Berliner Muslime

Die klare Grammatik: zu den Regeln der arabischen Sprache (Teil 1) · Kapitel 45 von 104

Das Unbestimmte und das Bestimmte

Das Unbestimmte und das Bestimmte

Die Beispiele:

1) Im Schubfach ist ein Buch.
2) Ein Haus stürzte in unserer Straße ein.
3) Ein Mann fragte nach meinem Vater.
4) Mein Freund ritt ein Pferd.
5) Der Lehrer bestrafte einen Schüler.
6) Muhammad zerriss ein Blatt.

Die Untersuchung:

Wenn wir jedes Nomen der vorangehenden Sätze betrachten, sehen wir, dass einige von ihnen – wie „Buch", „Haus", „Mann", „Pferd", „Schüler" und „Blatt" – nicht auf eine bestimmte, uns bekannte Sache hinweisen. Das Wort „Buch" zum Beispiel verstehen wir so: irgendein Buch, nicht ein bestimmtes Buch. Ebenso weist das Wort „Haus" nicht auf ein Haus hin, das wir an sich kennen. Jedes Nomen dieser Art heißt „unbestimmt" (Nakira).

Einige Nomen in den vorangehenden Sätzen dagegen – wie „das Schubfach", „unsere Straße", „mein Vater", „mein Freund", „der Lehrer" und „Muhammad" – weisen auf eine bestimmte Sache hin, die wir kennen, sobald sie vor uns erwähnt wird, und die sich in unserem Geist nicht mit anderem vermischt. Jedes Nomen dieser Art heißt „bestimmt" (Maʿrifa).

Die Regeln:

69) Das Unbestimmte (Nakira) ist ein Nomen, das auf eine nicht bestimmte Sache hinweist.

70) Das Bestimmte (Maʿrifa) ist ein Nomen, das auf eine bestimmte Sache hinweist.

Übungen

(1)

Mache in den folgenden Sätzen das Bestimmte unbestimmt und das Unbestimmte bestimmt:
(1) Der Pferdeknecht ritt das Pferd.
(2) Der Schüler hörte eine nützliche Lektion.
(3) Ein Baum wuchs auf dem Feld.
(4) Ein Blatt aus dem Buch flog davon.
(5) Ein Hund lief vor dem Wächter davon.
(6) Ein Mann ergriff den Dieb.

(2)

(1) Bilde vier Nominalsätze, in denen das Subjekt bestimmt und das Prädikat bestimmt ist.
(2) Ebenso, mit unbestimmtem Subjekt und unbestimmtem Prädikat.
(3) Bilde vier Verbalsätze, in denen das Subjekt (Fāʿil) bestimmt und das Objekt unbestimmt ist.
(4) Ebenso, mit unbestimmtem Subjekt und bestimmtem Objekt.