Die Alfiyya des Ibn Malik · Kapitel 16 von 82
Mā, lā, lāta und in, die Laysa ähneln
Mā, lā, lāta und in, die Laysa ähneln
إِعْمَالَ لَيْسَ أُعْمِلَتْ مَا دُونَ إِنْ
مَعَ بَقَا النَّفْيِ وَتَرْتِيبٍ زُكِنْ
Die Wirkung von laysa wird mā verliehen – ohne hinzutretendes in –, solange die Verneinung bestehen bleibt und die bekannte Reihenfolge eingehalten wird.
وَسَبْقَ حَرْفِ جَرٍّ أَوْ ظَرْفٍ كَمَا
بِي أَنْتَ مَعْنِيّاً أَجَازَ العُلَمَا
Dass eine Präposition oder ein Adverbial vorangeht, wie in „Mā bī anta maʿniyyan" – „Du kümmerst dich nicht um mich" –, haben die Gelehrten erlaubt.
وَرَفْعَ مَعْطُوفٍ بِلَكِنْ أَوْ بِبَلْ
مِنْ بَعْدِ مَنْصُوبٍ بِمَا ٱلْزَمْ حَيْثُ حَلّْ
Den Nominativ eines mit lākin oder bal angeschlossenen Wortes nach einem durch mā in den Akkusativ gesetzten Chabar halte ein, wo immer es vorkommt.
وَبَعْدَ مَا وَلَيْسَ جَرَّ البَا الخَبَرْ
وَبَعْدَ لَا وَنَفْيِ كَانَ قَدْ يُجَرّْ
Nach mā und laysa zieht das Bāʾ den Chabar in den Genitiv; auch nach lā und nach der Verneinung von kāna wird er bisweilen so in den Genitiv gesetzt.
فِي النَّكِرَاتِ أُعْمِلَتْ كَلَيْسَ لَا
وَقَدْ تَلِي لَاتَ وَإِنْ ذَا العَمَلَا
Bei unbestimmten Nomina wird lā wie laysa wirksam gemacht; und bisweilen schließen sich lāta und in dieser Wirkung an.
وَمَا لِلَاتَ فِي سِوَى حِينٍ عَمَلْ
وَحَذْفُ ذِي الرَّفْعِ فَشَا وَالعَكْسُ قَلّْ
Lāta kommt außer bei „ḥīn" (Zeit) keine Wirkung zu; das Weglassen des Nominativ-Teils ist verbreitet, das Gegenteil selten.