Das Erreichen des Ziels aus den Belegen der Rechtsurteile · Kapitel 84 von 91
Das Buch der Freilassung
Das Buch der Freilassung
١٢١٦ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ ﵁ قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: «أَيُّمَا ٱمْرِئٍ مُسْلِمٍ أَعْتَقَ ٱمْرَأً مُسْلِماً؛ ٱسْتَنْقَذَ اللَّهُ بِكُلِّ عُضْوٍ مِنْهُ عُضْواً مِنْهُ مِنَ النَّارِ» مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1216 – Von Abu Hurayra (r): Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Jeder muslimische Mann, der einen muslimischen Menschen freilässt: Allah rettet für jedes Glied des Freigelassenen ein Glied des Freilassenden vor dem Feuer." Übereinstimmend überliefert.
وَلِلتِّرْمِذِيِّ – وَصَحَّحَهُ – عَنْ أَبِي أُمَامَةَ ﵁: «وَأَيُّمَا ٱمْرِئٍ مُسْلِمٍ أَعْتَقَ ٱمْرَأَتَيْنِ مُسْلِمَتَيْنِ؛ كَانَتَا فَكَاكَهُ مِنَ النَّارِ».
Und bei at-Tirmidhi – der es für authentisch erklärte – von Abu Umama (r): „Und jeder muslimische Mann, der zwei muslimische Frauen freilässt: Sie sind sein Loskauf vom Feuer."
وَلِأَبِي دَاوُدَ مِنْ حَدِيثِ كَعْبِ بْنِ مُرَّةَ ﵁: «وَأَيُّمَا ٱمْرَأَةٍ أَعْتَقَتِ ٱمْرَأَةً مُسْلِمَةً؛ كَانَتْ فَكَاكَهَا مِنَ النَّارِ».
Und bei Abu Dawud aus dem Hadith von Ka'b ibn Murra (r): „Und jede Frau, die eine muslimische Frau freilässt: Sie ist ihr Loskauf vom Feuer."
١٢١٧ – وَعَنْ أَبِي ذَرٍّ ﵁ قَالَ: «سَأَلْتُ النَّبِيَّ ﷺ: أَيُّ الْعَمَلِ أَفْضَلُ؟ قَالَ: إِيمَانٌ بِاللَّهِ، وَجِهَادٌ فِي سَبِيلِهِ.
1217 – Von Abu Dharr (r): Ich fragte den Propheten ﷺ: „Welche Tat ist die beste?" Er sagte: „Der Glaube an Allah und der Kampf auf Seinem Weg."
قُلْتُ: فَأَيُّ الرِّقَابِ أَفْضَلُ؟ قَالَ: أَعْلَاهَا ثَمَناً، وَأَنْفَسُهَا عِنْدَ أَهْلِهَا» مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
Ich sagte: „Und welche Sklaven sind die besten?" Er sagte: „Die, die dem Preis nach die höchsten und bei ihren Besitzern die kostbarsten sind." Übereinstimmend überliefert.
١٢١٨ – وَعَنِ ٱبْنِ عُمَرَ ﵄ قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: «مَنْ أَعْتَقَ شِرْكاً لَهُ فِي عَبْدٍ، فَكَانَ لَهُ مَالٌ يَبْلُغُ ثَمَنَ الْعَبْدِ؛ قُوِّمَ قِيمَةَ عَدْلٍ، فَأَعْطَى شُرَكَاءَهُ حِصَصَهُمْ، وَعَتَقَ عَلَيْهِ الْعَبْدُ، وَإِلَّا فَقَدْ عَتَقَ مِنْهُ مَا عَتَقَ» مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1218 – Von Ibn Umar (r): Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Wer seinen Anteil an einem Sklaven freilässt und Vermögen besitzt, das den Preis des Sklaven erreicht, für den wird (der Sklave) mit gerechtem Wert veranschlagt; dann gibt er seinen Teilhabern ihre Anteile, und der Sklave wird für ihn frei. Andernfalls ist nur frei, was von ihm freigelassen wurde." Übereinstimmend überliefert.
وَلَهُمَا عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ ﵁: «وَإِلَّا قُوِّمَ عَلَيْهِ، وَٱسْتُسْعِيَ غَيْرَ مَشْقُوقٍ عَلَيْهِ»، وَقِيلَ: إِنَّ السِّعَايَةَ مُدْرَجَةٌ فِي الْخَبَرِ.
