوماك، جُرْثومة الهمجية، العَريقة ببُغضِ الحكماء والعُلَماء(٤)! فَذُقْتَ بها ألَم التَّعدي والحسد، وأضنى حُمُرُها المستنفِرَةُ منك العقل والجسد، وتَألَّبَ أولئك المتوحِّشون عليك يُريدون أن يُطفئوا نور الحكمة الذي أطْلَعه اللَّهُ في فؤادك ببغيهم وحسدهم... قلبوا لك ظَهرَ المِجَنّ، ورَموك بالإفك ليسوّوا لك المِحَن...»(١).
„… Dann verharrtest du in der Abkehr und kehrtest heim zu deinem Duma, dem Keim der Barbarei, alteingesessen im Hass auf die Weisen und Gelehrten4! Da hast du dort den Schmerz der Übergriffe und des Neides gekostet, und ihre vor dir aufgescheuchten Esel zehrten an Verstand und Körper, und jene Wilden rotteten sich gegen dich zusammen und wollten das Licht der Weisheit, das Gott in deinem Herzen aufgehen ließ, durch ihre Gewalttat und ihren Neid auslöschen … Sie kehrten dir die Rückseite des Schildes zu und bezichtigten dich der Verleumdung, um dir Prüfungen zu bereiten …“1
1 „A'lam al-adab wa-l-fann“ von Adham al-Dschundi (1/225) und „Tarich Duma“, S. 104.
2 Dazu folgt, so Gott will, mehr bei der Nennung der Werke Ibn Badrans, S. 50.
3 „Allama al-Kuwait asch-Schaich Abdullah ad-Dihyan“ von dessen Verfasser, S. 113 und 190.
4 Vielleicht deutet er damit auf das hin, was die Leute von Duma seinem Lehrer, dem berühmten Gelehrten Muhammad ibn Uthman, bekannt als Chatib Duma, antaten. Dschamil asch-Schatti sagte in „Muchtasar Tabaqat al-Hanabila“, S. 169, nachdem er ihn biographisch behandelt hat: „… Er hörte nicht auf, zu lesen und zu nützen, bis ihm eine gewaltige Prüfung von den Bewohnern seiner Stadt widerfuhr; sie fügten ihm Leid zu und redeten über ihn in einer Weise, die der Stellung des Wissens nicht ansteht. Da zog er nach Damaskus, ließ sich dort nieder, verließ Duma, und Gott ließ seine Feinde im Stich …“
Zu den Gründen, derentwegen er vertrieben wurde, und zwar zu den gewichtigsten, gehört, was Fachri al-Barudi2 in seinen Erinnerungen3 erwähnt, wo er sagt:
«... الشيخ عبد القادر بدران، أحد علماء قصبة دوما الفقهاء على المذهب الحَنْبَلِيّ، وهو من العلماء المجددين. وكان لسانه سليطاً جريئاً لا يهاب أحداً، فوقعت مرة مشادة بينه وبين رئيس بلدية دوما صالح طه، وتبادلا الهجاء، وعلى الإثر استصدر طه من الوالي أمراً بإبعاد الشيخ بدران عن دوما، فانتقل إلى دمشق، وحَلَّ ضيفاً علينا في بيتنا، مدة سنتين ونصف، حتَّى انتهت مدة نفيه...».
„… Scheich Abd al-Qadir Badran, einer der Gelehrten der Stadt Duma, der Rechtsgelehrten der hanbalitischen Rechtsschule, und er ist einer der erneuernden Gelehrten. Seine Zunge war scharf und kühn, er scheute niemanden. Einmal kam es zu einem Streit zwischen ihm und dem Bürgermeister von Duma, Salih Taha, und sie tauschten Schmähverse aus. Daraufhin erwirkte Taha vom Gouverneur einen Befehl, Scheich Badran aus Duma auszuweisen. So zog er nach Damaskus um und war zweieinhalb Jahre lang Gast bei uns in unserem Haus, bis die Dauer seiner Verbannung endete …“
Ebenso beklagte sich Ibn Badran über die anmaßenden Scheingelehrten seiner Zeit und sagte:
«ومما ابتدع في زماننا أنهم يجمعون أهل العمائم، فينتخبون مفتياً، ويسمونه رئيس العلماء، ثُمَّ تقرره الحكومة مفتياً، ويحصرون الفتوى فيه، فكثيراً ما ينال هذا المنصبَ الجاهلُ الغمرُ الذي لو عُرضت عليه عبارةُ بعض كتب الفروع ما عرف لها قبيلاً مِن دَبير، فنسأل الله حسن العاقبة.
على أن اختصاصَ واحدٍ بمنصب الإفتاء ــ لا يقبل الحاكم الفتوى إلاَّ منه ــ لم يكن معروفاً في القرون الأولى، وإنما كان الإفتاء موكولاً إلى العلماء الأعلام، واستمر ذلك إلى أن دخل السلطان سليم العثماني دمشق سنة اثنتين وعشرين وتسع مئة من الهجرة، وامتلكها، فرأى كثرة المشاغبات بين المدعين للعلم، خصص إفتاء كل مذهب برجل من علمائه الأفاضل قطعاً للمشاغبات، ثُمَّ طال الزمن فتولَّى هذا المنصبَ الجليل كثيرٌ ممن لا يدري ما الأصولُ وما هي الفروعُ، فوُسِّدَ الأمر إلى غير أهله، وأُعطي القوس غير باريها»(١).
„Zu dem, was in unserer Zeit neu erfunden wurde, gehört, dass sie die Turbanträger versammeln, daraus einen Mufti wählen und ihn „Oberhaupt der Gelehrten“ nennen; dann bestätigt die Regierung ihn als Mufti, und sie beschränken das Fatwa-Geben auf ihn. Oft erlangt dieses Amt der unwissende Tor, der, würde ihm eine Formulierung aus einigen Büchern der Einzelfälle vorgelegt, nicht einmal Vorder- von Rückseite zu unterscheiden wüsste. So bitten wir Gott um ein gutes Ende.
Dabei war die Beschränkung des Fatwa-Amtes auf eine einzige Person – der Herrscher nimmt Rechtsgutachten nur von ihm an – in den ersten Jahrhunderten nicht bekannt; vielmehr war das Fatwa-Geben den hervorragenden Gelehrten anvertraut. Das blieb so, bis der osmanische Sultan Salim im Jahr 922 n. H. in Damaskus einzog und es in Besitz nahm. Da sah er die Fülle der Streitigkeiten unter den Wissensprätendenten und beschränkte das Fatwa-Geben jeder Rechtsschule auf einen Mann aus ihren trefflichen Gelehrten, um den Streitigkeiten ein Ende zu setzen. Dann, mit der Länge der Zeit, übernahmen dieses ehrwürdige Amt viele, die nicht wissen, was die Grundlagen und was die Einzelfälle sind. So wurde die Angelegenheit Nichtberufenen anvertraut, und der Bogen wurde einem gegeben, der ihn nicht zu fertigen versteht.“1
1 „Munadamat al-Atlal“, S. 2.
2 Er ist Fachri ibn as-Sayyid Mahmud al-Barudi, geboren im Jahr 1889 n. Chr. in der Stadt Damaskus. Siehe seine Biographie im Buch „Man huwa fi Suriya“, S. 82, 83.
3 Gedruckt in Beirut im Jahr 1951 n. Chr., S. 34.
Und er sagte über diese Art ebenfalls:
«... لا سيما في زماننا هذا الذي صار فيه العلم جداول بلا ماء، وخلافاً بلا ثمر، عمائم كالأبراج، وأكمام كالأخراج، والعلم عند الله تعالى»(٢).
„… besonders in dieser unserer Zeit, in der das Wissen zu Bächen ohne Wasser wurde, zu Meinungsverschiedenheiten ohne Frucht, zu Turbanen wie Türmen und Ärmeln wie Säcken. Und das Wissen ist bei Gott, dem Erhabenen.“2
Was ihren Neid auf ihn betrifft, so hat Ibn Badran ihn mehr als einmal erwähnt, darunter seine Worte, als er den „Scharh ar-Raudat“ verfasste:
«ثُمَّ إني مارست هذا الكتاب منفرداً عن كثرة المواد، والخل الصادق المواد، مع ترادف بلايا ومحن، وحسد حتَّى على الوجود في هذا الكون، واندراس العلم وقبض العلماء»(٣).
„Dann habe ich mich mit diesem Buch befasst, allein, ohne Fülle an Materialien und ohne einen Freund aufrichtiger Zuneigung, bei zugleich aufeinanderfolgenden Unheilen und Prüfungen, und man beneidete mich sogar um das Dasein in diesem Universum, beim Verschwinden des Wissens und dem Dahinscheiden der Gelehrten.“3
Das war die Lage Ibn Badrans mit den Leuten seiner Stadt und seiner Zeit, und das rührt nur von der Fremdheit der Wahrheit unter ihnen her. Gott ist es, bei dem man Hilfe sucht.
Seine Eigenschaften und das Lob der Gelehrten für ihn:
Jeder gerechte Gelehrte, der seinen Rang und sein Verdienst kannte, lobte Ibn Badran. Der Gelehrte Chair ad-Din az-Zirikli sagte:
«فقيهٌ أُصوليٌّ حَنْبَلِيٌّ، عارف بالأدب والتاريخ... حَسَنَ المحاضرة، كارهاً للمظاهر، قانعاً بالكفاف، لا يعنى بملبس أو بمأكل، يصبغ لحيته بالحناءِ، وربما ظَهَر أثر الصبغ على أطراف عمامته. ضَعُفَ بصره قبل الكهولة، وفَلج في أعوامه الأخيرة. ولي إفتاء الحنابلة»(١).
„Rechtsgelehrter, Usul-Gelehrter, Hanbalit, kundig in Literatur und Geschichte … von schöner Vortragsweise, abgeneigt gegen Äußerlichkeiten, genügsam mit dem Notwendigen; er kümmerte sich nicht um Kleidung oder Speise, färbte seinen Bart mit Henna, und manchmal zeigte sich die Farbspur an den Enden seines Turbans. Sein Augenlicht ließ vor dem mittleren Alter nach, und in seinen letzten Jahren wurde er gelähmt. Er übernahm das Amt des Muftis der Hanbaliten.“1
1 „Al-Madchal“, S. 391.
2 „Al-Uqud al-Yaqutiyya“, S. 106.
3 „Nuzhat al-Chatir al-Atir“ (2/472).
Und der Gelehrte Adham al-Dschundi sagte:
«وبرع ــ أي ابن بدران ــ في سائر العلوم العقليةِ والأدبيةِ والرياضيةِ، وتبحَّرَ في الفقهِ والنَّحو، فكان رحمه الله علماً من الأعلام».
„Er zeichnete sich – gemeint ist Ibn Badran – in allen rationalen, literarischen und mathematischen Wissenschaften aus und drang tief in Fiqh und Grammatik ein; so war er – Gott erbarme sich seiner – eines der herausragenden Gelehrten.“
Er sagte ebenfalls:
«كان شيخاً جليلاً زاهداً في حطام الدُّنيا، متقشفاً في ملبسه ومسكنه ومعيشته... كان رحمه الله ذو قرعة طويلة أمتدت إلى أسفل رقبته، أعمش العينين، شبيه الحوراني وابن الحافظ في الخلقة، يمتاز بمناقبه الحميدة»(٢).
„Er war ein ehrwürdiger Scheich, asketisch gegenüber dem Plunder der Welt, schlicht in Kleidung, Wohnung und Lebensweise … Er hatte – Gott erbarme sich seiner – eine lange kahle Stelle, die sich bis zum unteren Hals erstreckte, triefende Augen, und er ähnelte in seiner Gestalt dem Hauraner und Ibn al-Hafiz; er zeichnete sich durch seine lobenswerten Vorzüge aus.“2
Und der gelehrte Scheich Abdullah ibn Khalaf ibn Dihyan al-Hanbali – Gott, der Erhabene, erbarme sich seiner – sagte:
«العلاَّمة الشيخ عبد القادر بن أحمد بدران، مدرسُ الجامع الأموي، وشيخ الحنابلة في البلاد السورية، ومُحدِّث الشام، وأحد أعضاء الرئاسة العلمية بدمشق».
