Berliner Muslime

Die Adschurrumiyya – Einführung in die arabische Grammatik · Kapitel 5 von 7

Die Folgewörter: Attribut, Beiordnung, Bekräftigung und Apposition

Das Kapitel im Überblick

التَّوَابِعُ
Die Folgewörter (tawābiʿ)
Attribut, Beiordnung, Bekräftigung und Apposition
النَّعْتُ
Das Attribut (naʿt)
  1. 1
    تَابِعٌ لِلْمَنْعُوتِ فِي رَفْعِهِ، وَنَصْبِهِ، وَخَفْضِهِ
    Folgt dem Beschriebenen in Nominativ, Akkusativ und Genitiv
    qāma Zaidun al-ʿāqilu – raʾaitu Zaidan al-ʿāqila – marartu bi-Zaidin al-ʿāqili
  2. 2
    تَعْرِيفِهِ، وَتَنْكِيرِهِ
    … und in Bestimmtheit und Unbestimmtheit
الْمَعْرِفَةُ خَمْسَةُ أَشْيَاءَ
Das bestimmte Nomen (maʿrifa): fünf Dinge
  1. 3
    الِاسْمُ الْمُضْمَرُ
    Das Pronomen (al-ism al-muḍmar)
    wie anā (ich) und anta (du)
  2. 4
    الِاسْمُ الْعَلَمُ
    Der Eigenname (al-ism al-ʿalam)
    wie Zaid und Makka (Mekka)
  3. 5
    الِاسْمُ الْمُبْهَمُ
    Das unbestimmt verweisende Nomen (al-ism al-mubham)
    wie hādhā (dieser), hādhihī (diese) und hāʾulāʾi (diese [Mehrzahl])
  4. 6
    الِاسْمُ الَّذِي فِيهِ الْأَلِفُ وَاللَّامُ
    Das Nomen mit Alif und Lām (dem Artikel)
    wie ar-radschul (der Mann) und al-ghulām (der Junge)
  5. 7
    مَا أُضِيفَ إِلَى وَاحِدٍ مِنْ هَذِهِ الْأَرْبَعَةِ
    Was mit einem dieser vier in Genitivverbindung steht
النَّكِرَةُ
Das unbestimmte Nomen (nakira)
  1. 8
    كُلُّ اسْمٍ شَائِعٍ فِي جِنْسِهِ
    Jedes Nomen, das sich auf seine ganze Gattung erstreckt
    sodass es nicht einem Einzelnen unter Ausschluss eines anderen vorbehalten ist
  2. 9
    كُلُّ مَا صَلَحَ دُخُولُ الْأَلِفِ وَاللَّامِ عَلَيْهِ
    Leichter gesagt: alles, wovor Alif und Lām treten können
    wie ar-radschul (der Mann) und al-faras (das Pferd)
الْعَطْفُ
Die Beiordnung (ʿaṭf) – zehn Partikeln
  1. 10
    الْوَاوُ، وَالْفَاءُ، وَثُمَّ