Und bei den beiden (al-Bukhari und Muslim) von Abu Hurayra (r): „Andernfalls wird sein Wert für ihn veranschlagt, und der Sklave wird zur Arbeit angehalten, um sich freizukaufen, ohne dass es ihm zu schwer gemacht wird." Es wurde gesagt, das Sich-Freiarbeiten sei in die Überlieferung eingeschoben.
١٢١٩ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ ﵁ قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: «لَا يَجْزِي وَلَدٌ وَالِدَهُ؛ إِلَّا أَنْ يَجِدَهُ مَمْلُوكاً فَيَشْتَرِيَهُ فَيُعْتِقَهُ» رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1219 – Von Abu Hurayra (r): Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Ein Kind kann seinem Vater nie vergelten, es sei denn, es findet ihn als Sklaven, kauft ihn und lässt ihn frei." Muslim überlieferte es.
١٢٢٠ – وَعَنْ سَمُرَةَ ﵁ أَنَّ النَّبِيَّ ﷺ قَالَ: «مَنْ مَلَكَ ذَا رَحِمٍ مُحَرَّمٍ؛ فَهُوَ حُرٌّ» رَوَاهُ الْخَمْسَةُ، وَرَجَّحَ جَمْعٌ مِنَ الْحُفَّاظِ أَنَّهُ مَوْقُوفٌ.
1220 – Von Samura (r): Der Prophet ﷺ sagte: „Wer einen nahen Blutsverwandten, den zu heiraten ihm verboten ist, in seinen Besitz bringt, der ist frei." Die Fünf überlieferten es; eine Gruppe der Hadithgelehrten hält es für wahrscheinlicher, dass es auf einen Gefährten zurückgeht (mawquf).
١٢٢١ – وَعَنْ عِمْرَانَ بْنِ حُصَيْنٍ ﵄: «أَنَّ رَجُلاً أَعْتَقَ سِتَّةَ مَمْلُوكِينَ لَهُ عِنْدَ مَوْتِهِ، لَمْ يَكُنْ لَهُ مَالٌ غَيْرُهُمْ.
1221 – Von Imran ibn Husayn (r): Ein Mann ließ bei seinem Tod sechs Sklaven frei, die ihm gehörten; er besaß kein anderes Vermögen als sie.
فَدَعَا بِهِمْ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ فَجَزَّأَهُمْ أَثْلَاثاً، ثُمَّ أَقْرَعَ بَيْنَهُمْ، فَأَعْتَقَ ٱثْنَيْنِ، وَأَرَقَّ أَرْبَعَةً، وَقَالَ لَهُ قَوْلاً شَدِيداً» رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
Da rief der Gesandte Allahs ﷺ sie zu sich, teilte sie in drei Teile, warf das Los unter ihnen, ließ zwei frei und hielt vier in der Sklaverei, und er sprach harte Worte über ihn. Muslim überlieferte es.
١٢٢٢ – وَعَنْ سَفِينَةَ ﵁ قَالَ: «كُنْتُ مَمْلُوكاً لِأُمِّ سَلَمَةَ ﵂ فَقَالَتْ: أُعْتِقُكَ، وَأَشْتَرِطُ عَلَيْكَ أَنْ تَخْدُمَ رَسُولَ اللَّهِ ﷺ مَا عِشْتَ» رَوَاهُ أَحْمَدُ، وَأَبُو دَاوُدَ، وَالنَّسَائِيُّ، وَالْحَاكِمُ.
1222 – Von Safina (r): Ich war der Sklave von Umm Salama (r), da sagte sie: „Ich lasse dich frei und mache dir zur Bedingung, dass du dem Gesandten Allahs ﷺ dienst, solange du lebst." Ahmad, Abu Dawud, an-Nasa'i und al-Hakim überlieferten es.
١٢٢٣ – وَعَنْ عَائِشَةَ ﵂ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ ﷺ قَالَ: «إِنَّمَا الْوَلَاءُ لِمَنْ أَعْتَقَ» مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ – فِي حَدِيثٍ –.
