Berliner Muslime

Die Alfiyya des Ibn Malik · Kapitel 8 von 82

Das Deklinierbare und das Unveränderliche

Das Deklinierbare und das Unveränderliche

Dichtung

وَالِاسْمُ مِنْهُ مُعْرَبٌ وَمَبْنِي لِشَبَهٍ مِنَ الْحُرُوفِ مُدْنِي

Das Nomen: Ein Teil davon ist deklinierbar, ein Teil unveränderlich, / wegen einer Ähnlichkeit mit den Buchstaben (Partikeln), die ihm nahekommt.

Dichtung

كَالشَّبَهِ الْوَضْعِيِّ فِي اسْمَيْ جِئْتَنَا وَالْمَعْنَوِيِّ فِي مَتَى وَفِي هُنَا

So die Ähnlichkeit in der Wortgestalt bei den beiden Nomen in „ǧiʾtanā" (du bist zu uns gekommen), / und die Ähnlichkeit in der Bedeutung bei „matā" (wann) und „hunā" (hier).

Dichtung

وَكَنِيَابَةٍ عَنِ الْفِعْلِ بِلَا تَأَثُّرٍ وَكَافْتِقَارٍ أُصِّلَا

Und wie das Vertreten des Verbs, ohne selbst beeinflusst zu werden, / und wie ein Angewiesensein, das fest verwurzelt ist.

Dichtung

وَمُعْرَبُ الْأَسْمَاءِ مَا قَدْ سَلِمَا مِنْ شَبَهِ الْحَرْفِ كَأَرْضٍ وَسُمَا

Deklinierbar unter den Nomen ist, was frei geblieben ist / von der Ähnlichkeit mit dem Buchstaben, wie „arḍ" (Erde) und „sumā" (Höhe).

Dichtung

وَفِعْلُ أَمْرٍ وَمُضِيٍّ بُنِيَا وَأَعْرَبُوا مُضَارِعًا إِنْ عَرِيَا

Das Verb des Befehls und das der Vergangenheit sind unveränderlich, / das Präsens aber haben sie deklinierbar gemacht, wenn es frei ist

Dichtung

مِنْ نُونِ تَوْكِيدٍ مُبَاشِرٍ وَمِنْ نُونِ إِنَاثٍ كَيَرُعْنَ مَنْ فُتِنْ

vom Nūn der Bekräftigung in unmittelbarer Verbindung und vom Nūn der Frauen, / wie in „yaruʿna man futin" (sie bestürzen den, der verführt wurde).

Dichtung

وَكُلُّ حَرْفٍ مُسْتَحِقٌّ لِلْبِنَا وَالْأَصْلُ فِي الْمَبْنِيِّ أَنْ يُسَكَّنَا

Jeder Buchstabe (jede Partikel) verdient die Unveränderlichkeit, / und die Grundregel beim Unveränderlichen ist, dass es mit Sukūn versehen wird.

Dichtung

وَمِنْهُ ذُو فَتْحٍ وَذُو كَسْرٍ وَضَمّ كَأَيْنَ أَمْسِ حَيْثُ وَالسَّاكِنُ كَمْ

Darunter gibt es solche mit Fatḥa, mit Kasra und mit Damma, / wie „ayna", „amsi" und „ḥaythu"; und das mit Sukūn ist wie „kam".

Dichtung

وَالرَّفْعَ وَالنَّصْبَ اجْعَلَنْ إِعْرَابَا لِاسْمٍ وَفِعْلٍ نَحْوُ لَنْ أَهَابَا

Mache Raf' und Naṣb zu Zeichen der Deklination / für Nomen und Verb, wie in „lan ahāba" (ich werde nicht fürchten).

Dichtung

وَالِاسْمُ قَدْ خُصِّصَ بِالْجَرِّ كَمَا قَدْ خُصِّصَ الْفِعْلُ بِأَنْ يَنْجَزِمَا

Das Nomen ist dem Jarr vorbehalten, so wie / das Verb dem vorbehalten ist, dass es den Jazm erhält.

Dichtung

فَارْفَعْ بِضَمٍّ وَانْصِبَنْ فَتْحًا وَجُرْ كَسْرًا كَذِكْرُ اللَّهِ عَبْدَهُ يَسُرْ

Setze in den Raf' mit Damma, in den Naṣb mit Fatḥa und in den Jarr / mit Kasra – wie in „Allahs Gedenken Seines Dieners erfreut".

Dichtung

وَاجْزِمْ بِتَسْكِينٍ وَغَيْرُ مَا ذُكِرْ يَنُوبُ نَحْوُ جَا أَخُو بَنِي نَمِرْ

Und setze in den Jazm mit Sukūn; und anderes als das Genannte / vertritt diese Zeichen, wie in „es kam der Bruder der Banū Namir".