„Der Gelehrte Scheich Abd al-Qadir ibn Ahmad Badran, Lehrer an der Umayyaden-Moschee, Scheich der Hanbaliten in den syrischen Ländern, Hadith-Gelehrter von asch-Scham und eines der Mitglieder der Wissenschaftlichen Leitung in Damaskus.“
Er sagte ebenfalls:
«العلاَّمة المُحقق الشيخ عبد القادر بن أحمد بدران، خاتمة المحققين في الشام...»(٣).
„Der Gelehrte und Forscher Scheich Abd al-Qadir ibn Ahmad Badran, das Siegel der Forscher in asch-Scham …“3
Und Muhammad Taqi ad-Din al-Hisni sagte über ihn:
«وهو متضلع من العلوم العصرية والفنون الكثيرة، أُشتهر في الشِّعر والتاريخ... كان سلفي العقيدة، يُحبُّ التَّقَشُّف ويميل طبعه إلى الانفراد عن النَّاس والبعد عن الأُمراء... وله اختصاص في علم الآثار والكتب القديمة، ومعرفة أسماء الرِّجال ومؤلفاتهم من صدر الإسلام إلى اليوم»(٤).
„Er ist bewandert in vielen zeitgenössischen Wissenschaften und Künsten und wurde berühmt in Dichtung und Geschichte … Er war salafitischen Glaubens, liebte Schlichtheit, und seine Natur neigte zur Zurückgezogenheit von den Menschen und zur Distanz zu den Fürsten … Er hatte besondere Kenntnis in der Wissenschaft der Überlieferungen und alten Bücher sowie in der Kenntnis der Namen der Männer und ihrer Werke vom Anfang des Islams bis heute.“4
1 „Al-A'lam“ (4/37).
2 „A'lam al-adab wa-l-fann“ (1/224, 225).
3 „Allama al-Kuwait asch-Schaich Abdullah ad-Dihyan“, S. 83, 84.
4 „Muntachabat at-Tawarich li-Dimaschq“ (2/762, 763).
Der Gelehrte Scheich Muhammad Bahdscha al-Baitar sagte in seinen Ausführungen über seinen Lehrer Dschamal ad-Din al-Qasimi und über Ibn Badran: „Seine Beziehung – gemeint ist Ibn Badran – zu Sayyid al-Qasimi war gut. Er und unser Scheich al-Qasimi hegten große Hoffnungen und bemühten sich nach Kräften um die Erneuerung der religiös-wissenschaftlichen Bewegung in diesem Land. Darin glichen sie den Imamen der Altvorderen – Gott erbarme sich beider –: im Unterrichten der Auserwählten, im Anleiten des einfachen Volkes, im Verfassen nützlicher Bücher und im Verzicht auf die Trümmer der vergänglichen Welt.“1
Er sagte auch: „Mir wurde die Ehre zuteil, den Übersetzten – gemeint ist Ibn Badran – eines Nachts zusammen mit seinem Freund, dem bedeutenden Reisenden Ustadh Khalil al-Khalidi al-Maqdisi2, als Gast bei mir zu haben. Da begann Ustadh Badran, ihn nach dem zu fragen, was er in den Ländern des Maghreb, zumal in al-Andalus, an kostbaren handschriftlichen islamischen Büchern gesehen hatte. Ustadh al-Khalidi antwortete ihm aus dem Gedächtnis, ohne zu stocken und ohne zu zögern, als diktierte er aus einem Buch. Ich war von der Frage ebenso begeistert wie von der Antwort, die ihr in höchstem Maße gerecht wurde.“3
Der große Schriftsteller Muhibb ad-Din al-Chatib sagte in der Zeitschrift „al-Fath“, als er Ibn Badrans Tod erwähnte: „Er – gemeint ist Ibn Badran – gehörte zu den vortrefflichsten Gelehrten … Er erwarb das Wissen fünf Jahre lang bei den Scheichen und wandte sich dann der Selbstbildung zu. So gehörte er zu denen, die die Geduld aufbrachten, sich Kenntnisse in den religiösen, literarischen, rationalen und mathematischen Wissenschaften in großer Breite anzueignen. Der Rechtsschule nach war er Hanbalit …“4
1 Einleitung zu „Munadamat al-Atlal“, S. (k).
2 Es ist Scheich Khalil ibn Badr ibn Mustafa ibn Khalil al-Khalidi ad-Dairi al-Maqdisi, ein Reisender, dessen Staunen erregende Kenntnis der Handschriften und ihrer Aufbewahrungsorte bekannt war. Er war einer der Rechtsgelehrten der Hanafiten und bereiste den Maghreb und al-Andalus. Dann zog er in die Länder der Levante, wo er sich niederließ. Er starb 1360 n. d. H. in Kairo. Von ihm stammt das Werk „al-Ichtiyarat al-Khalidiya“ über die Literatur, in etwa 30 Heften. Siehe seine Biographie in: „al-A‘lam“ von az-Zirikli (2/316, 317).
3 Einleitung zu „Munadamat al-Atlal“, S. (m).
4 Zeitschrift „al-Fath“, Nr. (67), 25.4.1346 n. d. H.
Muhammad ibn Sa‘id al-‘Umani al-Hanbali sagte: „Der Scheich, der Gelehrte, der Forscher, der Koranausleger, der Hadithgelehrte, der große Usulist, der Rechtsgelehrte, der tiefgründige Kenner, der Grammatiker, der Vielseitige …“
Er sagte auch: „Er war – Gott erbarme sich seiner – ein erhabener Scheich, der sich am Weg der frommen Altvorderen orientierte, ihn verteidigte, geduldig die Kränkung der Feinde darin ertrug, frei von Parteieifer, mit Religiosität, Gottesfurcht, Keuschheit und Rechtschaffenheit, asketisch gegenüber den Trümmern der Welt und von ihr zurückgezogen …“1
Dies sind die Aussagen der Leute des Wissens und der Bildung über Ibn Badran, über die Klarheit seines Wissens und die Weite seiner Kenntnisse. Sie beschreiben ihn mit Religiosität, Rechtschaffenheit, Keuschheit und Gottesfurcht, bei seiner Abkehr von der Welt und ihren vergänglichen Trümmern.
Wenn du dies erkannt hast und dir die Wahrheit klar geworden ist, so wird dir die Nichtigkeit und das Unrecht der Äußerung des Scheichs Muhammad Dschamil asch-Schatti über diesen Imam offenbar, wenn er über ihn sagte: „ein extremistischer Gelehrter“2. Diese Haltung gegenüber Ibn Badran ist nicht verwunderlich, denn er gehört zu denen, die gegen den Aufruf, zu dem Ibn Badran einlädt, aufgebracht waren3, obwohl er einräumt, dass Ibn Badran ein Gelehrter ist. Die Worte Ibn Badrans schaden nicht, denn seine Vorzüge sind für jeden Redlichen offenkundig.
Seine Tätigkeiten und sein Wohnort
1 Ein Abriss der Biographie Ibn Badrans am Ende von „al-Madchal“, S. (a).
2 „A‘yan Dimaschq“ von Dschamil asch-Schatti, S. 345.
3 Scheich Muhammad Dschamil asch-Schatti verfasste eine Abhandlung, die weit von der Wahrheit entfernt ist, mit dem Titel: „al-Wasit bain al-Ifrat wa-t-Tafrit: Ifrat al-Haschwiya wa-Tafrit al-Wahhabiya“. Scheich Muhammad Nasif – Gott der Erhabene erbarme sich seiner – merkte auf seiner privaten Abschrift in seiner Bibliothek dazu an: „Diese Abhandlung enthält so viel Vermischung und Verwirrung, dass nichts mehr hinzuzufügen ist!!“
Als Scheich Abd al-Qadir ibn Badran in seiner Heimatstadt Duma das Unterrichten übernahm, lehrte er unter anderem einige hanbalitische Bücher, darunter „Scharh Muntaha al-Iradat“ von al-Buhuti. Ibn Badran sagt: „… Ich hielt mich um das Jahr 1314 nach dem Tausend, einige Zeit in der Ortschaft Duma bei Damaskus auf. Dort las ich diesen Kommentar vor und schrieb dazu eine Randglosse, die ich während der Lektüre verfasste; ich vollendete sie bis zum Kapitel as-Salam, in einem gewaltigen Band. Dann verließ ich Duma Richtung Damaskus, und dort fand ich niemanden, der das Wissen der Hanbaliten suchte; vielmehr ist es selten, dass dort ein Hanbalit zu finden ist …“1
Scheich Abd al-Qadir ibn Badran war Mitglied der Bildungsabteilung in Duma und wurde als Korrektor und Redakteur an der Druckerei und der Zeitung der Provinz eingesetzt2. Ebenso beteiligte er sich in osmanischer Zeit an der Redaktion der Zeitung „al-Muqtabis“3 und schrieb in den Zeitungen von Damaskus wie „al-Muschkat“, „asch-Scham“, „al-Ka’inat“ und „ar-Ra’i al-‘Amm“4. Am 9. November 1909 n. Chr., das ist das Jahr 1329 n. d. H., gründete er die Zeitschrift „Mawarid al-Hikma“5.
Dann widmete sich Scheich Abd al-Qadir dem Unterrichten und der Wissenschaft und lehrte in der Umayyaden-Moschee. Ustadh Adham Al al-Dschundi sagte: „Er verbrachte den größten Teil seines Lebens damit, unter der Adlerkuppel6 in der Umayyaden-Moschee Koranauslegung, Hadith und Rechtswissenschaft zu lehren …“7 Zu dem, was er lehrte, gehörte das Buch „‘Umdat al-Ahkam“ von al-Hafiz Abd al-Ghani al-Maqdisi – Gott erbarme sich seiner –, wo er sagt: „… Ich hatte es früher während des Studiums gelesen, und ich gehörte zu denen, die dieses Buch leidenschaftlich liebten, und ich trug es als Unterricht in der Moschee der Banu Umayya8 unter der Adlerkuppel vor …“9
1 „al-Madchal“, S. 441.
2 „Mu‘dscham al-Matbu‘at al-‘Arabiya“ (1/541).
3 „Tarich Duma“, S. 104.
4 „Madschallat al-Athar“ (4/531, 532).
5 „Tarich as-Sahafa al-‘Arabiya“ von Philippe de Tarrazi (4/42). Er nennt sie unter dem Titel: „Dscharaid ad-Daula as-Suriya, Stadt Damaskus“.
6 Der Gelehrte Scheich Abd ar-Razzaq al-Baitar erwähnte, dass er der Erste war, der unter der Adlerkuppel in der Umayyaden-Moschee lehrte, wie er es ausführlich darlegte, als er die übrigen Lehrenden dort nannte. Siehe: „Hilyat al-Baschar“ mit der Anmerkung seines Enkels Scheich Muhammad al-Baitar (1/148–167).
7 „A‘lam al-Adab wa-l-Fann“ von ihm (1/224).
8 Das heißt: die Umayyaden-Moschee.
9 „al-Madchal“, S. 470.
Der Gelehrte Muhammad Bahdscha al-Baitar – Gott der Erhabene erbarme sich seiner – sagte: „Er – gemeint ist Ibn Badran – hielt in der Moschee der Banu Umayya eine öffentliche Lehrveranstaltung ab, in der er zur Erneuerung und zur Philosophie neigte.“1
Der Gelehrte Khair ad-Din az-Zirikli – Gott erbarme sich seiner – sagte: „Er übernahm das Mufti-Amt der Hanbaliten und widmete sich eine Zeit lang der Erforschung dessen, was von den alten Bauwerken in Damaskus erhalten geblieben war. Manchmal lieh er sich eine Holzleiter aus und trug sie selbst, um eine Inschrift an einer Mauer oder einen Namen über einer Tür zu lesen.“2
Ich sage: Der Grund für seine Hinwendung zu dieser Arbeit war, dass der Richter von Damaskus, Scheich Abd al-Muhsin al-Astuwani3, eine Kommission unter der Leitung des Gelehrten Ibn Badran damit beauftragte, die Schulen von Damaskus aufzusuchen, ihren Zustand und die Studenten darin zu beschreiben sowie das, was an Instandsetzung und Restaurierung nötig sein könnte. Die mit der Aufgabe betraute Kommission führte dies aus und legte dem Richter am 18. Safar 1328 n. d. H. den Bericht vor4. Der andere Grund war seine Abfassung seines Buches „Munadamat al-Atlal“ über die Altertümer von Damaskus und die wissenschaftlichen Schulen.
1 Einleitung zu „Munadamat al-Atlal“, S. (k).
2 „al-A‘lam“ (4/37).
