Berliner Muslime

Die Alfiyya des Ibn Malik · Kapitel 44 von 82

Der Elativ (Afʿal at-Tafḍīl)

Der Elativ (Afʿal at-Tafḍīl)

Dichtung

٤٩٦. صُغْ مِنْ مَصُوغٍ مِنْهُ لِلتَّعَجُّبِ
أَفْعَلَ لِلتَّفْضِيلِ وَأْبَ اللَّذْ أُبِي

Bilde von dem, wovon das Staunen gebildet wird, „afʿal" für den Elativ, und lehne ab, was dort abgelehnt wurde.

Dichtung

٤٩٧. وَمَا بِهِ إِلَى تَعَجُّبٍ وُصِلْ
لِمَانِعٍ بِهِ إِلَى التَّفْضِيلِ صِلْ

Und womit man bei einem Hindernis zum Staunen gelangt, damit gelange auch zum Elativ.

Dichtung

٤٩٨. وَأَفْعَلَ التَّفْضِيلِ صِلْهُ أَبَدَا
تَقْدِيراً أَوْ لَفْظاً بِمِنْ إِنْ جُرِّدَا

Und den Elativ „afʿal" verbinde stets – der Bedeutung nach oder im Wortlaut – mit „min", wenn er bloß (ohne Artikel und Annexion) steht.

Dichtung

٤٩٩. وَإِنْ لِمَنْكُورٍ يُضَفْ أَوْ جُرِّدَا
أُلْزِمَ تَذْكِيراً وَأَنْ يُوَحَّدَا

Wird er an ein Unbestimmtes annektiert oder bleibt er bloß, so wird ihm das Maskulinum und der Singular auferlegt.

Dichtung

٥٠٠. وَتِلْوُ أَلْ طِبْقٌ وَمَا لِمَعْرِفَهْ
أُضِيفَ ذُو وَجْهَيْنِ عَنْ ذِي مَعْرِفَهْ

Was auf „al" folgt, stimmt überein; und was an ein Bestimmtes annektiert wird, lässt zwei Möglichkeiten zu, nach der Überlieferung eines Kundigen.

Dichtung

٥٠١. هَذَا إِذَا نَوَيْتَ مَعْنَى مِنْ وَإِنْ
لَمْ تَنْوِ فَهْوَ طِبْقُ مَا بِهِ قُرِنْ

Dies gilt, wenn du die Bedeutung von „min" beabsichtigst; beabsichtigst du sie nicht, so stimmt er mit dem überein, womit er verbunden ist.

Dichtung

٥٠٢. وَإِنْ تَكُنْ بِتِلْوِ مِنْ مُسْتَفْهِمَا
فَلَهُمَا كُنْ أَبَداً مُقَدِّمَا

Und fragst du mit dem, was auf „min" folgt, so stelle beide stets voran.

Dichtung

٥٠٣. كَمِثْلِ مِمَّنْ أَنْتَ خَيْرٌ وَلَدَى
إِخْبَارٍ التَّقْدِيمُ نَزْراً وَرَدَا

Wie in „mimman anta ḫair?" („Besser als wer bist du?"); bei einer Aussage ist die Voranstellung nur selten belegt.

Dichtung

٥٠٤. وَرَفْعُهُ الظَّاهِرَ نَزْرٌ وَمَتَى
عَاقَبَ فِعْلاً فَكَثِيراً ثَبَتَا

Dass er ein ausdrücklich genanntes Nomen in den Nominativ setzt, ist selten; wo er aber ein Verb ersetzt, ist es häufig belegt.

Dichtung

٥٠٥. كَلَنْ تَرَى فِي النَّاسِ مِنْ رَفِيقِ
أَوْلَى بِهِ الفَضْلُ مِنَ الصِّدِّيقِ

Wie in: „Du wirst unter den Menschen keinen Gefährten sehen, dem die Vortrefflichkeit eher zukommt als dem treuen Freund."