    wa (und), fa (und dann), thumma (darauf)
  2. 11
    أَوْ، وَأَمْ، وَإِمَّا
    au (oder), am (oder [in der Frage]), immā (entweder … oder)
  3. 12
    بَلْ، وَلَا، وَلَكِنْ
    bal (vielmehr), lā (nicht), lākin (jedoch)
  4. 13
    حَتَّى فِي بَعْضِ الْمَوَاضِعِ
    ḥattā (sogar) – an manchen Stellen
  5. 14
    إِنْ عَطَفْتَ بِهَا عَلَى مَرْفُوعٍ رَفَعْتَ
    Einem Nominativ beigeordnet: Nominativ – und so in jedem Fall
    ebenso Akkusativ, Genitiv und Apokopat: qāma Zaidun wa-ʿAmrun – Zaidun lam yaqum wa-lam yaqʿud
التَّوْكِيدُ
Die Bekräftigung (taukīd)
folgt dem Bekräftigten in Nominativ, Akkusativ und Genitiv und in der Bestimmtheit – mit bestimmten Wörtern
  1. 15
    النَّفْسُ
    an-nafs (selbst)
    qāma Zaidun nafsuhū (Zaid selbst stand auf)
  2. 16
    الْعَيْنُ
    al-ʿain (selbst)
  3. 17
    كُلٌّ
    kull (alle)
    raʾaitu l-qauma kullahum (ich sah die Leute alle)
  4. 18
    أَجْمَعُ
    adschmaʿ (sämtlich)
    marartu bil-qaumi adschmaʿīn (ich ging an den Leuten allesamt vorüber)
  5. 19
    تَوَابِعُ أَجْمَعَ
    Was auf adschmaʿ folgt: aktaʿ, abtaʿ und abṣaʿ
الْبَدَلُ
Die Apposition (badal) – vier Arten
ein Nomen für ein Nomen oder ein Verb für ein Verb – sie folgt ihm in seiner gesamten Flexion
  1. 20
    بَدَلُ الشَّيْءِ مِنَ الشَّيْءِ
    Die Apposition des Ganzen für das Ganze
    qāma Zaidun akhūka (Zaid, dein Bruder, stand auf)
  2. 21
    بَدَلُ الْبَعْضِ مِنَ الْكُلِّ
    Die Apposition des Teils für das Ganze
    akaltu r-raghīfa thuluthahū (ich aß das Brot – ein Drittel davon)
  3. 22
    بَدَلُ الِاشْتِمَالِ
    Die Apposition des Einbeschlossenen
    nafaʿanī Zaidun ʿilmuhū (Zaid nützte mir – sein Wissen)
  4. 23
    بَدَلُ الْغَلَطِ
    Die Apposition des Versehens
    raʾaitu Zaidan al-farasa – du wolltest „das Pferd“ sagen, hast dich versehen und „Zaid“ an dessen Stelle gesetzt