3 Es ist der betagte Scheich Abd al-Muhsin ibn Abd al-Qadir, bekannt als al-Astuwani al-Hanafi, ein hanafitischer Rechtsgelehrter aus einer Gelehrtenfamilie, gestorben im Jahr 1383 n. d. H. Siehe seine Biographie in: „Muntachabat at-Tawarich li-Dimaschq“ (2/838) und „‘Ulama’ Dimaschq fi l-Qarn ar-Rabi‘ ‘Aschar“ (2/770–776).
(Nützlicher Hinweis) Scheich Dschamil asch-Schatti al-Hanbali erwähnte in seinem Buch „al-Fath al-Dschali fi l-Qada’ al-Hanbali“, S. 5, als er die Richter in Damaskus und die Familie Muflih, die bekannte hanbalitische Familie, nannte: „Hinweis: Die Banu Muflih sind heute die Banu al-Astuwani, die in Damaskus bekannte Gelehrtenfamilie.“
Und al-Husni sagte in „Muntachabat at-Tawarich“ (2/837): „… Sie führen sich auf die Familie Muflih zurück, nur dass sie im elften Jahrhundert zur Rechtsschule des Imams Abu Hanifa übergingen.“
4 Siehe den Artikel „Wathiqa rasmiya ‘an madaris Dimaschq al-qadima“ in der „Madschallat al-Madsch‘ al-‘Ilmi“ in Damaskus (48/316) von Dr. Salah al-Munadschdschid. Darin ist das Dokument vollständig mit seinem Faksimile und der Unterschrift Ibn Badrans darauf wiedergegeben.
Muhammad ibn Sa‘id al-Hanbali sagte: „Er pflegte … häufig zwischen den Dörfern der Ghuta von Damaskus hin und her zu ziehen, um das Volk zu unterweisen und die Studenten zu lehren, die die Reise nicht auf sich nehmen konnten … Früher lehrte er unter der Adlerkuppel in der Umayyaden-Moschee Koranauslegung, Hadith und Rechtswissenschaft, dann wechselte er zur Schule Abdallah Pascha al-Azm, die über der Französischen Zitadelle thront.“1
Scheich Ibn Badran ließ sich in dieser Schule nieder. Al-Husni sagt: „Er blieb fast ein halbes Jahrhundert in der Schule Abdallah Pascha al-Azm, einer der berühmten Bildungsstätten …“2
Scheich Muhammad Bahdscha al-Baitar sagte, als er erwähnte, dass er bei al-Qasimi das Wissen studierte: „… In den beiden Jahreszeiten Frühling und Sommer, in einem hochgelegenen Zimmer der Schule Abdallah Pascha al-Azm. Wir sahen den erhabenen Gelehrten Scheich Abd al-Qadir Badran bei ihm, wo einige Studenten bei ihm lasen, denn sein Wohnsitz mit Essen, Schlafen und Unterricht war ein großes Zimmer der genannten Schule …“3 Und Ibn Badran sagte über sein Zimmer: „Mein Zimmer erklimmt man über sechsunddreißig Stufen …“4
Adham al-Dschundi sagte: „Er lehrte in der Schule Abdallah Pascha al-Azm in al-Buzuriya und schlief dort, und er lebte von dem Gehalt, das ihm von der Stiftungsbehörde zugewiesen war.“5
1 Ein Abriss der Biographie Ibn Badrans am Ende von „al-Madchal“, S. (a).
2 „Muntachabat at-Tawarich li-Dimaschq“ (2/862).
3 Einleitung zu „Munadamat al-Atlal“, S. (k).
4 „‘Allama al-Kuwait Ibn Dahyan“, S. 116.
5 „A‘lam al-Adab wa-l-Fann“ (1/224).
Ibn Badran sagte, als er seine Fremde in seiner Wohnstätte erwähnte, und zwar am Ende des ersten Bandes seines Buches „Mawarid al-Afham“: „Hier endet der erste Band von „Mawarid al-Afham“ durch die Hand seines Verfassers, des schwachen, armseligen, in seiner Heimat fremden, unter den Fremden Wohnenden, des Armen Abd al-Qadir ibn Ahmad, bekannt als Ibn Badran, wie seine Vorfahren, und zwar in der Schule Abdallah Pascha al-Azm im strahlenden Damaskus …“
Seine Liebe zu Damaskus
Ibn Badran liebte Damaskus – Gott schütze es und die übrigen Länder des Islam – und so widmete er sich seinem Dienst und verfasste ein Buch über seine Schulen. Ebenso überarbeitete er „Tarich Dimaschq“ von Ibn ‘Asakir, wobei er zu Beginn des ersten Bandes sagt: „… Ich hoffe zu Gott, dass es ein Buch sei, mit dem ich den Leuten der Heimat diene, und ein Geschenk für die Liebhaber des Wissens, die sich darin eifrig bemühen, auf den richtigsten Wegen …“
Ebenso verfasste er über die Muftis der Levante ein Buch mit dem Titel: „ar-Raud al-Bassam fi tarad schim al-Muftin bi-Dimaschq asch-Scham“.
1 Siehe den Diwan Ibn Badrans mit dem Titel „Taslijat al-Labib“ (21/b).
2 „Munadamat al-Atlal“, S. 2, 3.
Und er sagte in „Munadamat al-Atlal“: „Eine Nacht erfasste mich die Schlaflosigkeit, und ich rief allein die Ruinen und die Phantasien an. Da zeigte sich mir Damaskus als eine schöne Schönheit, die das Antlitz ihrer Anmut enthüllte und sprach: ‚Willst du nicht meine Überlieferungen, die Altertümer, durchforschen? Und willst du nicht eine Stunde meine Geschichte in Erinnerung rufen?‘“ – bis er sagte: „… Da raubte sie mir mit der Feinheit ihrer Worte den Verstand, und in mir entflammte die Glut ihrer Liebe, und ich sagte1:
مـا بَعْـــدَ جِلَّـــقَ لِلْغَـــرامِ مَــــرامُ وَغَيْــــرُهــــا وَطَـــنٌ عَلــــيَّ حَــــرَامُ
لَكِــنْ هـي الأَقْــدَارُ تَفْعَلُ مـا تَشَــا صَبْــــراً جَمِيـــلاً والكَـــلامُ كـــلامُ
Nach Dschillauq gibt es für die Liebe kein Ziel mehr, / jede andere Heimat ist mir verboten.
Doch es sind die Fügungen, die tun, was sie wollen: / schöne Geduld – und Reden bleibt Reden.
Hier bin ich, Leila der Schönheit und Salma der Reize! Ich bin dir gehorsam in dem, was du mir befiehlst, solange ich, Abd al-Qadir, lebe und ‚Sohn Badrans‘ genannt werde. Ich bin der Verliebte in die Offenbarung deiner Eigenschaften, der Beständige in deiner Liebe, solange die beiden Neuen – Tag und Nacht – wiederkehren …“2
Als er in Algerien, einem der Länder des islamischen Maghreb, war, sandte er eine Botschaft an seine Heimatstadt Duma, in der er sagt:
حَيِّ الحَيَا «دُومـا» البَـدِيعَـةَ إنَّهـا أَضْـحَـتْ جَمَـالَ الغُـوطَـةِ الفَيحَـاءِ
وَسَمَتْ عَلى المَرجَيْنِ فِي عِزٍّ وفِي طِيبِ الهَـــوَاءِ وبــاليَـــدِ البيضـــاءِ
وَرِيَـاضُهـا طَابَ النَّسِيـمُ بِهـا فَكَـمْ شُفِـيَ المَرِيـضُ بهـا مـن البَلْـــواءِ
أَطْيَــارُهـا غَنَّتْ عَلى العِيدانِ إذْ رَقَـصَ النَّسِيـمُ لِـرِقَّـةِ النُّـدَمَـاءِ
والمَـاءُ يَمْشِـي فـي الرِّيَـاضِ مُقَسَّـماً يَسْعـى لِخِـدْمَـةِ أَهْـلِ ذَاكَ المـاءِ
لِلَّـــهِ رَاسُ العَيْـــنِ فيهـــا إنَّـــهُ مَجْلَـى الهُمُـومِ ومَكْمَـدُ الأَعْـدَاءِ
جَمَـعَ الحَـرارَةَ والبُـرُودَةَ مـاؤهـا فَاعْجَبْ لِتِلْـكَ الـرَّوْضَـةِ الحَسْنَـاءِ
كَرُمَـتْ بِكَرْمَـةِ أَرْضِهـا وتَفَـاخَـرَتْ والكَـرْمُ مَنْشَـــاُهُ مِـــنَ الكُــرَمَـــاءِ
زَيتُـونُهـا قَـدْ أَقْسَـمَ البَـارِي بِــهِ فـالتِّيـنُ والـزَّيْتُـونُ جُـلُّ مُنَـائِـي
أَعْنَـابُهـا مَـا إنْ لَـهـا مِـنْ مُشْبِــهٍ مـا بَيْـنَ أَنْـدَلُـسٍ إلـى صَنْعَـــاءِ
مَـنْ قـالَ إنَّ الغَـرْبَ أَحْسَنُ مَوْطِنـاً فَلَقَــــــدْ رَآهُ بِمُقْلَـــــــةٍ عَمْيَـــــــاءِ
Grüße den Regen auf Duma, die wunderbare, denn sie ist zur Schönheit der weiten Ghuta geworden.
Sie überragte die beiden Wiesen an Ehre, an Güte der Luft und an Wohltat.
In ihren Gärten wurde die Brise so mild – wie mancher Kranke ist dort von seiner Not genesen!
Ihre Vögel sangen auf den Zweigen, während die Brise tanzte zur Zartheit der Gefährten.
Das Wasser fließt durch die Gärten, aufgeteilt, und eilt, den Bewohnern jenes Wassers zu dienen.
Wie herrlich ist Ra’s al-‘Ain dort! Es ist der Ort, der die Sorgen vertreibt und die Feinde verbittert.
Sein Wasser vereint Wärme und Kühle – so staune über jenen schönen Garten!
Sie wurde durch den Weinstock ihres Landes edel und rühmte sich, und der Weinstock hat seinen Ursprung bei den Edlen.
Ihre Oliven – der Schöpfer hat bei ihnen geschworen: Feige und Olive sind mein größter Wunsch.
Ihre Trauben haben nicht ihresgleichen, zwischen Andalusien und Sanaa.
Wer sagt, der Westen sei die bessere Heimat, der hat ihn mit blindem Auge gesehen.
bis er sagte:
مِـن أَيْـنَ لِلمُدُنِ العَظِيمَـةِ مـالَهـا بِـالنَّيِّـرَيْـنِ مِـنْ كَمَـالِ بَهَـاءِ
بَـرَدَى يَصْفُـقُ بِـالرَّحِيـقِ وبــانيــا سٍ لَـــهُ النَّـدِيـمُ مُعَنْبِـرُ الأَرْجَـاءِ
والمَـرْجَـةِ الفَيحَـاءُ أَفْـدِيهـا بِمـا فـي الغَـرْبِ مـن جَبَـلٍ ومِـنْ صَحْـرَاءِ
مـا جِلَّـقٌ إلاَّ رِيَـاضُ مَحَـاسِـــنٍ ومَفَــاخِـــرٍ ومَكَــارِمٍ وهَنَــاءِ
هِـيَ جَنَّـةُ الـدُّنْيَـا ودُرَّةُ تـاجِـهـا ومَعَـــادِنُ العُلَمَـــاءِ والأُدَبَـــاءِ
تَسْمُـو بِغُـوطَتِهـا وتَـرْفُـلُ بِـالبَهـا لِطَـــرَائِـــفِ الأَنْـــوَاءِ والأَنْـــدَاءِ
Woher hätten die großen Städte, was sie besitzt, an den beiden Leuchtenden, an vollkommener Pracht?
Der Barada klatscht Beifall mit dem reinen Trank, und Banyas, sein Gefährte, duftet nach Ambra in allen Winkeln.
Und die weite Marscha – ich gäbe für sie alles hin, was es im Westen an Berg und Wüste gibt.
Dschillauq ist nichts als ein Garten voller Schönheiten, voller Ruhm, Edelmut und Glück.
Sie ist das Paradies der Welt und die Perle ihrer Krone, die Fundgrube der Gelehrten und Schriftsteller.
Sie erhebt sich mit ihrer Ghuta und schreitet stolz in ihrer Pracht, dank der Besonderheiten ihrer Regenfälle und Taue.
bis zum Ende dessen, was er – Gott der Erhabene erbarme sich seiner – sagte.1
1 „Taslijat al-Labib“ (30/b, 33/a).
