Das Erreichen des Ziels aus den Belegen der Rechtsurteile · Kapitel 58 von 91
Kapitel über Ebenbürtigkeit und Wahlrecht
Kapitel über Ebenbürtigkeit und Wahlrecht
٨٥٠ – عَنِ ٱبْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: «الْعَرَبُ بَعْضُهُمْ أَكْفَاءُ بَعْضٍ، وَالْمَوَالِي بَعْضُهَا أَكْفَاءُ بَعْضٍ؛ إِلَّا حَائِكٌ أَوْ حَجَّامٌ» رَوَاهُ الْحَاكِمُ، وَفِي إِسْنَادِهِ رَاوٍ لَمْ يُسَمَّ، وَٱسْتَنْكَرَهُ أَبُو حَاتِمٍ. وَلَهُ شَاهِدٌ عِنْدَ الْبَزَّارِ عَنْ مُعَاذِ بْنِ جَبَلٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ بِسَنَدٍ مُنْقَطِعٍ.
850 – Von Ibn Umar, Allah möge mit beiden zufrieden sein: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Die Araber sind einander ebenbürtig, und die Mawali (die freigelassenen Nichtaraber) sind einander ebenbürtig – außer einem Weber oder einem Schröpfer.“ Überliefert von al-Hakim; in seiner Überliefererkette befindet sich ein Überlieferer, der nicht namentlich genannt wird, und Abu Hatim hat ihn als abzulehnend bezeichnet. Er hat einen stützenden Beleg bei al-Bazzar von Mu‘adh ibn Jabal, Allah möge mit ihm zufrieden sein, mit unterbrochener Kette.
٨٥١ – وَعَنْ فَاطِمَةَ بِنْتِ قَيْسٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا أَنَّ النَّبِيَّ ﷺ قَالَ لَهَا: «ٱنْكِحِي أُسَامَةَ» رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
851 – Von Fatima bint Qais, Allah möge mit ihr zufrieden sein: Der Prophet ﷺ sagte zu ihr: „Heirate Usama.“ Überliefert von Muslim.
٨٥٢ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيَّ ﷺ قَالَ: «يَا بَنِي بَيَاضَةَ، أَنْكِحُوا أَبَا هِنْدٍ، وَٱنْكِحُوا إِلَيْهِ – وَكَانَ حَجَّاماً –» رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ، وَالْحَاكِمُ، بِسَنَدٍ جَيِّدٍ.
852 – Von Abu Huraira, Allah möge mit ihm zufrieden sein: Der Prophet ﷺ sagte: „O Banu Bayada, verheiratet Abu Hind, und holt euch eure Ehefrauen aus seiner Familie – er war nämlich Schröpfer –.“ Überliefert von Abu Dawud und al-Hakim, mit guter Kette.
٨٥٣ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا قَالَتْ: «خُيِّرَتْ بَرِيرَةُ عَلَى زَوْجِهَا حِينَ عَتَقَتْ» مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ – فِي حَدِيثٍ طَوِيلٍ –. وَلِمُسْلِمٍ عَنْهَا: «أَنَّ زَوْجَهَا كَانَ عَبْداً». وَفِي رِوَايَةٍ عَنْهَا: «كَانَ حُرّاً»، وَالْأَوَّلُ أَثْبَتُ. وَصَحَّ عَنِ ٱبْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا عِنْدَ الْبُخَارِيِّ: «أَنَّهُ كَانَ عَبْداً».
853 – Von Aischa, Allah möge mit ihr zufrieden sein, die sagte: „Barira wurde, als sie freigelassen wurde, die Wahl gegenüber ihrem Ehemann gelassen.“ Einhellig überliefert (al-Bukhari und Muslim) – in einem langen Hadith. Bei Muslim von ihr: „dass ihr Ehemann ein Sklave war.“ In einer anderen Überlieferung von ihr: „Er war frei“, doch die erste ist die besser belegte. Und von Ibn Abbas, Allah möge mit beiden zufrieden sein, ist bei al-Bukhari als authentisch überliefert: „dass er ein Sklave war.“
٨٥٤ – وَعَنِ الضَّحَّاكِ بْنِ فَيْرُوزَ الدَّيْلَمِيِّ، عَنْ أَبِيهِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ: «قُلْتُ: يَا رَسُولَ اللَّهِ، إِنِّي أَسْلَمْتُ وَتَحْتِي أُخْتَانِ، فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: طَلِّقْ أَيَّتَهُمَا شِئْتَ» رَوَاهُ الْخَمْسَةُ إِلَّا النَّسَائِيَّ، وَصَحَّحَهُ ٱبْنُ حِبَّانَ، وَالدَّارَقُطْنِيُّ، وَالْبَيْهَقِيُّ، وَأَعَلَّهُ الْبُخَارِيُّ.