Übersicht der Redaktion – sie fasst zusammen und gehört nicht zum Text des Verfassers.

بَابُ النَّعْتِ
Kapitel: Das Attribut (an-naʿt)
النَّعْتُ تَابِعٌ لِلْمَنْعُوتِ فِي رَفْعِهِ، وَنَصْبِهِ، وَخَفْضِهِ، وَتَعْرِيفِهِ، وَتَنْكِيرِهِ،
Das Attribut (naʿt) folgt dem Beschriebenen (manʿūt) in dessen Nominativ, Akkusativ und Genitiv, in dessen Bestimmtheit (taʿrīf) und Unbestimmtheit (tankīr).
تَقُولُ: «قَامَ زَيْدٌ الْعَاقِلُ» وَ«رَأَيْتُ زَيْدًا الْعَاقِلَ» وَ«مَرَرْتُ بِزَيْدٍ الْعَاقِلِ».
Du sagst: „Der verständige Zaid stand auf (qāma Zaidun al-ʿāqilu)“, „Ich sah den verständigen Zaid (raʾaitu Zaidan al-ʿāqila)“ und „Ich ging an dem verständigen Zaid vorüber (marartu bi-Zaidin al-ʿāqili)“.
وَالْمَعْرِفَةُ خَمْسَةُ أَشْيَاءَ: الِاسْمُ الْمُضْمَرُ، نَحْوُ: أَنَا وَأَنْتَ، وَالِاسْمُ الْعَلَمُ، نَحْوُ: زَيْدٍ وَمَكَّةَ،
Das bestimmte Nomen (maʿrifa) umfasst fünf Dinge: das Pronomen (al-ism al-muḍmar), wie anā (ich) und anta (du); den Eigennamen (al-ism al-ʿalam), wie Zaid und Makka (Mekka);
وَالِاسْمُ الْمُبْهَمُ، نَحْوُ: هَذَا وَهَذِهِ وَهَؤُلَاءِ، وَالِاسْمُ الَّذِي فِيهِ الْأَلِفُ وَاللَّامُ، نَحْوُ: الرَّجُلِ وَالْغُلَامِ،
das unbestimmt verweisende Nomen (al-ism al-mubham), wie hādhā (dieser), hādhihī (diese) und hāʾulāʾi (diese [Mehrzahl]); das Nomen mit Alif und Lām (dem Artikel), wie ar-radschul (der Mann) und al-ghulām (der Junge);
وَمَا أُضِيفَ إِلَى وَاحِدٍ مِنْ هَذِهِ الْأَرْبَعَةِ.
und das, was mit einem dieser vier in einer Genitivverbindung (iḍāfa) steht.
وَالنَّكِرَةُ كُلُّ اسْمٍ شَائِعٍ فِي جِنْسِهِ لَا يَخْتَصُّ بِهِ وَاحِدٌ دُونَ آخَرَ،
Das unbestimmte Nomen (nakira) ist jedes Nomen, das sich auf seine ganze Gattung erstreckt, sodass es nicht einem Einzelnen unter Ausschluss eines anderen vorbehalten ist.
وَتَقْرِيبُهُ: كُلُّ مَا صَلَحَ دُخُولُ الْأَلِفِ وَاللَّامِ عَلَيْهِ، نَحْوُ: الرَّجُلِ وَالْفَرَسِ.
Leichter fassbar gesagt: Es ist alles, was dafür geeignet ist, dass Alif und Lām (der Artikel) davortreten, wie ar-radschul (der Mann) und al-faras (das Pferd).
بَابُ الْعَطْفِ
Kapitel: Die Beiordnung (al-ʿaṭf)
وَحُرُوفُ الْعَطْفِ عَشَرَةٌ، وَهِيَ: الْوَاوُ، وَالْفَاءُ، وَثُمَّ، وَأَوْ، وَأَمْ، وَإِمَّا، وَبَلْ، وَلَا، وَلَكِنْ، وَحَتَّى فِي بَعْضِ الْمَوَاضِعِ.
Die Partikeln der Beiordnung (ḥurūf al-ʿaṭf) sind zehn: wa (und), fa (und dann), thumma (darauf), au (oder), am (oder [in der Frage]), immā (entweder … oder), bal (vielmehr), lā (nicht), lākin (jedoch) und – an manchen Stellen – ḥattā (sogar).
فَإِنْ عَطَفْتَ بِهَا عَلَى مَرْفُوعٍ رَفَعْتَ، أَوْ عَلَى مَنْصُوبٍ نَصَبْتَ، أَوْ عَلَى مَخْفُوضٍ خَفَضْتَ، أَوْ عَلَى مَجْزُومٍ جَزَمْتَ،
Ordnest du mit ihnen einem Wort im Nominativ etwas bei, so setzt du es in den Nominativ; einem Wort im Akkusativ, so setzt du es in den Akkusativ; einem Wort im Genitiv, so setzt du es in den Genitiv; einem Wort im Apokopat, so setzt du es in den Apokopat.