Bis er sagte:
مِن أيـنَ للمدنِ العَظيمةِ مـالَهـا ... بـالنَّيْـرَبَيـنِ مـن كَمـالِ بَهـاءِ
بَرَدَى يَصْفُقُ بـالرَّحيـقِ وبـانيـا ... سُ لَـهُ النَّـدِيـمُ مُعَنْبـرُ الأَرْجـاءِ
والمَـرْجَـةِ الفيَحـاءُ أَفْـدِيهـا بمـا ... في الغـرْبِ من جَبَـلٍ ومِـنْ صَحْـرَاءِ
مـا جلَّـقٌ إلاّ ريـاضُ مَحـاسِـنٍ ... ومَفَـاخِـــر وَمَكـــارِم وهَنـــاءِ
هـيَ جَنَّـةُ الـدُّنيَـا ودُرَّةُ تـاجهـا ... ومَعـــادنُ العُلَمـــاءِ والأُدَبـــاءِ
تَسْمُو بغُـوطَتِهـا وتَـرْفُـلُ بـالبهـا ... لِطَـــرَائِـــفِ الأَنْـــواءِ والأَنْـــدَاءِ
Woher haben die großen Städte ihren Reichtum – in den beiden Nairab, an vollkommenem Glanz?
Der Barada rauscht vom Nektar, und Baniyas – sein Zechgenosse ist ambraduftend in allen Weiten.
Und die weite Marja-Wiese – ich gäbe alles zum Lösegeld für sie, was im Westen an Berg und Wüste liegt.
Dschillaq ist nichts als Gärten der Schönheiten, des Ruhmes, der Edelmut und der Glückseligkeit.
Sie ist das Paradies der Welt und die Perle ihrer Krone, die Fundgrube der Gelehrten und Literaten.
Sie erhebt sich mit ihrer Ghuta-Oase und schreitet stolz in ihrem Glanz – mit den Kostbarkeiten der Regenzeiten und des Taus.
Bis zum Ende dessen, was er – Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner – sagte.1
Seine Beziehung zum Amt des syrischen Emirs der Hidschaz-Karawane:
1 „Taslijat al-labib" (30/b, 33/a).
Es lebte dort ein edler Mann, der sich durch Tapferkeit, Mannhaftigkeit und edle Charakterzüge auszeichnete; nämlich der Vorsteher Syriens und Emir der Pilgerkarawane, Abd ar-Rahman Pascha al-Yusuf. Die Dichter haben ihn gepriesen, und die Gelehrten haben ihn gerühmt. Zu denen, die ihn rühmten, ja ihm nach seinem Tod sogar eine eigene Lebensbeschreibung widmeten, gehört der Gelehrte Ibn Badran1 mit einer Schrift unter dem Titel „Die perlenden Sterne – über die Geschichte des Abd ar-Rahman Pascha al-Yusuf, des Vorstehers Syriens". Sie ist eine ausführliche Biographie.2 Darin sagt er: „Was in der bisherigen Biographie jenes Herrn steht, deutet gewiss schon in Kürze an, welche Vorzüge und Wohltaten ihm zuteilwurden; doch das Wiederholte ist süßer, und es klärt das Rechte vom Rost besser. Ich will einige Teile davon in Sätzen erwähnen, die ich nicht ungenutzt verloren gehen lassen mag: Das Glück war mir nämlich eines Jahres hold, so dass ich den genannten Herrn begleiten durfte. Ich war bei ihm in seinem Haus in Suq al-Gharb im Libanongebirge und unterrichtete eine Zeit lang seine Söhne, und manchmal war ich Gesprächspartner an seinem abendlichen Beisammensein. Dabei erlebte ich von seiner Güte und Großzügigkeit, was ich von den übrigen Herren nicht gekannt hatte …"3
Er erwähnte noch anderes, was er selbst von diesem Löwen an Edelmut und Tapferkeit gesehen hatte, und lobte ihn in mehr als einem Gedicht, darunter „Die Wahrhaftigkeit der gerechten Rede im Lob Abd ar-Rahman Paschas al-Yusuf".4
Seine Ehelosigkeit:
1 Dieser verdiente Gelehrte starb im Jahr 1339 n. H. – Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner.
2 Sie umfasst 118 Seiten.
3 Siehe „ad-Dawakib ad-durriya", S. 86, und siehe das, was davor steht, S. 83.
4 Ibn Badran sagt: „Sie wurde – gemeint ist dieses Gedicht – damals gedruckt und verteilt." Es ist in „ad-Dawakib ad-durriya", S. 92–96, aufgeführt, und ebenso hat er es in seinem Diwan „Taslijat al-labib" (68/a–69/a) erwähnt.
Der Gelehrte Ibn Badran gehört zu den ehelos gebliebenen Gelehrten. Er sagt – Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner – am Ende des Kommentars zur „Raudah": „… Ich bitte Ihn, den Erhabenen, dass Er mir, wie Er mich an Seine Güte und Seine schöne Wohltat in der Vergangenheit gewöhnt hat, dies auch für den Rest meines Lebens fortdauern lässt, dass Er mir hilft, das Wissen zu verbreiten, und zwischen mir und den Hindernissen einen festen Damm errichtet, dass Er mich davor bewahrt, den Ränken der Feinde zu begegnen, dem Neid, der Hinterlist der Feinde des Wissens und seiner Leute; denn ich habe weder Vermögen noch Söhne, außer mit Seiner Hilfe – gepriesen und erhaben sei Er – und Seiner Versorgung, mit der Er mir hinreichend Gnade erweist …"1
Und Professor Adham Al-Jundi sagte: „… Er zog die Ehelosigkeit in seinem Leben vor, um sich ganz dem Streben nach Wissen und dem Lehren widmen zu können."2
Seine Dichtung:
Mehr als einer beschrieb den Gelehrten Ibn Badran als Literaten und Dichter. Der Gelehrte Khair ad-Din az-Ziriklī sagte: „… kundig in Literatur und Geschichte, er hat Dichtung …"3
Und Muhammad Taqi ad-Din al-Hisni sagte: „Er übertraf viele seiner Brüder und Zeitgenossen in Literatur und Sprache."4
Und Professor Adham Al-Jundi sagte: „Er war Dichter, Literat, Pol seiner Zeit und einzigartiger, redegewandter Gelehrter, und er sammelte seine Dichtung in einem Diwan."5
1 „Nuzhat al-Khatir" (2/474).
2 „A'lam al-adab wa-l-fann" (1/225).
3 „al-A'lam" (4/37).
4 „Muntakhabat at-tawarikh li-Dimaschq" (2/763).
5 „A'lam al-adab wa-l-fann" (1/224).
Die Dichtung Ibn Badrans war vielfältig: Es gibt Trauergedichte darunter, auch einige Liebeslieder, und solche, in denen er der Wohnstätten und Lagerspuren gedachte, als er nach Marokko reiste, wie er in der Einleitung zu seinem Diwan andeutet. Dort sagt er nach einer feinen Vorrede: „… Da die Töchter der Gedanken kostbarer sind als die Töchter der Jungfrauen, die Schönheiten des Vergleichs Gärten des scharfsinnigen Literaten sind, die Wunder der Redekunst wunderbarer als die Blumen des Frühlings, das Gedenken an Spuren und Wohnstätten berauschender als das Nippen der Nachtigallen und zauberhafter als der Zauber Babels, Ghazal und Nasib zwei Verwandte beim Gedenken an einen Geliebten sind, und die Klage der Schlaflosigkeit und der Trennung zarter ist als die Brise des Morgengrauens …"
Bis er sagte, nachdem er seine Reise nach Marokko und den Verlust einiger Blätter mit seiner Dichtung erwähnt hatte: „Als Allah mir die Rückkehr in die Heimat bestimmte, erinnerte ich mich an jene Spuren und Wohnstätten, sah davon aber nur wenig. So wollte ich es sammeln, damit es mir eine Erinnerung an das Vergangene und ein Zeitvertreib im abendlichen Gespräch sei – obwohl ich mich nicht bemüht habe, mich zum Dichten zu zwingen, und weder mein Dichtertalent noch mein Verständnis dafür anstrengte; vielmehr ergab es sich ungezwungen, zur Erholung des Geistes und in Stunden der Zurückgezogenheit als vertrauliches Zwiegespräch. Und ich habe das, was ich gedichtet habe, nach Kapiteln und Abschnitten geordnet …"1
Dies zeigt, dass Ibn Badran die Dichtung kannte. Und was auf seine Sorgfalt darin hinweist, ist, dass er ein Buch verfasste, das er „Der reine Brunnen – im Kommentar zum Genügenden über Metrik und Reim" nannte. Mehr als einer hat bei ihm Metrik und Reim studiert, wie bei der Erwähnung seiner Schüler folgen wird. Es wurde bereits einiges von seiner Dichtung erwähnt, und auch das sagte er, als er auf Reisen war:2
حَلَـفَ الـزَّمـــانُ لَيُنْسِيَنِّـــي عَهْـــدَهُ ... حَنَثَتْ يمينُـــكَ يـــا زمـــانُ فكَفِّـــرِ
مَـنْ كـانَ يَـزْعُـمُ أنَّني أسْلُـوهُ أوْ ... يحلـو لعينـي الغيـرُ فهـو المفتـري
لـو أنَّ بـي سِعـةً لمـا فَـارَقْتُـهُ ... ولَكُنْتُ خُضْتُ اليومَ مَتْنَ الأبْحُـرِ
Die Zeit schwor, mich seine Zeit vergessen zu lassen – dein Eid ist gebrochen, o Zeit, so sühne ihn!
Wer behauptet, ich würde ihn vergessen oder ein anderer würde meinen Augen süß, der ist ein Lügner.
Hätte ich Spielraum gehabt, hätte ich ihn nicht verlassen, und ich wäre heute über den Rücken der Meere gefahren.
Und er sagte aus dem Stegreif, als er in seiner Randglosse zum Kommentar der Alfiya von Ibn an-Nazim Badr ad-Din über „law" („wenn doch") sprach:3
وكَـمْ مـن قـائـلٍ لـو بَعْـدَ عَـضٍّ ... كُفُـوفـاً قـارِعـاً سِنّـاً زمـانَـا
يُعَـاتِـبُ دهـرَه حِينـاً ويشكـو ... فـلا يُعْطيـهِ مـن جَـوْرٍ أمـانـا
تَحَيَّـرَ فـي صُـرُوفِ الدَّهْـرِ حتَّـى ... بِحَبْـلِ اللَّــهِ قـدْ أمْسَـى مُصَـانَـا
Wie mancher sagt „Wenn doch!" nach dem Beißen, die Handflächen zusammenschlagend, sich auf den Zahn beißend, so lange die Zeit währt;
zuweilen schilt er sein Schicksal und klagt, doch es gewährt ihm keine Sicherheit vor dem Unrecht;
er irrte umher in den Wechselfällen der Zeit, bis er am Seil Allahs geschützt war.
1 „Taslijat al-labib" von ihm (2/a, b).
2 Dieselbe Quelle (70/b).
3 Dieselbe Quelle (46/b).
Und Professor Adham Al-Jundi sagte:1 „Zu seiner wunderbaren Dichtung gehört seine Fünfzeilen-Erweiterung zweier Verse aus den Dichtungen des Dichters von Duma, Professor Mahmud Khayti; dieser bat ihn, sie zu erweitern, und er sprach und leistete Hervorragendes:"
اليُسْـرُ يَعْلـو ولــلإعْسَــارِ إدبَــارُ ... واللَّـهُ يُحْكِـمُ مـا يقضـي ويختـارُ
إنْ أُمُّ دَفْرٍ٢ جَفَتْ أوْ أَهْلُها جاروا ... (خَفِّـضْ علَيْـكَ فلـلأقْـدَارِ أدْوارُ)
وحـاذِرِ الـدَّهْـرَ إنَّ الـدهـرَ غــدَّارُ
كُنْ كالمُهَنَّدِ في الرَّمْضاءِ إنْ خَطَرَتْ ... ظَلْمَـاءُ كَـرْبٍ وجَلِّيها إذا انْفَطَـرَتْ
وكُنْ بنَفْسِ عِنانِ الدَّهرِ قد أسَرَتْ ... ولا تَكُنْ وَجِلاً مِنْ كُتْلَـةٍ غَـدَرَتْ
فللْبُغَـاةِ ليـالٍ نُــورُهــا نــارُ
Die Leichtigkeit steigt empor, und die Not hat ihren Rückzug; Allah fügt, was Er beschließt und erwählt.