Dichtung

وَارْفَعْ بِوَاوٍ وَانْصِبَنَّ بِالْأَلِفْ وَاجْرُرْ بِيَاءٍ مَا مِنَ الْأَسْمَا أَصِفْ

Setze in den Raf' mit Wāw, in den Naṣb mit Alif / und in den Jarr mit Yāʾ – jene Nomen, die ich nun beschreibe:

Dichtung

مِنْ ذَاكَ ذُو إِنْ صُحْبَةً أَبَانَا وَالْفَمُ حَيْثُ الْمِيمُ مِنْهُ بَانَا

Darunter „dhū" (Besitzer von), wenn es Zugehörigkeit ausdrückt, / und „fam" (Mund), sofern das Mīm davon abgetrennt ist.

Dichtung

أَبٌ أَخٌ حَمٌ كَذَاكَ وَهَنُ وَالنَّقْصُ فِي هَذَا الْأَخِيرِ أَحْسَنُ

„Ab" (Vater), „akh" (Bruder), „ḥam" (Schwiegervater), ebenso „hanu" (Ding); / und die Kürzung ist bei diesem Letzten besser.

Dichtung

وَفِي أَبٍ وَتَالِيَيْهِ يَنْدُرُ وَقَصْرُهَا مِنْ نَقْصِهِنَّ أَشْهَرُ

Bei „ab" und den beiden darauf Folgenden ist sie selten, / und ihr Kurzbleiben (mit durchgehendem Alif) ist bekannter als ihr Verkürzen.

Dichtung

وَشَرْطُ ذَا الْإِعْرَابِ أَنْ يُضَفْنَ لَا لِلْيَا كَجَا أَخُو أَبِيكَ ذَا اعْتِلَا

Bedingung für diese Deklination ist, dass sie annektiert werden, doch nicht / an das Yāʾ (der ersten Person), wie in „es kam der Bruder deines Vaters, der Hochgestellte".

Dichtung

بِالْأَلِفِ ارْفَعِ الْمُثَنَّى وَكِلَا إِذَا بِمُضْمَرٍ مُضَافًا وُصِلَا

Mit Alif setze den Dual in den Raf', ebenso „kilā", / wenn es annektiert mit einem Pronomen verbunden wird.

Dichtung

كِلْتَا كَذَاكَ اثْنَانِ وَاثْنَتَانِ كَابْنَيْنِ وَابْنَتَيْنِ يَجْرِيَانِ

„Kiltā" ebenso, „ithnāni" und „ithnatāni": / wie „ibnayni" und „ibnatayni" verlaufen sie.

Dichtung

جَرًّا وَنَصْبًا بَعْدَ فَتْحٍ قَدْ أُلِفْ وَتَخْلُفُ الْيَا فِي جَمِيعِهَا الْأَلِفْ

Im Jarr und im Naṣb, nach einer Fatḥa, wie es gewohnt ist; / und das Yāʾ ersetzt in allen von ihnen das Alif.

Dichtung

وَارْفَعْ بِوَاوٍ وَبِيَا اجْرُرْ وَانْصِبِ سَالِمَ جَمْعِ عَامِرٍ وَمُذْنِبِ

Setze in den Raf' mit Wāw, und mit Yāʾ in den Jarr und den Naṣb / den „gesunden" Plural von „ʿĀmir" und „Mudhnib".

Dichtung

وَشِبْهِ ذَيْنِ وَبِهِ عِشْرُونَا وَبَابُهُ أُلْحِقَ وَالْأَهْلُونَا

Und das diesen beiden Ähnliche; und ihm sind „ʿishrūna" (zwanzig) / und seine Reihe angeschlossen, sowie „ahlūna".

Dichtung

أُولُو وَعَالَمُونَ عِلِّيُّونَا وَأَرَضُونَ شَذَّ وَالسِّنُونَا

„Ūlū", „ʿālamūna", „ʿilliyyūna", / und „araḍūna" – abweichend – sowie „sinūna".

Dichtung

وَبَابُهُ وَمِثْلَ حِينٍ قَدْ يَرِدْ ذَا الْبَابُ وَهْوَ عِنْدَ قَوْمٍ يَطَّرِدْ

Und seine Reihe; und wie „ḥīn" kommt diese Reihe bisweilen vor, / und das gilt bei manchen Leuten durchgängig.

