Berliner Muslime

Das Buch des Tauhid, der das Recht Allahs gegenüber den Dienern ist · Kapitel 15 von 67

Das Wort Allahs: „Gesellen sie Ihm bei, was nichts erschafft?“

Das Kapitel im Überblick

أَيُشْرِكُونَ مَا لَا يَخْلُقُ شَيْئًا وَهُمْ يُخْلَقُونَ
„Gesellen sie Ihm bei, was nichts erschafft?“
تَفْسِيرُ الْآيَتَيْنِ
Die beiden Verse
Frage 1 von dreizehn: ihre Erklärung
  1. 1
    وَلَا أَنْفُسَهُمْ يَنْصُرُونَ
    Sie erschaffen nichts und können sich selbst nicht helfen
    Sure al-Aʿraf 7:191–192 – sie werden selbst erschaffen
  2. 2
    مَا يَمْلِكُونَ مِنْ قِطْمِيرٍ
    Sie besitzen nicht einmal das Häutchen eines Dattelkerns
    Sure Fatir 35:13–14 – sie hören nicht, erhören nicht und verleugnen den Schirk am Tag der Auferstehung
قِصَّةُ أُحُدٍ
Die Begebenheit von Uhud
von Anas, im Sahih: Der Prophet wurde am Kopf verwundet, ein Vorderzahn brach ab; Fragen 2 und 5–7
  1. 3
    كَيْفَ يُفْلِحُ قَوْمٌ شَجُّوا نَبِيَّهُمْ
    Wie soll ein Volk Erfolg haben, das seinen Propheten verwundet?
  2. 4
    لَيْسَ لَكَ مِنَ الْأَمْرِ شَيْءٌ
    Herabgesandt: Du hast in der Sache nichts zu entscheiden
  3. 5
    أَنَّهُمْ فَعَلُوا أَشْيَاءَ مَا فَعَلَهَا غَالِبُ الْكُفَّارِ
    Sie taten, was die meisten Ungläubigen nicht getan haben
    den Propheten verwunden, ihn töten wollen, die Gefallenen verstümmeln – ihre eigenen Vettern
  4. 6
    فَتَابَ عَلَيْهِمْ فَآمَنُوا
    Allah nahm ihre Reue an, und sie wurden gläubig
قُنُوتُ سَيِّدِ الْمُرْسَلِينَ
Das Qunut-Bittgebet des Herrn der Gesandten
von Ibn Umar, im Sahih: im Fadschr-Gebet, gegen Safwan ibn Umayya, Suhail ibn Amr und al-Harith ibn Hischam
  1. 7
    وَخَلْفَهُ سَادَاتُ الْأَوْلِيَاءِ يُؤَمِّنُونَ فِي الصَّلَاةِ
    Hinter ihm sagten die Besten der Gottesfreunde „Amin“
  2. 8
    أَنَّ الْمَدْعُوَّ عَلَيْهِمْ كُفَّارٌ
    Die, gegen die er Bittgebete sprach, waren Ungläubige
  3. 9
    الْقُنُوتُ فِي النَّوَازِلِ
    Das Qunut-Bittgebet bei schweren Ereignissen
  4. 10
    تَسْمِيَةُ الْمَدْعُوِّ عَلَيْهِمْ فِي الصَّلَاةِ بِأَسْمَائِهِمْ وَأَسْمَاءِ آبَائِهِمْ
    Sie im Gebet mit ihrem Namen und dem ihrer Väter nennen
  5. 11
    لَعْنُ الْمُعَيَّنِ فِي الْقُنُوتِ
    Das Verfluchen einer bestimmten Person im Qunut
وَأَنْذِرْ عَشِيرَتَكَ الْأَقْرَبِينَ
„Und warne deine nächsten Verwandten“
von Abu Huraira, im Sahih: was sich zutrug, als ihm dies herabgesandt wurde; Fragen 11–13
  1. 12
    اشْتَرُوا أَنْفُسَكُمْ
    An die Leute von Quraisch: Kauft euch selbst los
  2. 13
    لَا أُغْنِي عَنْكِ مِنَ اللَّهِ شَيْئًا
    An Abbas, Safiyya, Fatima: Ich kann dir vor Allah nichts nützen
  3. 14
    جِدُّهُ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ
    Sein Ernst und Eifer
    so sehr, dass man ihm deswegen Wahnsinn nachsagte – so wäre es auch, wenn ein Muslim es heute täte
  4. 15
    قَوْلُهُ لِلْأَبْعَدِ وَالْأَقْرَبِ
    Sein Wort an den Entfernteren wie an den Nächsten
  5. 16
    تَبَيَّنَ لَهُ التَّوْحِيدُ وَغُرْبَةُ الدِّينِ
    Daran wird der Tauhid klar – und wie fremd die Religion wurde
    wenn selbst der Herr der Gesandten der Herrin der Frauen der Welten nichts nützen kann