Wenn Umm Dafr2 sich abwandte oder ihre Leute Unrecht taten – (nimm es gelassen, denn die Schicksalsfügungen haben ihre Wechsel),
und hüte dich vor der Zeit, denn die Zeit ist verräterisch.
Sei wie das Schwert im glühenden Sand, wenn die Finsternis der Not heraufzieht, und hellt sie auf, wenn sie aufreißt,
und sei mit einer Seele, die die Zügel der Zeit gebunden hat, und sei nicht furchtsam vor einer Schar, die Verrat übte;
denn für die Aufrührer gibt es Nächte, deren Licht Feuer ist.
Seine Werke:
Der Geist des Gelehrten Ibn Badran war freigebig mit bedeutenden Werken und nützlichen Schriften, die auf die Anschrift seines Verstandes und die Zunge seiner Vorzüge hinweisen; und es besteht kein Zweifel, dass die Werke des Gelehrten sein unvergängliches Kind sind. Professor Adham Al-Jundi sagt: „Er verfasste – Allah erbarme sich seiner – Werke, die ihm Vorzug und Weite der Belesenheit bezeugen; einige von ihnen blieben jedoch unvollendet, weil ihn am Lebensende die Lähmung traf und seine rechte Hand für das Schreiben gelähmt war …"3
Und Muhammad ibn Said al-Hanbali sagte: „Und er verfasste nützliche Werke, die ihm Vorzug und Weite der Belesenheit bezeugen, doch einige von ihnen blieben unvollendet. Der Grund dafür ist, wie es scheint, die Lähmungskrankheit, von der er am Lebensende befallen wurde, bis seine rechte Hand für das Schreiben gelähmt war, und er nahm dafür die Linke zu Hilfe."4
1 „A'lam al-adab wa-l-fann" (1/224).
2 Umm Dafr: das Unheil.
3 „A'lam al-adab wa-l-fann" (1/224).
4 „A'lam al-adab wa-l-fann" (1/224).
Nun ist es an der Zeit, mit ihrer Aufzählung zu beginnen, geordnet nach den Buchstaben des Alphabets:
1 – Adab al-mutala'a („Die Regeln des Studiums"). Er sagt in „al-Madkhal" von ihm, S. 487: „Danach hat nach dem Jahr tausend der Hidschra der verdiente Gelehrte, der Hadith-Kenner Scheich Ahmad al-Munini ad-Dimaschqi ein feines Buch verfasst, das er ‚Die erhabenen Perlen über die grammatischen Nutzen' nannte; darin deutete er auf einen Teil der Regeln des Studiums hin. Ich habe diesen Teil in einer Schrift zusammengefasst und Dinge hinzugefügt, die ich durch Erfahrung gewonnen habe …"
2 – Idah al-ma'alim min sharh al-'Allama Ibn an-Nazim („Die Klärung der Wegmarken aus dem Kommentar des Gelehrten Ibn an-Nazim").1 Es ist ein Kommentar zur Alfiya von Ibn Malik in der Grammatik. Er umfasst drei Teile.2 Er verwies darauf in „al-Madkhal", S. 487, und in „Taslijat al-labib" (46/b).
1 Kommentare zur Alfiya von Ibn Malik haben mehrere Gelehrte verfasst, darunter sein Sohn, der Gelehrte Badr ad-Din Muhammad ibn Muhammad ibn Abdullah ibn Malik al-Jayyani ad-Dimaschqi. Salah ad-Din as-Safadi sagt über ihn in „al-Wafi bil-Wafayat" (1/204): „Der redegewandte Imam, der Grammatiker Badr ad-Din, Sohn des Imams, des Gelehrten Jamal ad-Din at-Ta'i al-Jayyani, dann ad-Dimaschqi, war ein kluger Imam von scharfem Verstand, ein Imam in Grammatik, Ma'ani, Bayan, Badi' und Metrik …" Bis er sagt: „Zu seinen Werken gehört der Kommentar zur Alfiya seines Vaters, bekannt als ‚al-Khulasa'; es ist ein vorzüglicher, ausgereifter und geläuterter Kommentar … Die Khulasa wurde nicht besser, nicht treffender und nicht gehaltvoller erklärt als durch ihn."
2 Ibn Badran sagt auf dem letzten Blatt seiner Randglosse zu „Ma'unat uli n-nuha" von al-Buhuti: „Dann machte ich mich daran, das Herz in den literarischen Nutzen zu erquicken und das Auge im Lustwandeln unter ihren Schönheiten zu ergötzen; so vollendete ich mein Buch, das ich ‚Idah al-ma'alim min sharh al-'Allama Ibn an-Nazim' nannte, in drei Bänden."
3 Professor Shamil ash-Shahin – wohnhaft in der Türkei – gelang es, eine Sammlung von Handschriften zu erwerben aus der Bibliothek des Scheichs Abd al-Ghani ad-Dumi, bekannt als Ibn ad-Durra; zu diesen Handschriften gehörten fünf Werke Ibn Badrans in seiner eigenen Handschrift. Professor Ibrahim as-Samak veröffentlichte einen beschreibenden Bericht über diese Handschriften in der Zeitschrift des Instituts für arabische Handschriften, die in Kuwait erscheint =
Ich sage: Der zweite und dritte Teil davon waren in der privaten Bibliothek von Shamil ash-Shahin vorhanden.3 Der zweite Teil umfasst 254 Blätter und ist in der Handschrift seines Verfassers Ibn Badran – Allah erbarme sich seiner –, und dieser Teil wurde am Freitag, dem 21. Muharram des Jahres 1317 n. H., beendet.
Sein Anfang: „Naʾib al-Faʿil: Die Bezeichnung dafür ist der Fachausdruck Ibn Maliks. Die Mehrheit [der Grammatiker] aber nennt es das Objekt, dessen Handelnder nicht genannt wurde …“.
Sein Ende: „Al-Khatib at-Tabrizi sagte in seinem ‚Sharh al-Hamasa‘: Der Sinn ist, dass der Reiter hinter mir ist und jene Kamele seinetwegen aufgeschreckt wurden, wegen seiner Stimme, so wie sich die Durstigen, die heftig dürsten, vor dem Verscheuchen erschrecken … Und Lob gebührt Allah in jedem Fall. Der zweite Teil der Randglosse von Ibn an-Nazim wurde vollendet von der Hand ihres Sammlers, ihres Verfassers, ihres Überarbeiters und ihres Ordners ʿAbd al-Qadir, Sohn des seligen Ahmad, Sohn des seligen Mustafa, bekannt als Ibn Badran.“
Der dritte Teil dieser Randglosse umfasst 212 Blätter und liegt in der Handschrift ihres Verfassers vor. Er wurde am Dienstag kurz vor dem Mittagsgebet, dem 25. des Monats Rabiʿ ath-thani des Jahres 1318 n. H., abgeschlossen.
Sein Anfang: „Die beiden Nun der Bekräftigung, sein Wort: für das Verb; das Ergänzte wurde vorangestellt, um die Beschränkung auszudrücken, sein Wort: mit zwei Nun, mit jedem von ihnen für sich allein …“.
Sein Ende: „… Die Anbindung der Gefährten an die Familie ist eine Anbindung des Allgemeinen an das Besondere, wenn mit ‚Familie‘ die Verwandtschaft gemeint ist; und sie ist eine Anbindung des Besonderen an das Allgemeine, wenn mit ihnen jeder Gottesfürchtige gemeint ist. Er tat dies nur, um sie mit größerer Ehre besonders auszuzeichnen und um einen Teil des geforderten Lobes auf sie zu erfüllen …“.
3 – Die Badran-Antworten auf die kuwaitischen Fragen1. Eine Handschrift von 11 Blättern in der Handschrift des Gelehrten Scheich ʿAbdullah b. Khalaf b. Dahyan al-Hanbali. Dieses Buch ist nicht identisch mit „Al-ʿUqud al-Yaqutiyya“ von ihm.
4 – Al-Badraniyya, Erläuterung der Fard-Dichtung. Es ist ein Kommentar zur Lehrdichtung über das Erbrecht des Gelehrten Schams ad-Din Muhammad al-Fardi al-Misri, gestorben im Jahr 981 n. H. Sie wurde in der Druckerei der Salafiyya-Bibliothek in Damaskus für ihren Besitzer Scheich Muhammad Ahmad Dahman gedruckt, und zwar auf Kosten von Muhammad b. ʿAbdullah al-Qarʿawi am 15. Jumada al-ula des Jahres 1342 n. H.
5 – Tashnif al-Asmaʿ über die Klärung des Maßes von Mudd und Saʿ. Eine Handschrift, die sich bei Professor Scheich Zuhair asch-Schawisch befindet2.
6 – Randglosse zu Mukhtasar al-Ifadat von al-Balbani. Er verweist darauf im „Madkhal“, S. 445, wo er sagt: „Ich hatte dieses Buch bei unserem Lehrer, dem Gelehrten Scheich Muhammad b. ʿUthman, bekannt als Khatib Dumma, gelesen und an seinen Rändern Anmerkungen gemacht, die ich in den Tagen meiner Anfänge im Studium zusammenstellte.“
7 – Randglosse zu Lumʿat al-Iʿtiqad al-Hadi ila Sabil ar-Rashad von Ibn Qudama. Sie wurde auf Kosten von ʿIsa b. Rumayh al-ʿUqayli in der Druckerei at-Taraqqi in Damaskus im Jahr 1338 n. H. gedruckt.
8 – Tahdhib Tarikh al-Amir ʿAbd al-Qadir al-Jaza’iri. ʿIsa Maʿluf erwähnt es in der Zeitschrift „Al-Athar“ (4/531).
1 Diese Bezeichnung stammt von mir; das Werk ist – so Allah will – auf dem Weg zum Druck mit kritischer Edition.
2 Scheich al-Bitar erwähnt es in seiner Einleitung zu „Munadamat al-Atlal“, S. (n).
9 – Tahdhib Tarikh Dimashq von Ibn ʿAsakir. Fünf Teile davon wurden zu Lebzeiten des Verfassers gedruckt, und zwar auf Kosten der Druckerei Rawdat asch-Scham ihres Besitzers Khalid Farisli im Jahr 1330 n. H. und danach bis zum Jahr 1332 n. H.; der sechste und der siebte Teil wurden unter der Aufsicht von Professor Ahmad ʿUbayd, Allah erbarme sich seiner, gedruckt. Das Buch umfasst dreizehn Bände. Dar al-Masira in Beirut hat die sieben Teile im Jahr 1399 n. H. fotomechanisch nachgedruckt.
10 – Jawahir al-Afkar wa-Maʿadin al-Asrar fi Tafsir Kalam al-ʿAziz al-Jabbar. Er erwähnt es in seinem Buch „Al-Madkhal“, S. 447. Es wurde nicht vollendet. Scheich Zuhair asch-Schawisch teilte mir mit, dass das Vorhandene davon gedruckt wird; es ist ein nicht sehr großer Teil.
11 – Randglosse zu Akhsar al-Mukhtasarat von al-Balbani. (Das ist das Werk, das du vor dir hast.)
12 – Randglosse zur Abhandlung „Tadel der Vom-Teufel-Besessenen“ (Dhamm al-Muwaswisin) von Ibn Qudama. Er erwähnt sie im „Madkhal“, S. 459.
13 – Randglosse zum Sharh Muntaha al-Iradat. Sie umfasst zwei Teile, und er gelangte darin bis zum Kapitel as-Salam. Er erwähnt sie im „Madkhal“, S. 441, und in „Al-ʿUqud al-Yaqutiyya fi Jayyid al-Asʾila al-Kuwaitiyya“, S. 162.
Ich sage: Der zweite Teil davon lag in der Handschrift seines Verfassers in der Privatbibliothek von Schamil asch-Schahin vor. Sein Anfang: „… Als ich den Kommentar zum Viertel der gottesdienstlichen Handlungen aus dem Sharh al-Muntaha beendet hatte, ließ ich den zweiten Band folgen und erbat dazu von Ihm den Erfolg …“.
Sein Ende: „… und selbst wenn diese Zunahme in der Zahl wäre …“. Er beendete ihn im Jahr 1314 n. H.
14 – Hashiyat ar-Rawd al-Murbiʿ, Sharh Zad al-Mustaqniʿ. Der erste Teil, denn der Rest davon wurde nicht vollendet; Handschrift.