Dichtung

وَنُونَ مَجْمُوعٍ وَمَا بِهِ الْتَحَقْ فَافْتَحْ وَقَلَّ مَنْ بِكَسْرِهِ نَطَقْ

Das Nūn des Plurals und dessen, was ihm angeschlossen ist, / setze mit Fatḥa; und selten ist, wer es mit Kasra sprach.

Dichtung

وَنُونُ مَا ثُنِّيَ وَالْمُلْحَقِ بِهْ بِعَكْسِ ذَاكَ اسْتَعْمَلُوهُ فَانْتَبِهْ

Und das Nūn des Duals und dessen, was ihm angeschlossen ist, / haben sie umgekehrt gebraucht – achte darauf.

Dichtung

وَمَا بِتَا وَأَلِفٍ قَدْ جُمِعَا يُكْسَرُ فِي الْجَرِّ وَفِي النَّصْبِ مَعَا

Und was mit Tāʾ und Alif im Plural steht, / erhält im Jarr und im Naṣb gemeinsam die Kasra.

Dichtung

كَذَا أُولَاتُ وَالَّذِي اسْمًا قَدْ جُعِلْ كَأَذْرِعَاتٍ فِيهِ ذَا أَيْضًا قُبِلْ

Ebenso „ūlāt"; und was zu einem Namen gemacht wurde, / wie „Adhriʿāt" – bei diesem wurde dies ebenfalls anerkannt.

Dichtung

وَجُرَّ بِالْفَتْحَةِ مَا لَا يَنْصَرِفْ مَا لَمْ يُضَفْ أَوْ يَكُ بَعْدَ أَلْ رَدِفْ

Und mit der Fatḥa wird in den Jarr gesetzt, was nicht voll dekliniert wird, / solange es nicht annektiert wird und nicht nach „al" folgt.

Dichtung

وَاجْعَلْ لِنَحْوِ يَفْعَلَانِ النُّونَا رَفْعًا وَتَدْعِينَ وَتَسْأَلُونَا

Und mache für Formen wie „yafʿalāni" das Nūn / zum Zeichen des Raf', ebenso bei „tadʿīna" und „tasʾalūna".

Dichtung

وَحَذْفُهَا لِلْجَزْمِ وَالنَّصْبِ سِمَهْ كَلَمْ تَكُونِي لِتَرُومِي مَظْلَمَهْ

Und ihr Wegfall ist das Kennzeichen für Jazm und Naṣb, / wie in „lam takūnī litarūmī maẓlamah" (du warst nicht, um Unrecht zu erstreben).

Dichtung

وَسَمِّ مُعْتَلًّا مِنَ الْأَسْمَاءِ مَا كَالْمُصْطَفَى وَالْمُرْتَقِي مَكَارِمَا

Und nenne unter den Nomen „muʿtall" (schwach auslautend) das, was / wie „al-Muṣṭafā" und „al-Murtaqī makārimā" (der zu Edelmut Aufsteigende) ist.

Dichtung

فَالْأَوَّلُ الْإِعْرَابُ فِيهِ قُدِّرَا جَمِيعُهُ وَهْوَ الَّذِي قَدْ قُصِرَا

Beim ersten wird die Deklination in allen Fällen nur angenommen (nicht sichtbar), / und das ist das, was „maqṣūr" genannt wird.

Dichtung

وَالثَّانِ مَنْقُوصٌ وَنَصْبُهُ ظَهَرْ وَرَفْعُهُ يُنْوَى كَذَا أَيْضًا يُجَرْ

Der zweite ist „manqūṣ"; sein Naṣb erscheint sichtbar, / sein Raf' wird nur angenommen, und ebenso auch sein Jarr.

Dichtung

وَأَيُّ فِعْلٍ آخِرٌ مِنْهُ أَلِفْ أَوْ وَاوٌ اوْ يَاءٌ فَمُعْتَلًّا عُرِفْ

Und jedes Verb, dessen Ende ein Alif, / ein Wāw oder ein Yāʾ ist, ist als „muʿtall" bekannt.

Dichtung

فَالْأَلِفَ انْوِ فِيهِ غَيْرَ الْجَزْمِ وَأَبْدِ نَصْبَ مَا كَيَدْعُو يَرْمِي

Beim Alif nimm die Endung nur an, außer beim Jazm, / und zeige den Naṣb bei dem, was wie „yadʿū" und „yarmī" ist.

Dichtung

وَالرَّفْعَ فِيهِمَا انْوِ وَاحْذِفْ جَازِمَا ثَلَاثَهُنَّ تَقْضِ حُكْمًا لَازِمَا

Und den Raf' nimm bei beiden nur an, und lass im Jazm / alle drei weg – so erfüllst du eine verbindliche Regel.