Die klare Grammatik: zu den Regeln der arabischen Sprache (Teil 1) · Kapitel 16 von 104
Kāna und ihre Schwestern
Kāna und ihre Schwestern
Die Beispiele:
(1) Das Gedränge ist heftig. – (1) Das Gedränge war heftig.
(2) Das Haus ist sauber. – (2) Das Haus war sauber.
(3) Das Kleid ist kurz. – (3) Das Kleid wurde kurz.
(4) Die Kälte ist eisig. – (4) Die Kälte wurde eisig.
(5) Der Diener ist stark. – (5) Der Diener ist nicht stark.
(6) Der Arbeiter ist rege. – (6) Der Arbeiter ist nicht rege.
(7) Der Vielfraß ist krank. – (7) Der Vielfraß wurde am Morgen krank.
(8) Das Wetter ist regnerisch. – (8) Das Wetter wurde am Morgen regnerisch.
(9) Der Arbeiter ist müde. – (9) Der Arbeiter wurde am Abend müde.
(10) Die Blume ist welk. – (10) Die Blume wurde am Abend welk.
(11) Die Wolken sind dicht. – (11) Die Wolken wurden am Vormittag dicht.
(12) Die Straße ist überfüllt. – (12) Die Straße wurde am Vormittag überfüllt.
(13) Der Regen ist ergiebig. – (13) Der Regen blieb den Tag über ergiebig.
(14) Der Staub ist aufgewirbelt. – (14) Der Staub blieb den Tag über aufgewirbelt.
(15) Die Lampe ist angezündet. – (15) Die Lampe blieb die Nacht über angezündet.
(16) Der Kranke leidet. – (16) Der Kranke litt die Nacht über.
Die Untersuchung:
Jedes Beispiel im ersten Teil besteht, wie du gelernt hast, aus einem Subjekt (Mubtada') und einem Prädikat (Khabar), die beide im Nominativ stehen. Wenn du auf den zweiten Teil blickst, siehst du dieselben Beispiele, nachdem vor jedes von ihnen eines der Verben getreten ist: kāna, ṣāra, laysa, aṣbaḥa, amsā, aḍḥā, ẓalla, bāta. Und wenn du die Endungen der Nomen in diesem Teil betrachtest, findest du in allen Beispielen das erste Nomen im Nominativ und das zweite Nomen in allen im Akkusativ. Diese Veränderung ist nur dadurch entstanden, dass die genannten Verben davortraten. Wenn diese Verben also vor Subjekt (Mubtada') und Prädikat (Khabar) treten, setzen sie das erste in den Nominativ – es wird ihr Ism („Subjekt") genannt – und das zweite in den Akkusativ – es wird ihr Khabar („Prädikat") genannt.
Auch das Präsens und der Imperativ dieser Verben wirken so wie das Perfekt, nur dass von „laysa" weder ein Präsens noch ein Imperativ gebildet wird.
Wenn du die Bedeutungen dieser Verben in ihren Beispielen bedenkst, wirst du feststellen: „Kāna" drückt aus, dass das Subjekt (Mubtada') in der Vergangenheit durch das Prädikat (Khabar) gekennzeichnet war; „ṣāra" zeigt den Übergang des Subjekts von einem Zustand in einen anderen an; „laysa" drückt die Verneinung aus; „aṣbaḥa", „amsā", „aḍḥā", „ẓalla" und „bāta" hingegen geben die Zeit an, in der das Subjekt durch das Prädikat gekennzeichnet ist, und zwar der Reihe nach: am Morgen, am Abend, am Vormittag, am Tag und in der Nacht.
Die Regeln:
(18) „Kāna" tritt vor Subjekt (Mubtada') und Prädikat (Khabar); dann steht das erste im Nominativ und wird ihr Ism genannt, das zweite im Akkusativ und wird ihr Khabar genannt.
(19) Wie „kāna" verhalten sich, wie oben gezeigt, auch „ṣāra", „laysa", „aṣbaḥa", „amsā", „aḍḥā", „ẓalla" und „bāta"; diese Verben heißen die Schwestern von „kāna".
(20) Jedes dieser Verben hat ein Präsens und einen Imperativ, die wie das Perfekt wirken – außer „laysa": Von ihm wird weder ein Präsens noch ein Imperativ gebildet.