Berliner Muslime

Die Alfiyya des Ibn Malik · Kapitel 39 von 82

Die Bauformen der Maṣdare

Die Bauformen der Maṣdare

Dichtung

٤٤٠. فَعْلٌ قِيَاسُ مَصْدَرِ المُعَدَّى     مِنْ ذِي ثَلَاثَةٍ كَرَدَّ رَدَّا

„Faʿl“ ist die Regelform des Maṣdar eines transitiven Verbs von dreiradikaligen, wie „radda – raddan“.

Dichtung

٤٤١. وَفَعِلَ اللَّازِمُ بَابُهُ فَعَلْ     كَفَرَحٍ وَكَجَوًى وَكَشَلَلْ

Und beim intransitiven „faʿila“ ist seine Regel „faʿal“, wie „faraḥ“, „jawā“ und „shalal“.

Dichtung

٤٤٢. وَفَعَلَ اللَّازِمُ مِثْلُ قَعَدَا     لَهُ فُعُولٌ بِاطِّرَادٍ كَغَدَا

Und beim intransitiven „faʿala“, wie „qaʿada“, gilt regelmäßig „fuʿūl“, wie bei „ghadā“,

Dichtung

٤٤٣. مَا لَمْ يَكُنْ مُسْتَوْجِباً فِعَالَا     أَوْ فَعَلَاناً فَٱدْرِ أَوْ فُعَالَا

sofern es nicht „fiʿāl“ erfordert – so wisse – oder „faʿalān“ oder „fuʿāl“.

Dichtung

٤٤٤. فَأَوَّلٌ لِذِي ٱمْتِنَاعٍ كَأَبَى     وَالثَّانِ لِلَّذِي ٱقْتَضَى تَقَلُّبَا

Das erste gilt für das, was Verweigerung bedeutet, wie „abā“; das zweite für das, was Wechsel und Bewegung bedeutet.

Dichtung

٤٤٥. لِلدَّا فُعَالٌ أَوْ لِصَوْتٍ وَشَمَلْ     سَيْراً وَصَوْتاً الفَعِيلُ كَصَهَلْ

Für Krankheit gilt „fuʿāl“, oder für einen Laut; und „faʿīl“ umfasst das Gehen und den Laut, wie bei „ṣahala“.

Dichtung

٤٤٦. فُعُولَةٌ فَعَالَةٌ لِفَعُلَا     كَسَهُلَ الأَمْرُ وَزَيْدٌ جَزُلَا

„Fuʿūla“ und „faʿāla“ gehören zu „faʿula“, wie in: „Die Sache wurde leicht (sahula)“ und „Zayd wurde großzügig (jazula)“.

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٤٤٧. وَمَا أَتَى مُخَالِفاً لِمَا مَضَى     فَبَابُهُ النَّقْلُ كَسُخْطٍ وَرِضَا

Und was abweichend vom Vorausgegangenen kommt, dessen Regel ist die Überlieferung, wie „sukhṭ“ und „riḍā“.

Dichtung

٤٤٨. وَغَيْرُ ذِي ثَلَاثَةٍ مَقِيسُ     مَصْدَرُهُ كَقُدِّسَ التَّقْدِيسُ

Und bei dem, was nicht dreiradikalig ist, ist das Maṣdar regelmäßig, wie „quddisa – at-taqdīs“.

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٤٤٩. وَزَكِّهِ تَزْكِيَةً وَأَجْمِلَا     إِجْمَالَ مَنْ تَجَمَّلَا تَجَمُّلَا

Und „zakkihi“ [bilde] „tazkiya“, und „ajmilā“ [bilde] „ijmāl“, so wie „tajammala“ [bildet] „tajammul“.

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٤٥٠. وَٱسْتَعِذِ ٱسْتِعَاذَةً ثُمَّ أَقِمْ     إِقَامَةً وَغَالِباً ذَا التَّا لَزِمْ

Und „istaʿidh“ [bilde] „istiʿādha“, dann „aqim“ [bilde] „iqāma“; und meist ist dieses Tāʾ fest.

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٤٥١. وَمَا يَلِي الآخِرَ مُدَّ وَٱفْتَتِحَا     مَعْ كَسْرِ تِلْوِ الثَّانِ مِمَّا ٱفْتُتِحَا

Und dehne, was dem Letzten vorausgeht, und setze – bei dem, was eröffnet wird – die Kasra auf das, was auf den Zweiten folgt,

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٤٥٢. بِهَمْزِ وَصْلٍ كَٱصْطَفَى وَضُمَّ مَا     يَرْبَعُ فِي أَمْثَالِ قَدْ تَلَمْلَمَا

und zwar bei dem, was mit einem Verbindungs-Hamza [beginnt], wie „iṣṭafā“; und gib die Ḍamma dem, was an vierter Stelle steht, in Beispielen wie „talamlama“.

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٤٥٣. فِعْلَالٌ ٱوْ فَعْلَلَةٌ لِفَعْلَلَا     وَٱجْعَلْ مَقِيساً ثَانِياً لَا أَوَّلَا

„Fiʿlāl“ oder „faʿlala“ gehören zu „faʿlala“; und mache das zweite zur Regelform, nicht das erste.

Dichtung

٤٥٤. لِفَاعَلَ الفِعَالُ وَالمُفَاعَلَهْ     وَغَيْرُ مَا مَرَّ السَّمَاعُ عَادَلَهْ

Für „fāʿala“ gelten „fiʿāl“ und „mufāʿala“; und was nicht erwähnt wurde, dem entspricht die Überlieferung.

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٤٥٥. وَفَعْلَةٌ لِمَرَّةٍ كَجَلْسَهْ     وَفِعْلَةٌ لِهَيْئَةٍ كَجِلْسَهْ

Und „faʿla“ steht für das einmalige Geschehen, wie „jalsa“; und „fiʿla“ für die Art und Weise, wie „jilsa“.

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٤٥٦. فِي غَيْرِ ذِي الثَّلَاثِ بِالتَّا المَرَّهْ     وَشَذَّ فِيهِ هَيْئَةٌ كَالخِمْرَهْ

Bei dem, was nicht dreiradikalig ist, [bildet man] das einmalige Geschehen mit dem Tāʾ; und selten ist darin [die Form für] die Art und Weise, wie „khimra“.