Übersicht der Redaktion – sie fasst zusammen und gehört nicht zum Text des Verfassers.

Quran
أَيُشْرِكُونَ مَا لَا يَخْلُقُ شَيْئًا وَهُمْ يُخْلَقُونَ وَلَا يَسْتَطِيعُونَ لَهُمْ نَصْرًا وَلَا أَنْفُسَهُمْ يَنْصُرُونَ
Wollen sie Ihm denn beigesellen, was nichts erschafft, während sie selbst erschaffen werden, und was ihnen keine Hilfe leisten kann und sich auch selbst nicht helfen kann?
Sure al-Aʿraf 7:191–192
وَقَوْلُهُ:
Und Sein Wort:
Quran
وَالَّذِينَ تَدْعُونَ مِنْ دُونِهِ مَا يَمْلِكُونَ مِنْ قِطْمِيرٍ إِنْ تَدْعُوهُمْ لَا يَسْمَعُوا دُعَاءَكُمْ وَلَوْ سَمِعُوا مَا اسْتَجَابُوا لَكُمْ وَيَوْمَ الْقِيَامَةِ يَكْفُرُونَ بِشِرْكِكُمْ وَلَا يُنَبِّئُكَ مِثْلُ خَبِيرٍ
Und diejenigen, die ihr anstatt Seiner anruft, besitzen nicht einmal das Häutchen eines Dattelkerns. Wenn ihr sie anruft, hören sie euer Rufen nicht; und hörten sie es, so würden sie euch nicht erhören. Und am Tag der Auferstehung verleugnen sie euren Schirk. Und niemand kann dir Kunde geben wie Einer, der über alles Kunde hat.
Sure Fatir 35:13–14
Hadith
شُجَّ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَوْمَ أُحُدٍ، وَكُسِرَتْ رَبَاعِيَتُهُ، فَقَالَ: كَيْفَ يُفْلِحُ قَوْمٌ شَجُّوا نَبِيَّهُمْ؟ فَنَزَلَتْ: لَيْسَ لَكَ مِنَ الْأَمْرِ شَيْءٌ.
Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, wurde am Tag von Uhud am Kopf verwundet, und einer seiner Vorderzähne wurde ihm abgebrochen. Da sagte er: Wie soll ein Volk Erfolg haben, das seinen Propheten verwundet hat? Daraufhin wurde herabgesandt: „Du hast in der Sache nichts zu entscheiden.“
Überliefert von Anas, radiyallahu anhu; im Sahih
Hadith
أَنَّهُ سَمِعَ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ - إِذَا رَفَعَ رَأْسَهُ مِنَ الرُّكُوعِ فِي الرَّكْعَةِ الْأَخِيرَةِ مِنَ الْفَجْرِ -: اللَّهُمَّ الْعَنْ فُلَانًا وَفُلَانًا، بَعْدَ مَا يَقُولُ: سَمِعَ اللَّهُ لِمَنْ حَمِدَهُ، رَبَّنَا وَلَكَ الْحَمْدُ. فَأَنْزَلَ اللَّهُ: لَيْسَ لَكَ مِنَ الْأَمْرِ شَيْءٌ، الْآيَةَ.
Er hörte den Gesandten Allahs, sallallahu alaihi wa sallam, wenn dieser in der letzten Gebetseinheit des Fadschr-Gebets seinen Kopf aus der Verbeugung erhob, sagen: „O Allah, verfluche den und den“ – nachdem er gesagt hatte: „Allah hört den, der Ihn lobt; unser Herr, und Dir gebührt das Lob.“ Da sandte Allah herab: „Du hast in der Sache nichts zu entscheiden“ – bis zum Ende des Verses.
Überliefert von Ibn Umar, radiyallahu anhuma; im Sahih
وَفِي رِوَايَةٍ:
Und in einer Überlieferung heißt es:
Hadith
يَدْعُو عَلَى صَفْوَانَ بْنِ أُمَيَّةَ، وَسُهَيْلِ بْنِ عَمْرٍو، وَالْحَارِثِ بْنِ هِشَامٍ، فَنَزَلَتْ: لَيْسَ لَكَ مِنَ الْأَمْرِ شَيْءٌ.