854 – Von ad-Dahhak ibn Fayruz ad-Daylami, von seinem Vater, Allah möge mit ihm zufrieden sein, der sagte: „Ich sagte: ‚O Gesandter Allahs, ich habe den Islam angenommen, und ich habe zwei Schwestern zu Ehefrauen.‘ Da sagte der Gesandte Allahs ﷺ: ‚Lass dich von derjenigen von beiden scheiden, von der du willst.‘“ Überliefert von den Fünf (Abu Dawud, at-Tirmidhi, an-Nasa’i, Ibn Majah, Ahmad) außer an-Nasa’i; Ibn Hibban, ad-Daraqutni und al-Bayhaqi stuften ihn als authentisch ein, al-Bukhari jedoch hat ihn als mangelhaft bezeichnet.
٨٥٥ – وَعَنْ سَالِمٍ، عَنْ أَبِيهِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ: «أَنَّ غَيْلَانَ بْنَ سَلَمَةَ أَسْلَمَ وَلَهُ عَشْرُ نِسْوَةٍ، فَأَسْلَمْنَ مَعَهُ، فَأَمَرَهُ النَّبِيُّ ﷺ أَنْ يَتَخَيَّرَ مِنْهُنَّ أَرْبَعاً» رَوَاهُ أَحْمَدُ، وَالتِّرْمِذِيُّ، وَصَحَّحَهُ ٱبْنُ حِبَّانَ، وَالْحَاكِمُ، وَأَعَلَّهُ الْبُخَارِيُّ، وَأَبُو زُرْعَةَ، وَأَبُو حَاتِمٍ.
855 – Von Salim, von seinem Vater, Allah möge mit ihm zufrieden sein: „Ghaylan ibn Salama nahm den Islam an, und er hatte zehn Frauen; sie nahmen mit ihm den Islam an. Da befahl ihm der Prophet ﷺ, vier von ihnen auszuwählen.“ Überliefert von Ahmad und at-Tirmidhi; Ibn Hibban und al-Hakim stuften ihn als authentisch ein, al-Bukhari, Abu Zur‘a und Abu Hatim jedoch haben ihn als mangelhaft bezeichnet.
٨٥٦ – وَعَنِ ٱبْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا قَالَ: «رَدَّ النَّبِيُّ ﷺ ٱبْنَتَهُ زَيْنَبَ عَلَى أَبِي الْعَاصِ بْنِ الرَّبِيعِ – بَعْدَ سِتِّ سِنِينَ – بِالنِّكَاحِ الْأَوَّلِ، وَلَمْ يُحْدِثْ نِكَاحاً» رَوَاهُ الْخَمْسَةُ إِلَّا النَّسَائِيَّ، وَصَحَّحَهُ أَحْمَدُ، وَالْحَاكِمُ.
856 – Von Ibn Abbas, Allah möge mit beiden zufrieden sein, der sagte: „Der Prophet ﷺ gab seine Tochter Zainab – nach sechs Jahren – mit der ersten Eheschließung an Abu l-As ibn ar-Rabi‘ zurück, und er schloss keine neue Ehe.“ Überliefert von den Fünf außer an-Nasa’i; Ahmad und al-Hakim stuften ihn als authentisch ein.
٨٥٧ – وَعَنْ عَمْرِو بْنِ شُعَيْبٍ، عَنْ أَبِيهِ، عَنْ جَدِّهِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ: «أَنَّ النَّبِيَّ ﷺ رَدَّ ٱبْنَتَهُ زَيْنَبَ عَلَى أَبِي الْعَاصِ بِنِكَاحٍ جَدِيدٍ». قَالَ التِّرْمِذِيُّ: «حَدِيثُ ٱبْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا أَجْوَدُ إِسْنَاداً، وَالْعَمَلُ عَلَى حَدِيثِ عَمْرِو بْنِ شُعَيْبٍ».
857 – Von Amr ibn Shu‘ayb, von seinem Vater, von seinem Großvater, Allah möge mit ihm zufrieden sein: „Der Prophet ﷺ gab seine Tochter Zainab an Abu l-As mit einer neuen Eheschließung zurück.“ At-Tirmidhi sagte: „Das Hadith von Ibn Abbas, Allah möge mit beiden zufrieden sein, hat die bessere Überliefererkette, doch gehandelt wird nach dem Hadith von Amr ibn Shu‘ayb.“
٨٥٨ – وَعَنِ ٱبْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا قَالَ: «أَسْلَمَتِ ٱمْرَأَةٌ فَتَزَوَّجَتْ، فَجَاءَ زَوْجُهَا فَقَالَ: يَا رَسُولَ اللَّهِ، إِنِّي كُنْتُ أَسْلَمْتُ، وَعَلِمَتْ بِإِسْلَامِي، فَٱنْتَزَعَهَا رَسُولُ اللَّهِ ﷺ مِنْ زَوْجِهَا الْآخِرِ، وَرَدَّهَا إِلَى زَوْجِهَا الْأَوَّلِ» رَوَاهُ أَحْمَدُ، وَأَبُو دَاوُدَ، وَٱبْنُ مَاجَهْ، وَصَحَّحَهُ ٱبْنُ حِبَّانَ، وَالْحَاكِمُ.
