قَالَ النَّوَوِيُّ:
An-Nawawi sagte:
يَنْبَغِي أَنْ يَعْتَنِيَ بِالتَّصْنِيفِ إِذَا تَأَهَّلَ لَهُ؛ فَبِهِ يَطَّلِعُ عَلَى حَقَائِقِ الْعِلْمِ وَدَقَائِقِهِ، وَيَثْبُتُ مَعَهُ؛ لِأَنَّهُ يَضْطَرُّهُ إِلَى كَثْرَةِ التَّفْتِيشِ وَالْمُطَالَعَةِ، وَالتَّحْقِيقِ وَالْمُرَاجَعَةِ، وَالِاطِّلَاعِ عَلَى مُخْتَلِفِ كَلَامِ الْأَئِمَّةِ وَمُتَّفِقِهِ، وَوَاضِحِهِ مِنْ مُشْكِلِهِ، وَصَحِيحِهِ مِنْ ضَعِيفِهِ، وَجَزْلِهِ مِنْ رَكِيكِهِ، وَمَا لَا اعْتِرَاضَ عَلَيْهِ مِنْ غَيْرِهِ، وَبِهِ يَتَّصِفُ الْمُحَقِّقُ بِصِفَةِ الْمُجْتَهِدِ.
Er soll sich dem Verfassen von Schriften widmen, wenn er dazu befähigt ist. Denn dadurch gelangt er zu den Wahrheiten des Wissens und seinen Feinheiten, und es festigt sich bei ihm; denn es zwingt ihn zu vielem Nachforschen und Studieren, zum Prüfen und Nachschlagen und dazu, sich mit den abweichenden und übereinstimmenden Aussagen der Imame vertraut zu machen, mit dem Klaren und dem Schwierigen darin, dem Richtigen und dem Schwachen, dem Gediegenen und dem Holprigen und mit dem, wogegen kein Einwand besteht, im Unterschied zum anderen. Und dadurch erlangt der gründliche Forscher die Eigenschaft eines Mudschtahid.
وَلْيَحْذَرْ كُلَّ الْحَذَرِ أَنْ يَشْرَعَ فِي تَصْنِيفِ مَا لَمْ يَتَأَهَّلْ لَهُ؛ فَإِنَّ ذَلِكَ يَضُرُّهُ فِي دِينِهِ وَعِلْمِهِ وَعِرْضِهِ.
Er soll sich aber mit aller Vorsicht davor hüten, etwas zu verfassen, wozu er nicht befähigt ist; denn das schadet ihm in seiner Religion, seinem Wissen und seiner Ehre.
وَلْيَحْذَرْ أَيْضًا: مِنْ إِخْرَاجِ تَصْنِيفِهِ مِنْ يَدِهِ إِلَّا بَعْدَ تَهْذِيبِهِ، وَتَرْدَادِ نَظَرِهِ فِيهِ وَتَكْرِيرِهِ.
Er soll sich auch davor hüten, seine Schrift aus der Hand zu geben, bevor er sie überarbeitet und immer wieder durchgesehen hat.
وَلْيَحْرِصْ عَلَى إِيضَاحِ الْعِبَارَةِ وَإِيجَازِهَا، فَلَا يُوضِحُ إِيضَاحًا يَنْتَهِي إِلَى الرَّكَاكَةِ، وَلَا يُوجِزُ إِيجَازًا يُفْضِي إِلَى الْمَحْقِ وَالِاسْتِغْلَاقِ.
Er soll auf Klarheit und Knappheit des Ausdrucks bedacht sein: Er soll nicht so ausführlich erklären, dass es ins Holprige gerät, und nicht so knapp sein, dass der Sinn verloren geht und der Text unverständlich wird.
وَيَنْبَغِي أَنْ يَكُونَ اعْتِنَاؤُهُ مِنَ التَّصْنِيفِ بِمَا لَمْ يُسْبَقْ إِلَيْهِ أَكْثَرَ.
Und sein Bemühen beim Verfassen soll mehr dem gelten, worin ihm noch niemand zuvorgekommen ist.
وَالْمُرَادُ بِهَذَا أَنْ لَا يَكُونَ هُنَاكَ مُصَنَّفٌ يُغْنِي عَنْ مُصَنَّفِهِ فِي جَمِيعِ أَسَالِيبِهِ، فَإِنْ أَغْنَى عَنْ بَعْضِهَا فَلْيُصَنِّفْ مِنْ جِنْسِهِ مَا يَزِيدُ زِيَادَاتٍ يُحْتَفَلُ بِهَا، مَعَ ضَمِّ مَا فَاتَهُ مِنَ الْأَسَالِيبِ.
Gemeint ist damit, dass es kein Werk geben soll, das sein Werk in all seinen Darstellungsweisen überflüssig macht. Macht es einige davon überflüssig, so soll er in derselben Art etwas verfassen, das beachtenswerte Ergänzungen bringt, und dazu die Darstellungsweisen hinzufügen, die jenem fehlen.
وَلْيَكُنْ تَصْنِيفُهُ فِيمَا يَعُمُّ الِانْتِفَاعُ بِهِ وَيَكْثُرُ الِاحْتِيَاجُ إِلَيْهِ.
Und seine Schriften sollen das betreffen, dessen Nutzen allgemein ist und wonach großer Bedarf besteht.