Ich sage: Der erste Teil davon lag in der Privatbibliothek von Schamil asch-Schahin vor; er umfasst 111 Blätter in der Handschrift seines Verfassers und wurde im Jahr 1304 n. H. abgeschlossen. Er stammt aus den Anfängen seiner schriftstellerischen Tätigkeit, und er verfasste ihn auf Anregung seines Lehrers Scheich Ahmad b. Hasan asch-Schatti, wie es der Gelehrte Scheich ʿAbdullah b. Khalaf b. Dahyan erwähnt1.
Sein Anfang: „Der Arme zu seinem Herrn ʿAbd al-Qadir b. Ahmad b. Badran sagt: Lob gebührt Allah, und es genügt, und Allah segne den auserwählten Gesandten und die Leute der Treue. Und nun … Zu seinem Wort ‚Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen‘ wende ich ein, dass dieser Satz entweder aussagend oder performativ sein muss …“.
Sein Ende: „Denn der Monat ist in Wahrheit das, was zwischen den beiden Neumonden liegt, und es steht fest, dass dieser Tag zu ihm gehört in allen Rechtsfolgen, ebenso beim Fasten. Hier endet der Spielraum der Feder auf dem Feld der Ausarbeitung, und Hindernisse standen der Vollendung im Weg. Der Garten der Hinwendung zu diesem Buch war so beschaffen, dass ich darin weder einen Gefährten noch einen Gesprächspartner mehr finde; so sei bei Ihm, dem Erhabenen, Klage geführt, und bei Ihm ist Macht und Kraft. Die Zeiten dieser Tage vergingen damit, dass ich mich mit anderem als diesem Buch beschäftigte, und Allah, der Erhabene, ist der Wender der Herzen. Die Vollendung der Niederschrift dieses Abschnitts geschah während meiner Lektüre dieses Kommentars, am Beginn des Studiums, in Damaskus, der Stadt mit den glänzenden Vorzügen, im Jahr 1304 n. H.“
15 – Durrat al-Ghawwas fi Hukm adh-Dhakat bi-r-Rasas. Sie wurde auf Kosten der Salafiyya-Bibliothek in Damaskus ohne Angabe der Daten gedruckt2.
16 – Diwan Taslyat al-Labib ʿan Dhikra Habib. Eine Handschrift; davon befindet sich ein Exemplar in der Zahiriyya (Nr. 6656) in der Handschrift des Verfassers, das 95 Blätter umfasst. An seinem Ende schrieb er: „Dies ist das Letzte, was ich im Krankenhaus an Versen vollendete, und ich schrieb es mit meiner linken Hand nieder, und Lob gebührt Allah in jedem Fall.“3.
1 Siehe das Buch „ʿAllamat al-Kuwait asch-Scheich ʿAbdullah ad-Dahyan“, S. 84.
2 Ich sage: Durch Allahs Gnade habe ich ihre Edition abgeschlossen, und sie befindet sich – so Allah will – im Druck.
3 An dieser Stelle darf ich nicht versäumen, dem Bruder, Professor und Herausgeber Ma’mun as-Saghirji, für sein Bemühen zu danken, mir dieses Exemplar aus der Asad-Bibliothek in Damaskus zu beschaffen, und ebenso dem Freund, Herrn Dr. Yahya Mir ʿAlam. Allah vergelte beiden mit Gutem.
17 – Diwan der Kanzelpredigten. Gebunden. Er verweist darauf am Ende seines Buches „Kifayat al-Murtaqi“, S. 52.
18 – Nachtrag zu den Tabaqat der Hanbaliten von Ibn al-Jawzi. Der Herausgeber von „Al-Kawakib ad-Durriyya“ erwähnt ihn im Verzeichnis der Schriften Ibn Badrans, das auf der Titelseite des Buches steht.
19 – Die maghrebinische Reise. Er verweist darauf in „Taslyat al-Labib“ (28/a).
20 – Eine spöttische Abhandlung über die Sufis. Der Gelehrte az-Zirikli erwähnt sie in „Al-Aʿlam“ (4/38) und weist darauf hin, dass sie handschriftlich vorliegt. Er sagte: Ibn Badran habe darin Verse aus dem Scherzgedicht des Ibn Sudun al-Bischbaghawi erklärt und sie dann in spöttische sufische Anliegen auf der Zunge der „Leute“ umgewandelt.
21 – Abhandlung über den Sinusquadranten (ar-Rubʿ al-Mujayyab). Al-Bitar erwähnt sie in seiner Einleitung zu „Munadamat al-Atlal“, S. (n), und al-ʿUmani in seiner Lebensbeschreibung Ibn Badrans am Ende des „Madkhal“, S. (b).
22 – Abhandlung über den Almukantarat-Quadranten (ar-Rubʿ al-Muqantar). Al-Bitar erwähnt sie in der Einleitung zu „Al-Munadama“, S. (n), und al-ʿUmani, S. (b).
23 – Abhandlung über die Wissenschaft der Rhetorik (ʿIlm al-Badiʿ). Handschrift bei Scheich Zuhair asch-Schawisch.
24 – Rawdat al-Arwah. Handschrift. Sie befand sich in der Bibliothek von Schamil asch-Schahin und umfasst 11 Blätter in der Handschrift ihres Verfassers, wobei einige Blätter darin allerdings nicht von seiner Hand sind. Sie wurde im Jahr 1343 n. H. beendet.
Sein Anfang: „… Dieses Buch verfasste ich zuletzt, gestützt auf meine Gedanken und als Festhaltung dessen, was an Fragen mir vorgelegt wird, und der Antwort darauf …“.
Sein Ende: „Richtig ist, dass diese Aussage auf den Fall beschränkt ist, dass es keinen Vormund und keinen Herrscher gibt, denn es ist Bedingung, dass es sich nicht um Versklavung handelt.“
25 – Ar-Rawd al-Bassam fi Tarajim al-Muftin bi-Dimashq asch-Scham. Er wird in „Al-Kawakib ad-Durriyya“, S. 8, erwähnt. Er fasste es aus dem Buch „ʿArf al-Baschscham“ von al-Muradi zusammen und ergänzte es um die Späteren.
26 – Sabil ar-Raschad ila Haqiqat al-Waʿz wa-l-Irschad. Zwei Teile. Al-ʿUmani erwähnt es am Ende des „Madkhal“, S. b, und al-Bitar in der Einleitung zu „Munadamat al-Atlal“, S. (n).
27 – Erläuterung der vierzig Hadithe von al-Mundhiri. Ibn Badran erwähnt sie am Ende seines Buches „Kifayat al-Murtaqi“, S. 52.
28 – Erläuterung der Thulathiyyat des Musnad von Imam Ahmad. Er erwähnt sie in seinem Buch „Al-Madkhal“, S. 471, wo er sagt: „Einer der trefflichsten Nadschdiner bat mich, sie zu erläutern, und so begann ich damit, und ich bitte Allah, den Erhabenen, mir die Gunst zu erweisen, sie zu vollenden und zu drucken.“
29 – Erläuterung des Hadithes von Umm Hani’ über das Duha-Gebet. Handschrift bei Zuhair asch-Schawisch.
30 – Erläuterung der Sunan an-Nasa’i. Er erwähnt sie im „Madkhal“, S. 477, und in „Kifayat al-Murtaqi“, S. 52.
31 – Erläuterung von Schihab al-Akhbar von al-Quda’i. Handschrift. Es gibt ein Exemplar in der Handschrift seines Verfassers aus dem Jahr 1325 n. H. in der Taymuriyya-Bibliothek unter der Nummer (531); es umfasst einen Band, und er setzte den Text oben auf die Seiten und die Erläuterung darunter. Am Anfang führte er die Lebensbeschreibung al-Quda’is an, und der Beginn des Buches lautet: „Lob gebührt Allah, der den Gläubigen Huld erwiesen hat …“1.
32 – Erläuterung der Nuniyya von Ibn al-Qayyim. Er verweist darauf im „Madkhal“, S. 61, und in „Kifayat al-Murtaqi“, S. 52.
33 – Der Sahih über das Hadith vom Miʿraj. Handschrift bei Zuhair asch-Schawisch.
1 Siehe „Fihris al-Khizana at-Taymuriyya“ (2/299).
34 – Al-ʿUqūd ad-durrīya fī l-ağwiba al-Qāzānīya („Die perlengleichen Halsketten über die Antworten an al-Qāzānī"). Er erwähnte es in seinem Buch „Al-ʿUqūd al-yāqūtīya fī ǧaid al-asʾila al-kuwaitīya" auf S. 75. Es ist ein großer Band im Manuskript im Besitz von Scheich Zuhair asch-Schawisch, wie dieser es mir in seinem Haus in Beirut mitteilte.
35 – Al-ʿUqūd al-yāqūtīya fī ǧaid al-asʾila al-kuwaitīya („Die rubingleichen Halsketten über die vorzüglichen kuwaitischen Fragen"). Es wurde von der Wohltätigkeitsgesellschaft des Scheichs ʿAbdullāh an-Nūrī in Kuwait gedruckt, herausgegeben von Dr. ʿAbd as-Sattār Abū Ghudda im Jahr 1404 n. H. / 1984 n. Chr. Später wurde es von einigen Druckereien in Ägypten ohne Erlaubnis der genannten Gesellschaft nachgedruckt!!
36 – Al-Farīda al-lu'lu'īya fī l-ʿuqūd al-yāqūtīya („Die perlengleiche Kostbarkeit in den rubingleichen Halsketten"). Es wurde zusammen mit dem vorhergehenden Buch gedruckt.
37 – Kifāyat al-murtaqī ilā maʿrifat farāʾiḍ al-Khiraqī („Das Genügende für den Aufsteigenden zur Kenntnis der Erbpflichtteile nach al-Khiraqī"). Es ist ein Kommentar zu den Versen von aṣ-Ṣarṣarī al-Baghdādī über die Erbteile, die im „Mukhtaṣar" des al-Khiraqī stehen. Gedruckt in Damaskus im Jahr 1342 n. H.
38 – Al-Kashf ʿan ḥāl qiṣṣat Hārūt wa Mārūt („Die Aufdeckung über den Stand der Geschichte von Hārūt und Mārūt"). Manuskript im Besitz von Zuhair asch-Schawisch.
39 – Al-Kawākib ad-durrīya fī tārīkh ʿAbd ar-Raḥmān al-Yūsuf, erschienen in Syrien. Gedruckt in der Druckerei al-Faiḥāʾ in Damaskus im Jahr 1339 n. H.
40 – Al-Madkhal ilā madhhab al-Imām Aḥmad ibn Ḥanbal („Einführung in die Rechtsschule des Imams Aḥmad ibn Ḥanbal"). Es wurde in drei Auflagen gedruckt: Die erste bei der Verwaltung der Munīrīya-Druckerei nach dem Tod seines Verfassers, die zweite bei der Muʾassasat ar-Risāla im Jahr 1401 n. H., herausgegeben von Dr. ʿAbdullāh ibn ʿAbd al-Muḥsin at-Turkī, und die dritte, herausgegeben von Usāma ar-Rifāʿī. Ich habe sie nicht einsehen können, um den Druckort zu erfahren.
41 – Munādamat al-aṭlāl wa musāmarat al-khayāl („Zwiegespräch mit den Ruinen und nächtliche Unterhaltung mit dem Trugbild"). Gedruckt beim Islamischen Büro (al-Maktab al-Islāmī) mit einem Vorwort des hochverehrten Gelehrten Scheich Muḥammad Bahǧat al-Baiṭār – Allah erbarme sich seiner – und unter der Aufsicht von Scheich Zuhair asch-Schawisch; die erste Auflage in Damaskus im Jahr 1379 n. H., die zweite in Beirut im Jahr 1405 n. H.
Ich sage: Von ihm besitzt sein Verfasser auch eine Kurzfassung in der Ẓāhirīya[-Bibliothek] unter der Nummer (4102), auf 62 Blättern.
42 – Al-Manhal aṣ-ṣāfī fī sharḥ al-Kāfī fī l-ʿarūḍ wa l-qawāfī („Die klare Tränke im Kommentar zum ‚Genügenden' über Metrik und Reimlehre"). Der Herausgeber der „Al-Kawākib ad-durrīya" führte es unter den Werken Ibn Badrāns auf, und auch der Gelehrte Muḥammad Bahǧat al-Baiṭār erwähnte es in der Einleitung zu „Munādamat al-aṭlāl", S. (n), und sagte: „Mein Großvater, der Bruder meines Großvaters mütterlicherseits, also der Gelehrte Scheich ʿAbd ar-Razzāq al-Baiṭār, hat es mit trefflichen Worten gepriesen und den Verfasser darin mit schöner Anerkennung gelobt."
