Die Alfiyya des Ibn Malik · Kapitel 45 von 82
Das Attribut (an-Naʿt)
Das Attribut (an-Naʿt)
٥٠٦. يَتْبَعُ فِي الإِعْرَابِ الأَسْمَاءَ الأُوَلْ
نَعْتٌ وَتَوْكِيدٌ وَعَطْفٌ وَبَدَلْ
In der Flexion folgen den vorangehenden Nomen: Attribut, Bekräftigung, Anreihung und Ersatzglied (Badal).
٥٠٧. فَالنَّعْتُ تَابِعٌ مُتِمٌّ مَا سَبَقْ
بِوَسْمِهِ أَوْ وَسْمِ مَا بِهِ ٱعْتَلَقْ
Das Attribut ist ein Folgewort, das das Vorangehende vervollständigt durch dessen Kennzeichnung oder durch die Kennzeichnung dessen, was damit verbunden ist.
٥٠٨. وَلْيُعْطَ فِي التَّعْرِيفِ وَالتَّنْكِيرِ مَا
لِمَا تَلَا كَٱمْرُرْ بِقَوْمٍ كُرَمَا
Es soll in Bestimmtheit und Unbestimmtheit das erhalten, was dem zukommt, dem es folgt – wie in: „Geh an edlen Leuten vorbei."
٥٠٩. وَهْوَ لَدَى التَّوْحِيدِ وَالتَّذْكِيرِ أَوْ
سِوَاهُمَا كَالفِعْلِ فَٱقْفُ مَا قَفَوْا
Und es verhält sich bei Singular und Maskulinum oder deren Gegenteil wie das Verb; so folge dem, was sie befolgt haben.
٥١٠. وَٱنْعَتْ بِمُشْتَقٍّ كَصَعْبٍ وَذَرِبْ
وَشِبْهِهِ كَذَا وَذِي وَالمُنْتَسِبْ
Attribuiere mit einem abgeleiteten Wort wie „ṣaʿb" (schwierig) und „ḏarib" (scharf) und mit dem, was ihm ähnlich ist: „dhā" (dieser), „dhū" (Besitzer von) und dem Zugehörigkeitsadjektiv.
٥١١. وَنَعَتُوا بِجُمْلَةٍ مُنَكَّرَا
فَأُعْطِيَتْ مَا أُعْطِيَتْهُ خَبَرَا
Und man hat mit einem Satz ein Unbestimmtes attribuiert; so erhielt dieser, was er als Prädikat erhält.
٥١٢. وَٱمْنَعْ هُنَا إِيقَاعَ ذَاتِ الطَّلَبْ
وَإِنْ أَتَتْ فَالقَوْلَ أَضْمِرْ تُصِبْ
Und verwehre hier das Eintreten eines Satzes mit Aufforderungsbedeutung; kommt ein solcher doch vor, so ergänze „sagen", dann triffst du das Richtige.
٥١٣. وَنَعَتُوا بِمَصْدَرٍ كَثِيرَا
فَٱلْتَزَمُوا الإِفْرَادَ وَالتَّذْكِيرَا
Und häufig attribuierten sie mit einem Verbalnomen; dabei hielten sie Singular und Maskulinum ein.
٥١٤. وَنَعْتُ غَيْرِ وَاحِدٍ إِذَا ٱخْتَلَفْ
فَعَاطِفاً فَرِّقْهُ لَا إِذَا ٱئْتَلَفْ
Das Attribut zu mehr als einem Bezugswort: Sind sie verschieden, so trenne es durch Anreihung auf; sind sie übereinstimmend, so nicht.
٥١٥. وَنَعْتَ مَعْمُولَيْ وَحِيدَيْ مَعْنَى
وَعَمَلٍ أَتْبِعْ بِغَيْرِ ٱسْتِثْنَا
Und das Attribut zu den beiden Ergänzungen zweier Regenten, die in Bedeutung und Wirkung eins sind, füge ohne Ausnahme an.
٥١٦. وَإِنْ نُعُوتٌ كَثُرَتْ وَقَدْ تَلَتْ
مُفْتَقِراً لِذِكْرِهِنَّ أُتْبِعَتْ
Sind Attribute zahlreich und folgen sie einem Wort, das ihrer Nennung bedarf, so werden sie angefügt.
٥١٧. وَٱقْطَعْ أَوِ ٱتْبِعْ إِنْ يَكُنْ مُعَيَّنَا
بِدُونِهَا أَوْ بَعْضِهَا ٱقْطَعْ مُعْلِنَا
Trenne ab oder schließe an, wenn das Bezeichnete ohne sie bestimmt ist; ist es ohne einige von ihnen bestimmt, so trenne ab, indem du es offen kundtust.
٥١٨. وَٱرْفَعْ أَوِ ٱنْصِبْ إِنْ قَطَعْتَ مُضْمِرَا
مُبْتَدَأً أَوْ نَاصِباً لَنْ يُظْهِرَا
Setze in den Nominativ oder in den Akkusativ, wenn du abtrennst, indem du ein Subjekt oder ein Akkusativ-Regens verborgen ergänzt, das nicht ausdrücklich erscheinen wird.
٥١٩. وَمَا مِنَ المَنْعُوتِ وَالنَّعْتِ عُقِلْ
يَجُوزُ حَذْفُهُ وَفِي النَّعْتِ يَقِلْ
Was aus dem Attribuierten und dem Attribut verstanden wird, dessen Weglassung ist zulässig; beim Attribut ist sie selten.