تَقُولُ: «قَامَ زَيْدٌ وَعَمْرٌو» وَ«رَأَيْتُ زَيْدًا وَعَمْرًا» وَ«مَرَرْتُ بِزَيْدٍ وَعَمْرٍو» وَ«زَيْدٌ لَمْ يَقُمْ وَلَمْ يَقْعُدْ».
Du sagst: „Zaid und ʿAmr standen auf (qāma Zaidun wa-ʿAmrun)“, „Ich sah Zaid und ʿAmr (raʾaitu Zaidan wa-ʿAmran)“, „Ich ging an Zaid und ʿAmr vorüber (marartu bi-Zaidin wa-ʿAmrin)“ und „Zaid stand nicht auf und setzte sich nicht (Zaidun lam yaqum wa-lam yaqʿud)“.
بَابُ التَّوْكِيدِ
Kapitel: Die Bekräftigung (at-taukīd)
التَّوْكِيدُ تَابِعٌ لِلْمُؤَكَّدِ فِي رَفْعِهِ، وَنَصْبِهِ، وَخَفْضِهِ، وَتَعْرِيفِهِ.
Die Bekräftigung (taukīd) folgt dem Bekräftigten (muʾakkad) in dessen Nominativ, Akkusativ und Genitiv und in dessen Bestimmtheit.
وَيَكُونُ بِأَلْفَاظٍ مَعْلُومَةٍ، وَهِيَ: النَّفْسُ، وَالْعَيْنُ، وَكُلٌّ، وَأَجْمَعُ، وَتَوَابِعُ أَجْمَعَ، وَهِيَ: أَكْتَعُ، وَأَبْتَعُ، وَأَبْصَعُ،
Sie geschieht mit bestimmten Wörtern: an-nafs (selbst), al-ʿain (selbst), kull (alle), adschmaʿ (sämtlich) und dem, was auf adschmaʿ folgt, nämlich aktaʿ, abtaʿ und abṣaʿ.
تَقُولُ: «قَامَ زَيْدٌ نَفْسُهُ» وَ«رَأَيْتُ الْقَوْمَ كُلَّهُمْ» وَ«مَرَرْتُ بِالْقَوْمِ أَجْمَعِينَ».
Du sagst: „Zaid selbst stand auf (qāma Zaidun nafsuhū)“, „Ich sah die Leute alle (raʾaitu l-qauma kullahum)“ und „Ich ging an den Leuten allesamt vorüber (marartu bil-qaumi adschmaʿīn)“.
بَابُ الْبَدَلِ
Kapitel: Die Apposition (al-badal)
إِذَا أُبْدِلَ اسْمٌ مِنِ اسْمٍ أَوْ فِعْلٌ مِنْ فِعْلٍ تَبِعَهُ فِي جَمِيعِ إِعْرَابِهِ.
Wenn ein Nomen als Apposition (badal) für ein anderes Nomen gesetzt wird oder ein Verb für ein anderes Verb, folgt es ihm in seiner gesamten Flexion.
وَهُوَ أَرْبَعَةُ أَقْسَامٍ: بَدَلُ الشَّيْءِ مِنَ الشَّيْءِ، وَبَدَلُ الْبَعْضِ مِنَ الْكُلِّ، وَبَدَلُ الِاشْتِمَالِ، وَبَدَلُ الْغَلَطِ،
Seine Arten sind vier: die Apposition des Ganzen für das Ganze (badal asch-schaiʾ min asch-schaiʾ), die Apposition des Teils für das Ganze (badal al-baʿḍ min al-kull), die Apposition des Einbeschlossenen (badal al-ischtimāl) und die Apposition des Versehens (badal al-ghalaṭ),
نَحْوُ قَوْلِكَ: «قَامَ زَيْدٌ أَخُوكَ» وَ«أَكَلْتُ الرَّغِيفَ ثُلُثَهُ» وَ«نَفَعَنِي زَيْدٌ عِلْمُهُ» وَ«رَأَيْتُ زَيْدًا الْفَرَسَ»،
wie in: „Zaid, dein Bruder, stand auf (qāma Zaidun akhūka)“, „Ich aß das Brot – ein Drittel davon (akaltu r-raghīfa thuluthahū)“, „Zaid nützte mir – sein Wissen (nafaʿanī Zaidun ʿilmuhū)“ und „Ich sah Zaid – [nein:] das Pferd (raʾaitu Zaidan al-farasa)“.
أَرَدْتَ أَنْ تَقُولَ: «الْفَرَسَ» فَغَلِطْتَ فَأَبْدَلْتَ زَيْدًا مِنْهُ.
Du wolltest „das Pferd“ sagen, hast dich aber versehen und „Zaid“ an dessen Stelle gesetzt.

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