43 – Mawārid al-afhām ʿalā salsabīl ʿumdat al-aḥkām („Die Tränken des Verstandes an der Quelle des ‚Stützpfeilers der Rechtsbestimmungen'"). In zwei Bänden. Er sagte darüber in seinem Buch „Al-Madkhal", S. 470, als er über die „ʿUmdat al-aḥkām" von ʿAbd al-Ghanī al-Maqdisī sprach: „… Dann habe ich es in zwei Bänden erläutert und es ‚Mawārid al-afhām ʿalā salsabīl ʿumdat al-aḥkām' genannt, wobei ich Ihn, den Erhabenen, bitte, dass Er jenen, der es liest, durch Seine Gabe und Güte damit nützen möge."
Ich sage: Es ist ein Manuskript, dessen erster Band in der Privatbibliothek Schāmil asch-Schāhīn zu finden war; er umfasst 243 Blätter in der Handschrift seines Verfassers, und dieser schloss ihn am Zehnten des gesegneten Ramadan des Jahres 1336 n. H. ab.
Sein Anfang lautet: „Lob sei Allah, der in diese Religion unablässig einen Setzling pflanzt, den Er in Seinem Gehorsam einsetzt und den Er zu Siegreichen macht, denen ihre Verlasser nicht schaden, bis die Stunde anbricht, und den Er mit dem Auge Seiner Fürsorge bedenkt, sodass Er ihnen aus der gesicherten Sunna [Pflichten] auferlegte … Einleitungen; die erste über das Leben des Verfassers, nämlich des Imams, des Asketen, des Hüters seiner Zeit und ihres Hadithkundigen, ʿAbd al-Ghanī ibn ʿAbd al-Wāḥid."
Und sein Ende lautet: „Als er nun sah, was in seinem Gesicht war … und die Zulässigkeit, ein Geschenk aus einem Grund zurückzuweisen und sich für die Zurückweisung zu entschuldigen, um das Herz des Schenkenden zu besänftigen, und dass das Geschenk nur durch die Annahme in den Besitz übergeht."
44 – Nuzhat al-khāṭir al-ʿāṭir sharḥ Rawḍat an-nāẓir wa ǧannat al-munāẓir von Ibn Qudāma („Das duftende Ergötzen des Geistes, Kommentar zu ‚Der Garten des Betrachters und das Paradies des Disputanten'"). Gedruckt in der Salafīya-Druckerei in Ägypten im Jahr 1342 n. H. auf Anordnung des Königs ʿAbd al-ʿAzīz ibn Saʿūd – Allah erbarme sich seiner.
Muḥammad ibn Saʿīd al-Ḥanbalī sagte: „Dies ist, außer dem, was ich an Abhandlungen und Rechtsgutachten zu den verschiedenen Wissensgebieten besitze, die – würde man sie sammeln – Bände erreichen würden; was davon einen Umfang von ein oder zwei Heften hat, haben wir aus Furcht vor Weitschweifigkeit übergangen."1
Seine Schüler:
Es wurde bereits erwähnt, dass der Gelehrte Ibn Badrān in der Omayyaden-Moschee und in der Schule des ʿAbdullāh Pascha al-ʿAẓm unterrichtet hat. Es ist natürlich, dass er Studenten und Schüler hatte; die bedeutendsten seiner Studenten, auf die ich gestoßen bin, sind:
1 – Der Gelehrte, Literat und Dichter Muḥammad Salīm al-Ǧundī. Er war Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Damaskus und starb im Jahr 1375 n. H.2 Über ihn sagte der große Literat Scheich ʿAlī aṭ-Ṭanṭāwī in seinem Buch „Dimashq", S. 141: „Ich kenne unter dem Himmelsgewölbe niemanden, der in Arabisch und seinen Wissenschaften kundiger wäre als er." Er hatte bei dem Gelehrten Ibn Badrān mehrere Bücher gelesen und berichtete über sich selbst: „Ich las bei Scheich ʿAbd al-Qādir Badrān ad-Dūmānī, von Herkunft, Geburt und Tod her Damaszener, und ich las bei ihm das Buch ‚At-Talwīḥ sharḥ at-Tawḍīḥ' über die Rechtsgrundlagen von Saʿd ad-Dīn at-Taftāzānī, den Kommentar zum ‚Mukhtaṣar' über die Lehre von den Bedeutungen und der Redekunst, ebenfalls von Saʿd ad-Dīn, sowie den Kommentar des Schaikh al-Islām zur ‚Khazraǧīya' über Metrik und Reimlehre; und er las in der Schamīsātīya-Schule."3
2 – Der Dichter und Literat Muḥammad ibn Maḥmūd al-Bazm. Damaszener von Geburt und Tod, irakischer Herkunft, gestorben im Jahr 1375 n. H. Az-Ziriklī hat ihn in „Al-Aʿlām" (7/91) behandelt und darauf hingewiesen, dass er bei Ibn Badrān gelernt hat.
1 Seine Lebensbeschreibung steht am Ende des „Madkhal", S. (ǧ).
2 Siehe seine Lebensbeschreibung in „Al-Aʿlām" (6/148).
3 „Tārīkh Maʿarrat an-Nuʿmān" von Salīm al-Ǧundī (1/7, 8).
3 – Fakhrī ibn Maḥmūd al-Bārūdī. Einer der Männer der Politik, gestorben im Jahr 1386 n. H., wie es im Nachtrag zu „Muʿǧam al-muʾallifīn", S. 544, steht. Ibn Badrān war bei ihnen zu Gast, als er aus seiner Heimatstadt vertrieben wurde. Dort sagt er in einer früheren Rede von ihm: „Und seit jener Zeit entwickelte ich eine Neigung zum Dichten. Dabei half mir Scheich ʿAbd al-Qādir Badrān … Ich war damals Schüler der Vorbereitungsschule, und sein Aufenthalt in unserem Haus nützte mir, da er mir half, die arabische Sprache zu erlernen. Er hatte große Verdienste durch seine Anleitung und seinen Hinweis auf die Sprachbücher, die Lektüre der Bücher der Literatur und der Dichterdiwane. Auch las ich bei ihm alle Maqāmāt des al-Ḥarīrī. Dies hatte einen Einfluss auf die Ausrichtung meiner selbst auf die arabische Literatur, im Gegensatz zu meinen Gefährten, die sich der türkischen Literatur zuwandten!!"1
4 – Munīf ibn Rāshid al-Yūsuf. Er ist der Sohn des Bruders des Ministers und Pilgerkarawanenführers ʿAbd ar-Raḥmān Pascha al-Yūsuf. Der Gelehrte Ibn Badrān sagte lobend über ihn: „Er ließ nie vom Lesen ab und wurde des Erwerbs der Wissenschaften nicht müde. Er las bei mir Metrik, Grammatik, Morphologie und die Künste der Redekunst, aus Liebe zur Literatur und zu den Literaten und zum Sammeln kostbarer Bücher."2
5 – Der Gelehrte Scheich Muḥammad Ṣāliḥ al-ʿAqqād asch-Schāfiʿī, von dem man sagte: „der kleine Schāfiʿī". Er starb im Jahr 1390 n. H. und lernte bei dem Gelehrten Ibn Badrān die Grammatik, wie es im Buch „ʿUlamāʾ Dimashq fī l-qarn ar-rābiʿ ʿashar" (2/894) steht.
6 – Der Gelehrte und Historiker Scheich Muḥammad Aḥmad Dahmān. Er gehört zu den engsten Schülern Ibn Badrāns; denn dieser hinterließ in ihm eine überaus tiefe Wirkung und pflanzte in ihn die Liebe zu Wissenschaft und Besserung. Noch zu Lebzeiten seines Lehrers gründete er die Druckerei und die Salafīya-Bibliothek in Damaskus, in der einige Werke seines Lehrers Ibn Badrān gedruckt wurden. Er hinterließ Werke und zahlreiche Editionen, mit denen er seine Heimatstadt Damaskus besonders bedachte, und mehr davon. Er starb – Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner – im Jahr 1408 n. H.1
1 „Mudhakkirāt al-Bārūdī", S. 34, 35.
2 „Al-Kawākib ad-durrīya" von Ibn Badrān, S. 107.
1 Siehe seine Lebensbeschreibung in: „Tārīkh ʿulamāʾ Dimashq fī l-qarn ar-rābiʿ ʿashar" (3/532 – 537).
Seine Krankheit und sein Tod:
Der Gelehrte Ibn Badrān – Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner – wurde in seinen letzten Lebensjahren von der Lähmung getroffen – was seine Gesundheit bis zu seinem Tod beeinträchtigte, Allah erbarme sich seiner. Lassen wir ihn selbst darüber berichten, wo er sagt:
«نمت ليلة النِّصف من شوال عام اثنين وأربعين وثلاثمائة بعد الألف في غرفتي في مدرسة عبد الله باشا العظم في دمشق؛ فانتبهت وقت الفجر وإذا بي أُصبت في رجلي وفي يدي اليمناوين بحيث بطلت حركتهما، فنقلت في اليوم الثاني إلى المستشفى العام بدمشق، المبني بالبرامكة، فكنت فيه كالغريب، وصار مَن كنتُ أعلمه وأُصَفِّي لَهُ قلبي كالعدو المُجاهر المحتال، ومن به من النّصارى يعرفون قدري ويلاطفونني أحسن ملاطفة، فكنت أُسلي نفسي بنظم الشعر بعد أن كنت تركته، وأُروِّض يدي اليُسرى على كتابة ما أنظمه، ولمَّا كان ذلك تذكاراً لِمَا بُليت به قيدته في هذا الديوان؛ ليكون سانحة من السوانح، ويُعلمَ ما كنت ألاقيه من تقلبات الدهر، وهذه طليعة السوانح:»
„In der Nacht des Fünfzehnten des Schawwāl des Jahres eintausenddreihundertzweiundvierzig schlief ich in meinem Zimmer in der Schule des ʿAbdullāh Pascha al-ʿAẓm in Damaskus; zur Morgendämmerung erwachte ich, und siehe, mein rechtes Bein und meine rechte Hand waren getroffen, sodass sie sich nicht mehr bewegen ließen. Am zweiten Tag wurde ich in das Allgemeine Krankenhaus von Damaskus gebracht, das in al-Barāmika erbaut ist. Dort war ich wie ein Fremder, und wer mir bekannt war und dem ich mein Herz rein hielt, wurde wie ein offener, hinterlistiger Feind. Die Christen dort aber kannten meinen Rang und behandelten mich auf das Freundlichste. So tröstete ich mich mit dem Dichten von Versen, nachdem ich es aufgegeben hatte, und übte meine linke Hand darin, niederzuschreiben, was ich dichtete. Da dies eine Erinnerung an das war, womit ich geprüft wurde, hielt ich es in diesem Diwan fest, damit es ein Einfall unter den Einfällen sei und man erfahre, was ich an den Wechselfällen der Zeit erlebte. Dies ist der Anfang der Einfälle:"
اللَّـهِ أَشْكُـو الـذي قـاسَيت من ألـمٍ — ومِنْ هُمـومٍ بهـا زاد الضَّنـا ضَـرَمِـي
قد بِتُّ ليلي في أمنٍ وفي دعةٍ — وفي صَبَاحيَ لا أمشي على قدمي
أيقظتُ طَرْفي ورِجْلي مَسَّها خَدَرٌ — وجـاوَبَتْها يدي بـالضَّعْفِ والـوَرَمِ
نِصْفِي اليمـينُ أراهُ لا حـراكَ بـهِ — ولستُ أُظْهِرُ ما أُبديه من كَلَمي
مِـنْ قَبْـلُ كنتُ كسحبانَ بلا مللٍ — ومُرهَفَ القَلَمِ المحبوبِ من خَدَمي
مَكَثْتُ في غُرفتي والوَهْمُ خامَرَني — في وحدةٍ عن جميع النَّاس والأُمَمِ
سُكَّانُ مدرستي ثـارتْ مطامِعهم — فـأَجْمَعُوا أَمْرَهُمْ للغَدْرِ بالـذِّمَمِ
جـاءوا عِجالاً وقالوا لي الوصيةُ قَدْ — جـاءَتْ بها سُنَنٌ مِنْ قَبْلِ أن تَنَمِ
غَـدْراً ومَكْـراً أَتَـوا لـلاسْتِلابِ فمـا — فيهم صديـقٌ سوى لِصٍّ ومُجْتَرِمِ
فقلتُ ما لي سوى الأسفار من سبب — مَمْلـوءَةً بصحيـحِ العِلْـمِ والحِكَمِ
Bei Allah klage ich über das, was ich an Schmerz erlitt, und über Sorgen, durch die meine Qual zu glühender Glut wuchs.