Er sprach ein Bittgebet gegen Safwan ibn Umayya, Suhail ibn Amr und al-Harith ibn Hischam. Daraufhin wurde herabgesandt: „Du hast in der Sache nichts zu entscheiden.“
Eine weitere Überlieferung im Sahih
Hadith
قَامَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ حِينَ أُنْزِلَ عَلَيْهِ: وَأَنْذِرْ عَشِيرَتَكَ الْأَقْرَبِينَ، فَقَالَ: يَا مَعْشَرَ قُرَيْشٍ - أَوْ كَلِمَةً نَحْوَهَا - اشْتَرُوا أَنْفُسَكُمْ، لَا أُغْنِي عَنْكُمْ مِنَ اللَّهِ شَيْئًا. يَا عَبَّاسُ بْنَ عَبْدِ الْمُطَّلِبِ، لَا أُغْنِي عَنْكَ مِنَ اللَّهِ شَيْئًا. يَا صَفِيَّةُ عَمَّةَ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ، لَا أُغْنِي عَنْكِ مِنَ اللَّهِ شَيْئًا. وَيَا فَاطِمَةُ بِنْتَ مُحَمَّدٍ، سَلِينِي مِنْ مَالِي مَا شِئْتِ، لَا أُغْنِي عَنْكِ مِنَ اللَّهِ شَيْئًا.
Der Gesandte Allahs, sallallahu alaihi wa sallam, stand auf, als ihm herabgesandt wurde: „Und warne deine nächsten Verwandten“, und sagte: O ihr Leute von Quraisch – oder ein ähnliches Wort –, kauft euch selbst los; ich kann euch vor Allah nichts nützen. O Abbas ibn Abd al-Muttalib, ich kann dir vor Allah nichts nützen. O Safiyya, Tante des Gesandten Allahs, sallallahu alaihi wa sallam, ich kann dir vor Allah nichts nützen. Und o Fatima, Tochter Muhammads, bitte mich von meinem Besitz, um was du willst – ich kann dir vor Allah nichts nützen.
Überliefert von Abu Huraira, radiyallahu anhu; im Sahih
فِيهِ مَسَائِلُ:
Darin liegen folgende Fragen:
الْأُولَى: تَفْسِيرُ الْآيَتَيْنِ.
Die Erste: die Erklärung der beiden Verse.
الثَّانِيَةُ: قِصَّةُ أُحُدٍ.
Die Zweite: die Begebenheit von Uhud.
الثَّالِثَةُ: قُنُوتُ سَيِّدِ الْمُرْسَلِينَ، وَخَلْفَهُ سَادَاتُ الْأَوْلِيَاءِ يُؤَمِّنُونَ فِي الصَّلَاةِ.
Die Dritte: das Qunut-Bittgebet des Herrn der Gesandten, während hinter ihm die Besten der Gottesfreunde im Gebet „Amin“ sagten.
الرَّابِعَةُ: أَنَّ الْمَدْعُوَّ عَلَيْهِمْ كُفَّارٌ.
Die Vierte: dass diejenigen, gegen die er Bittgebete sprach, Ungläubige waren.
الْخَامِسَةُ: أَنَّهُمْ فَعَلُوا أَشْيَاءَ مَا فَعَلَهَا غَالِبُ الْكُفَّارِ، مِنْهَا: شَجُّهُمْ نَبِيَّهُمْ، وَحِرْصُهُمْ عَلَى قَتْلِهِ، وَمِنْهَا: التَّمْثِيلُ بِالْقَتْلَى، مَعَ أَنَّهُمْ بَنُو عَمِّهِمْ.
Die Fünfte: dass sie Dinge taten, die die meisten Ungläubigen nicht getan haben – darunter, dass sie ihren Propheten am Kopf verwundeten und darauf aus waren, ihn zu töten, und darunter die Verstümmelung der Gefallenen, obwohl diese ihre eigenen Vettern waren.
السَّادِسَةُ: أَنْزَلَ اللَّهُ عَلَيْهِ فِي ذَلِكَ: لَيْسَ لَكَ مِنَ الْأَمْرِ شَيْءٌ.