1223 – Von Aischa (r): Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Der Wala' (das Patronatsrecht) gehört allein dem, der freigelassen hat." Übereinstimmend überliefert – innerhalb eines (längeren) Hadith –
١٢٢٤ – وَعَنِ ٱبْنِ عُمَرَ ﵄ قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: «الْوَلَاءُ لُحْمَةٌ كَلُحْمَةِ النَّسَبِ، لَا يُبَاعُ، وَلَا يُوهَبُ» رَوَاهُ الشَّافِعِيُّ، وَصَحَّحَهُ ٱبْنُ حِبَّانَ، وَالْحَاكِمُ، وَأَصْلُهُ فِي «الصَّحِيحَيْنِ» بِغَيْرِ هَذَا اللَّفْظِ.
1224 – Von Ibn Umar (r): Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Der Wala' ist eine Verbundenheit wie die Verbundenheit der Abstammung; er wird weder verkauft noch verschenkt." Ash-Shafi'i überlieferte es, und Ibn Hibban und al-Hakim erklärten es für authentisch; seinen Ursprung hat es in den beiden Sahih-Sammlungen, jedoch mit einem anderen Wortlaut.
Kapitel: Der Mudabbar, der Mukatab und die Umm al-Walad
١٢٢٥ - عَنْ جَابِرٍ ﵁: «أَنَّ رَجُلاً مِنَ الْأَنْصَارِ أَعْتَقَ غُلَاماً لَهُ عَنْ دُبُرٍ، لَمْ يَكُنْ لَهُ مَالٌ غَيْرُهُ. فَبَلَغَ ذَلِكَ النَّبِيَّ ﷺ، فَقَالَ: مَنْ يَشْتَرِيهِ مِنِّي؟ فَٱشْتَرَاهُ نُعَيْمُ بْنُ عَبْدِ اللَّهِ بِثَمَانِ مِئَةِ دِرْهَمٍ» مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. وَفِي لَفْظٍ لِلْبُخَارِيِّ: «فَٱحْتَاجَ». وَفِي رِوَايَةٍ لِلنَّسَائِيِّ: «وَكَانَ عَلَيْهِ دَيْنٌ، فَبَاعَهُ بِثَمَانِ مِئَةِ دِرْهَمٍ، فَأَعْطَاهُ وَقَالَ: ٱقْضِ دَيْنَكَ».
1225 – Von Dschabir (r): „Ein Mann der Ansar gab einen Sklaven von sich nach seinem Tod frei (Mudabbar); er besaß kein anderes Vermögen als ihn. Als der Prophet ﷺ davon erfuhr, sagte er: ‚Wer kauft ihn mir ab?‘ Da kaufte ihn Nu'aim ibn Abdillah für achthundert Dirham.“ Muttafaq alaih. In einer Fassung bei al-Bukhari heißt es: „Da wurde er bedürftig.“ In einer Überlieferung bei an-Nasa'i: „Er hatte Schulden; so verkaufte er ihn für achthundert Dirham, gab ihm den Betrag und sagte: ‚Begleiche deine Schuld.‘“
١٢٢٦ - وَعَنْ عَمْرِو بْنِ شُعَيْبٍ، عَنْ أَبِيهِ، عَنْ جَدِّهِ ﵁، عَنِ النَّبِيِّ ﷺ قَالَ: «الْمُكَاتَبُ عَبْدٌ مَا بَقِيَ عَلَيْهِ مِنْ مُكَاتَبَتِهِ دِرْهَمٌ» أَخْرَجَهُ أَبُو دَاوُدَ بِإِسْنَادٍ حَسَنٍ، وَأَصْلُهُ عِنْدَ أَحْمَدَ، وَالثَّلَاثَةِ، وَصَحَّحَهُ الْحَاكِمُ.
1226 – Von Amr ibn Schu'aib, von seinem Vater, von dessen Großvater (r), vom Propheten ﷺ, der sagte: „Der Mukatab (Sklave mit Freikaufvertrag) bleibt Sklave, solange ihm von seiner Freikaufsumme noch ein Dirham aussteht.“ Abu Dawud überlieferte es mit guter Überlieferungskette; seinen Ursprung hat es bei Ahmad und den Dreien (at-Tirmidhi, an-Nasa'i, Ibn Madscha). Al-Hakim hielt es für sahih.
١٢٢٧ - وَعَنْ أُمِّ سَلَمَةَ ﵂ قَالَتْ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: «إِذَا كَانَ لِإِحْدَاكُنَّ مُكَاتَبٌ، وَكَانَ عِنْدَهُ مَا يُؤَدِّي؛ فَلْتَحْتَجِبْ مِنْهُ» رَوَاهُ الْخَمْسَةُ، وَصَحَّحَهُ التِّرْمِذِيُّ.