Ich hatte meine Nacht in Sicherheit und Ruhe verbracht, doch am Morgen konnte ich nicht auf meinen Füßen gehen.
Ich schlug die Augen auf, und mein Bein – Taubheit hatte es befallen; meine Hand antwortete ihm mit Schwäche und Schwellung.
Meine rechte Hälfte, ich sehe: keine Regung ist in ihr; doch ich zeige nicht, was ich an Wunden verberge.
Zuvor war ich wie Saḥbān, ohne Ermüdung, und die spitze, geliebte Feder war unter meinen Dienern.
Ich blieb in meinem Zimmer, und der Wahn umfing mich, in Einsamkeit, fern von allen Menschen und Völkern.
Die Bewohner meiner Schule – ihre Begierden erwachten; sie fassten einmütig den Plan, die Verpflichtungen zu verraten.
Eilig kamen sie und sagten mir: „Das Vermächtnis – Bräuche haben es längst gebracht, ehe du einschläfst."
Aus Verrat und List kamen sie, um zu rauben; unter ihnen ist kein Freund außer Dieb und Verbrecher.
Da sagte ich: Ich habe keinen Rückhalt außer den Büchern, gefüllt mit gesicherter Wissenschaft und Weisheit.
In diesem Gedicht erwähnte er seinen Zustand im Krankenhaus und die Lage der Kranken, die – wir bitten Allah um Wohlergehen – vor Schmerz schreien und die lange Nacht hindurch stöhnen, bis er das Lob des Arztes anstimmte, der ihn behandelte, und sprach:
جَاءَ الطَّبيبُ يَرُومُ الفحصَ عن مَرَضِي — في دِقَّـةٍ ولَهيبُ القَلْبِ في ضَـرَمِ
أَضْحَـى يُلاطِفُني أَحْلَـى مُلاطَفـةً — حَسْنَـاءَ تُنْبِـيءُ عن لُطْفٍ وعن شَمَمِ
حُسْنِـي الطبيـبُ جـزاهُ الله صـالحـةً — وزادَهُ شـرفـاً في سـائـرِ الأُمَـمِ
إلى الأَكـارمِ ينمى من بني سَبَـحٍ(١) — لا زالَ مشتهـراً في العُـرْبِ والعَجَـمِ
بَـدْرُ الأَطِبَّـاءِ في بَلْـداتِنا ولَـه — مـآثِـرٌ مـن جميـلِ الحِلْـمِ والشِّيَـمِ
Der Arzt kam und wollte meine Krankheit untersuchen, mit Sorgfalt, während die Flamme des Herzens in Glut stand.
Er begann, mich auf die lieblichste Weise zu behandeln, eine schöne Art, die von Güte und Edelmut kündet.
Ḥusnī, der Arzt – Allah vergelte ihm mit Gutem – und mehre seine Ehre unter allen Völkern.
Er stammt von den edlen Männern, den Banū Sabaḥ1; möge er unter Arabern und Nichtarabern stets berühmt bleiben.
Der Vollmond der Ärzte in unseren Städten, und er hat Verdienste an schöner Milde und edlen Wesenszügen.
Bis er – Allah erbarme sich seiner – sagte: „Dies ist, was die Feder hervorbrachte, während ich im Zustand schwerer Krankheit mit meiner linken Hand schrieb."2
Er blieb etwa sechs Monate im Krankenhaus und verließ es dann; zudem wurde er in den letzten Jahren mit einer Schwächung seines Augenlichts durch das viele Schreiben geschlagen – Allah, der Erhabene, erbarme sich seiner.
Der Gelehrte Ibn Badrān starb in der Stadt Damaskus im Monat Rabīʿ at-Tānī des Jahres eintausenddreihundertsechsundvierzig der Hidschra, entsprechend dem 25.9.1927 n. Chr., und zwar im Krankenhaus der Fremden3, und wurde auf dem Friedhof Bāb aṣ-Ṣaghīr in Damaskus beigesetzt4.
1 Er ist Dr. Ḥusnī Sabaḥ, geboren im Jahr 1900 n. Chr.; er hatte mehrere Ämter inne, darunter das Präsidium der Syrischen Universität und zuletzt das Präsidium der Arabischen Akademie in Damaskus. Er galt als der oberste der Ärzte in Damaskus (asch-Schām) und starb im Jahr 1406 n. H. Siehe seine Lebensbeschreibung in „Man huwa fī Sūriya", S. 355.
2 „Tasliyat al-labīb" (81/b – 82/b).
3 Es ist das Krankenhaus, das Ibn Badrān bereits zuvor erwähnt hat; es ist heute als das Nationalkrankenhaus bekannt.
4 Am Ende des „Madkhal", S. (a), und „Aʿlām al-adab wa l-fann" (1/225).
Muhammad Taqī ad-Dīn al-Ḥiṣnī sagte, indem er von einem der Literaten von Damaskus überlieferte: „Es schmerzt dich gewiss sehr, zu erfahren, dass dieser vortreffliche Verstorbene in einer der Stiftungsschulen in einer ärmlichen Kammer gestorben ist. Und der Schmerz wächst in dir noch, wenn du erfährst, dass dem Leichenzug dieses Gelehrten, des Scheichs Ibn Badrān, weder ein Literat noch ein Gelehrter folgte und dass wohl auch niemand davon Notiz nahm. Das ist das Los dieses gelehrten Literaten: Er lebte ehrenhaft und arm und starb, wie er gelebt hatte." Hier enden seine Worte. Ich sage – das heißt al-Ḥiṣnī –: Was der verehrte Schriftsteller meint, ist richtig. Wahrscheinlich ist, dass die Nachricht von seinem Tod die Menschen nicht erreichte, sodass weder Gelehrter noch Händler noch Literat seinem Leichenzug das Geleit gaben. Was ich weiß, ist, dass er im Hospital der Fremden starb.1
Gott erbarme sich Ibn Badrāns! Er lebte als Fremder und starb als Fremder – und so: Heil den Fremden.
Seine Totenklage
Muhammad ibn Saʿīd al-Ḥanbalī sagte: „Kurzum, er war die Zierde seines Zeitalters und eine Seltenheit seiner Epoche, mit rühmlichen Vorzügen, die sich nur in einer eigenen Abhandlung erschöpfend darstellen ließen – Gottes weite Barmherzigkeit sei mit ihm. Einige seiner Zeitgenossen haben ihn mit Versen betrauert, die wir vollständig wiedergegeben haben,2 und es sind die folgenden Worte von ihm:"
نارُ الجَوى قدْ سَرَتْ في الجِسْمِ بالسَّقَمِ فالدَّمْعُ ما بيْنَ مَسْجُونٍ ومُنْسَجِمِ
عمَّ الأسَى وعَلا السَّيْلُ الزُّبَى وربا وكِدْتُ لولا الحَيَا أصْبُو مِنَ الأَلَمِ
أيَحْسَبُ الغُمْرُ أن العُمْرَ لا نَحْسُنُ بِهِ فيا قُرْبَ هذا الوَهْمِ(٣) لِلْوَهَمِ
يا عَيْنُ جُودي دماً سَحّاً على أَدَمِ(٤) واسْتَنْزِلي عِبَراً أَدْهى مِنَ الدِّيَمِ
لامَ العَذُولُ بإلحاحٍ فقلتُ لَهُ إليكَ عني فَلَوْ أُصِبْتَ لَمْ تَلُمِ
إنّي كَفَانِيَ مِنْ أمْرٍ دَهَمْتُ بِهِ فالحُزْنُ مني ودَائي غَيْرُ مُنْحَسِمِ
باللَّهِ دَعْني أَنُوحُ هائِماً وأَقِلْ والَهْفَ نفسي لِفَقْدِ البَدْرِ في الظُّلَمِ
بَحْرُ العُلُومِ بُحورُ العلمِ تَغْبِطُهُ وابْنُ الكريمِ فقُلْ ما شِئْتَ من كَرَمِ
لاحَ اسْمُهُ(١) قَمَراً في اللَّحْدِ مُنْخَسِفاً حِسّاً ومَعْنى فَحَالُ القلبِ في ضَرَمِ
هُوَ الَّذي تُشْرِقُ الدُّنيا بطلعَتِهِ لا شَمْسُها وأبو إسحاقَ ذُو الشِّيَمِ
سَقَى ضَريحَ حِماهُ صَوْبُ مَغْفِرَةٍ مِنَ الإلهِ مُزيلِ الكَرْبِ والنِّقَمِ
يا نفسُ لا تَجْزَعي ممَّا دَهَى فَلَكَمْ للَّهِ مِنْ فَرَجٍ يُشْفيكِ مِنْ أَلَمِ
فاسْتَسْلِمي ودَعِي الأقدارَ جاريةً فأنتِ صائرةٌ لا شكَّ في العدمِ
وانهَى(٢) صَلاةً بِتَسْليمٍ يُقارِنُها على شَفيعِ الوَرَى في مجمعِ الأُمَمِ
Das Feuer der Leidenschaft ist durch die Krankheit in den Leib gedrungen, und die Tränen fließen, teils zurückgehalten, teils strömend.
Der Kummer hat alles erfasst, die Flut ist über die Hügel gestiegen und angeschwollen; beinahe wäre ich, hielte mich nicht die Scham zurück, vor Schmerz außer mir geraten.
Meint der Unerfahrene, das Leben sei für uns nicht unglücksschwanger? Wie nah ist diese Einbildung3 doch dem Irrtum!
O mein Auge, spende Blut in Strömen auf die Wangen4 und lass Tränen fließen, verheerender als Regengüsse!
Der Tadler tadelte beharrlich; da sagte ich zu ihm: Lass mich in Ruhe! Wärest du betroffen, du tadeltest nicht.
Mir genügt, was an Unheil über mich hereinbrach; die Trauer in mir und mein Leiden sind nicht zu stillen.
Bei Gott, lass mich verzweifelt klagen und schweig! Ach, meine Seele, um den Verlust des Vollmonds in der Finsternis!
Ein Meer der Wissenschaften, auf das die Meere des Wissens neidisch sind, und ein Sohn des Edlen – sag, was du willst an Edelmut.
Sein Name1 erschien als Mond, im Grab verfinstert, sinnlich wie auch im Sinn, und das Herz steht in Glut.
Er ist es, durch dessen Antlitz die Welt erstrahlt, nicht durch ihre Sonne – er, Abū Isḥāq, der Edle.
Es tränke das Grab seiner Ruhestätte ein Regen der Vergebung von Gott, der Not und Strafen hinwegnimmt.
O meine Seele, verzage nicht ob des Unheils, denn wie viel Erleichterung hat Gott, die dich von Schmerz heilt!
So ergib dich und lass die Schicksalsfügungen ihren Lauf nehmen; du wirst ohne Zweifel zum Nichts.
Und beschließe das Gebet mit einem Segensgruß2, der es begleitet, auf den Fürsprecher der Geschöpfe in der Versammlung der Völker.
1 „Muntakhabāt at-tawārīkh li-Dimashq" (2/763).
2 Am Ende der „Einleitung" (al-Madkhal), S. (ج).
3 „al-Wahm" (die Einbildung) mit Ruhezeichen auf dem „h" bedeutet die Mutmaßung; mit Vokal auf dem „h" bedeutet es den Irrtum.
4 Das heißt: die Haut der Wangen.
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Dies ist ein kurzer Überblick und ein kleiner Auszug aus den Quellen der Lebensbeschreibung dieses ehrwürdigen Imams, der sich selbst in Wissen, Lehre und Schriftstellerei verausgabt hat. O Gott, breite Deine Vergebung über ihn aus und lass Deine Barmherzigkeit reichlich auf ihn herabregnen. Amen.
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1 Das heißt: im Wort „al-Badr" („der Vollmond"), das seinem Beinamen in den meisten Buchstaben entspricht.
2 Mit Weglassung des Hamza wegen des Versmaßes.