858 – Von Ibn Abbas, Allah möge mit beiden zufrieden sein, der sagte: „Eine Frau nahm den Islam an und heiratete dann. Da kam ihr (früherer) Ehemann und sagte: ‚O Gesandter Allahs, ich hatte den Islam bereits angenommen, und sie wusste von meinem Islam.‘ Da nahm der Gesandte Allahs ﷺ sie ihrem anderen Ehemann weg und gab sie ihrem ersten Ehemann zurück.“ Überliefert von Ahmad, Abu Dawud und Ibn Majah; Ibn Hibban und al-Hakim stuften ihn als authentisch ein.
٨٥٩ – وَعَنْ زَيْدِ بْنِ كَعْبِ بْنِ عُجْرَةَ، عَنْ أَبِيهِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ: «تَزَوَّجَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ الْعَالِيَةَ – مِنْ بَنِي غِفَارٍ –، فَلَمَّا دَخَلَتْ عَلَيْهِ وَوَضَعَتْ ثِيَابَهَا، رَأَى بِكَشْحِهَا بَيَاضاً، فَقَالَ: ٱلْبَسِي ثِيَابَكِ، وَٱلْحَقِي بِأَهْلِكِ، وَأَمَرَ لَهَا بِالصَّدَاقِ» رَوَاهُ الْحَاكِمُ، وَفِي إِسْنَادِهِ جَمِيلُ بْنُ زَيْدٍ وَهُوَ مَجْهُولٌ، وَٱخْتُلِفَ عَلَيْهِ فِي شَيْخِهِ ٱخْتِلَافاً كَثِيراً.
859 – Von Zayd ibn Ka‘b ibn Ujra, von seinem Vater, Allah möge mit ihm zufrieden sein, der sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ heiratete al-Aliya – von den Banu Ghifar –. Als sie zu ihm eintrat und ihre Kleider ablegte, sah er an ihrer Seite etwas Weißes. Da sagte er: ‚Zieh deine Kleider an und geh zu deiner Familie‘, und er ordnete ihr die Brautgabe an.“ Überliefert von al-Hakim; in seiner Überliefererkette befindet sich Jamil ibn Zayd, der unbekannt ist, und über seinen Lehrer gab es viel Uneinigkeit.
٨٦٠ – وَعَنْ سَعِيدِ بْنِ الْمُسَيَّبِ أَنَّ عُمَرَ بْنَ الْخَطَّابِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ: «أَيُّمَا رَجُلٍ تَزَوَّجَ ٱمْرَأَةً، فَدَخَلَ بِهَا، فَوَجَدَهَا بَرْصَاءَ، أَوْ مَجْنُونَةً، أَوْ مَجْذُومَةً؛ فَلَهَا الصَّدَاقُ بِمَسِيسِهِ إِيَّاهَا، وَهُوَ لَهُ عَلَى مَنْ غَرَّهُ مِنْهَا» أَخْرَجَهُ سَعِيدُ بْنُ مَنْصُورٍ، وَمَالِكٌ، وَٱبْنُ أَبِي شَيْبَةَ، وَرِجَالُهُ ثِقَاتٌ.
860 – Von Sa‘id ibn al-Musayyab: Umar ibn al-Khattab, Allah möge mit ihm zufrieden sein, sagte: „Jeder Mann, der eine Frau heiratet und zu ihr eingeht und sie dann mit Weißfleckenkrankheit, wahnsinnig oder aussätzig vorfindet: Ihr steht die Brautgabe zu für seine Berührung von ihr, und er kann sie von dem zurückfordern, der ihn über sie getäuscht hat.“ Überliefert von Sa‘id ibn Mansur, Malik und Ibn Abi Shayba; seine Überlieferer sind vertrauenswürdig.
وَرَوَى سَعِيدٌ – أَيْضاً – عَنْ عَلِيٍّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ نَحْوَهُ، وَزَادَ: «أَوْ بِهَا قَرَنٌ، فَزَوْجُهَا بِالْخِيَارِ، وَإِنْ مَسَّهَا فَلَهَا الْمَهْرُ بِمَا ٱسْتَحَلَّ مِنْ فَرْجِهَا».
Und Sa‘id überlieferte – ebenfalls – von Ali, Allah möge mit ihm zufrieden sein, Ähnliches und fügte hinzu: „oder sie hat eine Verengung der Scheide (Qarn), so hat ihr Ehemann die Wahl; und wenn er sie berührt hat, so steht ihr die Brautgabe zu für das, was ihm von ihrer Scham erlaubt war.“
وَمِنْ طَرِيقِ سَعِيدِ بْنِ الْمُسَيَّبِ – أَيْضاً – قَالَ: «قَضَى عُمَرُ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ فِي الْعِنِّينِ أَنْ يُؤَجَّلَ سَنَةً»، وَرِجَالُهُ ثِقَاتٌ.
Und auf dem Weg von Sa‘id ibn al-Musayyab – ebenfalls – wird berichtet, er sagte: „Umar, Allah möge mit ihm zufrieden sein, entschied bei dem Zeugungsunfähigen, dass ihm eine Frist von einem Jahr gesetzt wird.“ Seine Überlieferer sind vertrauenswürdig.