Die Alfiyya des Ibn Malik · Kapitel 43 von 82
„Niʿma" und „biʾsa" und was ihnen gleichgestellt ist
„Niʿma" und „biʾsa" und was ihnen gleichgestellt ist
٤٨٥. فِعْلَانِ غَيْرُ مُتَصَرِّفَيْنِ
نِعْمَ وَبِئْسَ رَافِعَانِ ٱسْمَيْنِ
Zwei nicht flektierbare Verben sind „niʿma" und „biʾsa"; sie setzen zwei Nomen in den Nominativ.
٤٨٦. مُقَارِنَيْ أَلْ أَوْ مُضَافَيْنِ لِمَا
قَارَنَهَا كَنِعْمَ عُقْبَى الكُرَمَا
Beide sind mit „al" verbunden oder an das annektiert, was mit „al" verbunden ist, wie in „niʿma ʿuqbā l-kuramāʾ": „Wie vortrefflich ist der Lohn der Edlen!"
٤٨٧. وَيَرْفَعَانِ مُضْمَراً يُفَسِّرُهْ
مُمَيِّزٌ كَنِعْمَ قَوْماً مَعْشَرُهْ
Und sie setzen ein verborgenes Pronomen in den Nominativ, das durch einen Spezifizierer (Tamyīz) erklärt wird, wie in „niʿma qauman maʿšaruh": „Wie vortrefflich sind seine Leute als Gemeinschaft!"
٤٨٨. وَجَمْعُ تَمْيِيزٍ وَفَاعِلٍ ظَهَرْ
فِيهِ خِلَافٌ عَنْهُمُ قَدِ ٱشْتَهَرْ
Über die Verbindung von Spezifizierer und ausdrücklich genanntem Handelnden ist von ihnen ein bekannter Meinungsstreit überliefert.
٤٨٩. وَمَا مُمَيِّزٌ وَقِيلَ فَاعِلُ
فِي نَحْوِ نِعْمَ مَا يَقُولُ الفَاضِلُ
Und „mā" ist ein Spezifizierer, und es heißt auch: ein Handelnder, in Wendungen wie „niʿma mā yaqūlu l-fāḍil": „Wie vortrefflich ist das, was der Gelehrte sagt!"
٤٩٠. وَيُذْكَرُ المَخْصُوصُ بَعْدُ مُبْتَدَا
أَوْ خَبَرَ ٱسْمٍ لَيْسَ يَبْدُو أَبَدَا
Danach wird das Gemeinte (maḫṣūṣ) genannt, als Subjekt oder als Prädikat eines Nomens, das niemals erscheint.
٤٩١. وَإِنْ يُقَدَّمْ مُشْعِرٌ بِهِ كَفَى
كَالعِلْمُ نِعْمَ المُقْتَنَى وَالمُقْتَفَى
Und wird etwas vorangestellt, das darauf hinweist, so genügt es – wie in: „Das Wissen: Wie vortrefflich ist es als Erwerb und als Wegweiser!"
٤٩٢. وَٱجْعَلْ كَبِئْسَ سَاءَ وَٱجْعَلْ فَعُلَا
مِنْ ذِي ثَلَاثَةٍ كَنِعْمَ مُسْجَلَا
Behandle „sāʾa" wie „biʾsa", und behandle ein von einem dreiradikaligen Verb gebildetes „faʿula" uneingeschränkt wie „niʿma".
٤٩٣. وَمِثْلُ نِعْمَ حَبَّذَا الفَاعِلُ ذَا
وَإِنْ تُرِدْ ذَمّاً فَقُلْ لَا حَبَّذَا
Wie „niʿma" ist „ḥabbadhā": Sein Handelnder ist „dhā". Willst du aber tadeln, so sage „lā ḥabbadhā".
٤٩٤. وَأَوْلِ ذَا المَخْصُوصَ أَيّاً كَانَ لَا
تَعْدِلْ بِذَا فَهْوَ يُضَاهِي المَثَلَا
Lass auf „dhā" das Gemeinte folgen, was es auch sei; weiche davon nicht ab, denn es gleicht einem Sprichwort.
٤٩٥. وَمَا سِوَى ذَا ٱرْفَعْ بِحُبَّ أَوْ فَجُرْ
بِالبَا وَدُونَ ذَا ٱنْضِمَامُ الحَا كَثُرْ
Was anders ist als dieses, setze mit „ḥubba" in den Nominativ oder in den Genitiv mit „bi-"; und ohne „dhā" ist das Dammieren des „ḥāʾ" häufig.