Die Sechste: Allah sandte ihm dazu herab: „Du hast in der Sache nichts zu entscheiden.“
السَّابِعَةُ: قَوْلُهُ: أَوْ يَتُوبَ عَلَيْهِمْ أَوْ يُعَذِّبَهُمْ، فَتَابَ عَلَيْهِمْ فَآمَنُوا.
Die Siebte: Sein Wort: „… oder Er nimmt ihre Reue an oder Er straft sie.“ Und Er nahm ihre Reue an, und sie wurden gläubig.
الثَّامِنَةُ: الْقُنُوتُ فِي النَّوَازِلِ.
Die Achte: das Qunut-Bittgebet bei schweren Ereignissen.
التَّاسِعَةُ: تَسْمِيَةُ الْمَدْعُوِّ عَلَيْهِمْ فِي الصَّلَاةِ بِأَسْمَائِهِمْ وَأَسْمَاءِ آبَائِهِمْ.
Die Neunte: dass diejenigen, gegen die man Bittgebete spricht, im Gebet mit ihrem Namen und dem Namen ihrer Väter genannt werden.
الْعَاشِرَةُ: لَعْنُ الْمُعَيَّنِ فِي الْقُنُوتِ.
Die Zehnte: das Verfluchen einer bestimmten Person im Qunut.
الْحَادِيَةَ عَشْرَةَ: قِصَّتُهُ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَمَّا أُنْزِلَ عَلَيْهِ: وَأَنْذِرْ عَشِيرَتَكَ الْأَقْرَبِينَ.
Die Elfte: was sich mit ihm, sallallahu alaihi wa sallam, zutrug, als ihm herabgesandt wurde: „Und warne deine nächsten Verwandten.“
الثَّانِيَةَ عَشْرَةَ: جِدُّهُ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ، بِحَيْثُ فَعَلَ مَا نُسِبَ بِسَبَبِهِ إِلَى الْجُنُونِ، وَكَذَلِكَ لَوْ يَفْعَلُهُ مُسْلِمٌ الْآنَ.
Die Zwölfte: sein Ernst und Eifer, sallallahu alaihi wa sallam – so sehr, dass er etwas tat, weswegen man ihm Wahnsinn nachsagte; und so wäre es auch, wenn ein Muslim es heute täte.
الثَّالِثَةَ عَشْرَةَ: قَوْلُهُ لِلْأَبْعَدِ وَالْأَقْرَبِ: لَا أُغْنِي عَنْكَ مِنَ اللَّهِ شَيْئًا، حَتَّى قَالَ: يَا فَاطِمَةُ بِنْتَ مُحَمَّدٍ، لَا أُغْنِي عَنْكِ مِنَ اللَّهِ شَيْئًا. فَإِذَا صَرَّحَ - وَهُوَ سَيِّدُ الْمُرْسَلِينَ - بِأَنَّهُ لَا يُغْنِي شَيْئًا عَنْ سَيِّدَةِ نِسَاءِ الْعَالَمِينَ، وَآمَنَ الْإِنْسَانُ أَنَّهُ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا يَقُولُ إِلَّا الْحَقَّ، ثُمَّ نَظَرَ فِيمَا وَقَعَ فِي قُلُوبِ خَوَاصِّ النَّاسِ الْيَوْمَ، تَبَيَّنَ لَهُ التَّوْحِيدُ وَغُرْبَةُ الدِّينِ.
Die Dreizehnte: sein Wort an den Entfernteren wie an den Nächsten: „Ich kann dir vor Allah nichts nützen“, bis er sagte: „O Fatima, Tochter Muhammads, ich kann dir vor Allah nichts nützen.“ Wenn er – und er ist der Herr der Gesandten – offen erklärt, dass er der Herrin der Frauen der Welten nichts nützen kann, und der Mensch daran glaubt, dass er, sallallahu alaihi wa sallam, nur die Wahrheit sagt, und dann betrachtet, was sich heute in den Herzen selbst der angesehenen Leute festgesetzt hat, dann wird ihm der Tauhid klar – und wie fremd die Religion geworden ist.

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