1227 – Von Umm Salama (r), die sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Wenn eine von euch einen Mukatab hat und dieser hat, was er zur Begleichung braucht, so soll sie sich vor ihm verhüllen.“ Überliefert von den Fünf; at-Tirmidhi hielt es für sahih.
١٢٢٨ - وَعَنِ ٱبْنِ عَبَّاسٍ ﵄ أَنَّ النَّبِيَّ ﷺ قَالَ: «يُودَى الْمُكَاتَبُ بِقَدْرِ مَا عَتَقَ مِنْهُ دِيَةَ الْحُرِّ، وَبِقَدْرِ مَا رَقَّ مِنْهُ دِيَةَ الْعَبْدِ» رَوَاهُ أَحْمَدُ، وَأَبُو دَاوُدَ، وَالنَّسَائِيُّ.
1228 – Von Ibn Abbas (r), dass der Prophet ﷺ sagte: „Für den Mukatab wird Blutgeld gezahlt: nach dem Maß, in dem er frei geworden ist, das Blutgeld eines Freien, und nach dem Maß, in dem er Sklave geblieben ist, das Blutgeld eines Sklaven.“ Überliefert von Ahmad, Abu Dawud und an-Nasa'i.
١٢٢٩ - وَعَنْ عَمْرِو بْنِ الْحَارِثِ - أَخِي جُوَيْرِيَةَ أُمِّ الْمُؤْمِنِينَ ﵂ - قَالَ: «مَا تَرَكَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ عِنْدَ مَوْتِهِ دِرْهَماً، وَلَا دِينَاراً، وَلَا عَبْداً، وَلَا أَمَةً، وَلَا شَيْئاً؛ إِلَّا بَغْلَتَهُ الْبَيْضَاءَ، وَسِلَاحَهُ، وَأَرْضاً جَعَلَهَا صَدَقَةً» رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1229 – Von Amr ibn al-Harith – dem Bruder von Dschuwairiya, der Mutter der Gläubigen (r) –, der sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ hinterließ bei seinem Tod weder einen Dirham noch einen Dinar, weder einen Sklaven noch eine Sklavin noch sonst irgendetwas – außer seinem weißen Maultier, seinen Waffen und einem Stück Land, das er zur Sadaqa bestimmt hatte.“ Überliefert von al-Bukhari.
١٢٣٠ - وَعَنِ ٱبْنِ عَبَّاسٍ ﵄ قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ: «أَيُّمَا أَمَةٍ وَلَدَتْ مِنْ سَيِّدِهَا؛ فَهِيَ حُرَّةٌ بَعْدَ مَوْتِهِ» أَخْرَجَهُ ٱبْنُ مَاجَهْ، وَالْحَاكِمُ، بِإِسْنَادٍ ضَعِيفٍ. وَرَجَّحَ جَمَاعَةٌ وَقْفَهُ عَلَى عُمَرَ ﵁.
1230 – Von Ibn Abbas (r), der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Jede Sklavin, die von ihrem Herrn ein Kind geboren hat, ist nach dessen Tod frei.“ Überliefert von Ibn Madscha und al-Hakim mit schwacher Überlieferungskette. Eine Gruppe von Gelehrten hielt es für wahrscheinlicher, dass es nur als Aussage Umars (r) überliefert ist.
١٢٣١ - وَعَنْ سَهْلِ بْنِ حُنَيْفٍ ﵁ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ ﷺ قَالَ: «مَنْ أَعَانَ مُجَاهِداً فِي سَبِيلِ اللَّهِ، أَوْ غَارِماً فِي عُسْرَتِهِ، أَوْ مُكَاتَباً فِي رَقَبَتِهِ؛ أَظَلَّهُ اللَّهُ يَوْمَ لَا ظِلَّ إِلَّا ظِلُّهُ» رَوَاهُ أَحْمَدُ، وَصَحَّحَهُ الْحَاكِمُ.
1231 – Von Sahl ibn Hunaif (r), dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Wer einen Kämpfer auf dem Weg Allahs unterstützt, oder einen Schuldner in seiner Notlage, oder einen Mukatab bei seiner Freilassung, den nimmt Allah an dem Tag in Seinen Schatten, an dem es keinen Schatten gibt außer Seinem Schatten.“ Überliefert von Ahmad; al-Hakim hielt es für sahih.