Die Alfiyya des Ibn Malik · Kapitel 77 von 82
Die Neigung (al-Imāla)
Die Neigung (al-Imāla)
الأَلِفَ الْمُبْدَلَ مِنْ يَا فِي طَرَفْ أَمِلْ كَذَا الْوَاقِعَ مِنْهُ الْيَا خَلَفْ
900. Neige das Alif, das am Wortende aus einem Yā’ umgewandelt ist; ebenso das, auf das ein Yā’ als Nachfolger folgt,
دُونَ مَزِيدٍ أَوْ شُذُوذٍ وَلِمَا تَلِيهِ هَا التَّأْنِيثِ مَا الْهَا عَدِمَا
901. ohne Zusatz oder Abweichung; und für das, dem das Femininum-Hā’ folgt, gilt dasselbe, was gilt, wenn das Hā’ fehlt.
وَهَكَذَا بَدَلُ عَيْنِ الْفِعْلِ إِنْ يَؤُلْ إِلَى فِلْتُ كَمَاضِي خَفْ وَدِنْ
902. Ebenso der Ersatz für den mittleren Radikal des Verbs, wenn er auf „filtu“ hinausläuft, wie bei den Perfektformen „khāfa“ und „dāna“.
كَذَاكَ تَالِي الْيَاءِ وَالْفَصْلُ اغْتُفِرْ بِحَرْفٍ أَوْ مَعْ هَا كَجَيْبَهَا أَدِرْ
903. Ebenso das, was auf ein Yā’ folgt; die Trennung durch einen Buchstaben ist verziehen, oder durch einen mit Hā’, wie in „jaibahā adir“.
كَذَاكَ مَا يَلِيهِ كَسْرٌ أَوْ يَلِي تَالِيَ كَسْرٍ أَوْ سُكُونٍ قَدْ وَلِي
904. Ebenso das, dem ein Kasra folgt, oder das auf das folgt, was einem Kasra folgt, oder einem Sukūn, der seinerseits folgte auf
كَسْراً وَفَصْلُ الْهَا كَلَا فَصْلٍ يُعَدْ فَدِرْهَمَاكَ مَنْ يُمِلْهُ لَمْ يُصَدْ
905. ein Kasra; und die Trennung durch Hā’ wird wie keine Trennung gezählt: Wer „dirhamāka“ neigt, wird nicht getadelt.
وَحَرْفُ الاِسْتِعْلَا يَكُفُّ مُظْهِرَا مِنْ كَسْرٍ أَوْ يَا وَكَذَا تَكُفُّ رَا
906. Ein Buchstabe der Erhöhung (Istiʿlāʾ) verhindert die Neigung, wenn er (nach) Kasra oder Yā’ zutage tritt; ebenso verhindert Rā’ sie.
إِنْ كَانَ مَا يَكُفُّ بَعْدُ مُتَّصِلْ أَوْ بَعْدَ حَرْفٍ أَوْ بِحَرْفَيْنِ فُصِلْ
907. Falls das Hindernde danach unmittelbar folgt oder nach einem Buchstaben oder durch zwei Buchstaben getrennt steht,
كَذَا إِذَا قُدِّمَ مَا لَمْ يَنْكَسِرْ أَوْ يَسْكُنِ اثْرَ الْكَسْرِ كَالْمِطْوَاعِ مِرْ
908. ebenso, wenn es vorangestellt ist, solange es kein Kasra trägt, oder nach dem Kasra Sukūn trägt, wie in „miṭwāʿ“ (und) „mir“.
وَكَفُّ مُسْتَعْلٍ وَرَا يَنْكَفُّ بِكَسْرِ رَا كَغَارِماً لَا أَجْفُو
909. Das Hindernis durch einen Istiʿlāʾ-Buchstaben und durch Rā’ entfällt durch ein Kasra auf dem Rā’, wie in „ġāriman lā ajfū“ („einem Schuldner gegenüber bin ich nicht hart“).
وَلَا تُمِلْ لِسَبَبٍ لَمْ يَتَّصِلْ وَالْكَفُّ قَدْ يُوجِبُهُ مَا يَنْفَصِلْ
910. Und neige nicht wegen eines Grundes, der nicht unmittelbar anschließt; das Hindernis aber kann auch durch etwas Getrenntes bewirkt werden.
وَقَدْ أَمَالُوا لِتَنَاسُبٍ بِلَا دَاعٍ سِوَاهُ كَعِمَادَا وَتَلَا
911. Man hat auch zur gegenseitigen Angleichung geneigt, ohne einen anderen Anlass als diesen, wie in „ʿimādā“ und „talā“.
وَلَا تُمِلْ مَا لَمْ يَنَلْ تَمَكُّنَا دُونَ سَمَاعٍ غَيْرَ هَا وَغَيْرَ نَا
912. Und neige nicht, was keine volle Flexion erlangt hat, ohne Überlieferung – außer „hā“ und „nā“.
وَالْفَتْحَ قَبْلَ كَسْرِ رَاءٍ فِي طَرَفْ أَمِلْ كَلِلْأَيْسَرِ مِلْ تُكْفَ الْكُلَفْ
913. Und neige das Fatḥa vor dem Kasra eines Rā’ am Wortende, wie in „lil-aysari mil“, damit dir die Mühsal erspart bleibe.
كَذَا الَّذِي تَلِيهِ هَا التَّأْنِيثِ فِي وَقْفٍ إِذَا مَا كَانَ غَيْرَ أَلِفِ
914. Ebenso das, dem das Femininum-Hā’ beim Innehalten folgt, sofern es kein Alif ist.