Berliner Muslime

Das Buch des Tauhid, der das Recht Allahs gegenüber den Dienern ist · Kapitel 41 von 67

Das Wort Allahs: „Sie erkennen die Gunst Allahs, und dann leugnen sie sie“

Das Kapitel im Überblick

يَعْرِفُونَ نِعْمَتَ اللَّهِ ثُمَّ يُنْكِرُونَهَا
„Sie erkennen die Gunst Allahs, und dann leugnen sie sie“
Sure an-Nahl 16:83
تَفْسِيرُ مَعْرِفَةِ النِّعْمَةِ وَإِنْكَارِهَا
Was es heißt, die Gunst zu erkennen und sie zu leugnen
  1. 1
    هَذَا مَالِي، وَرِثْتُهُ عَنْ آبَائِي
    „Das ist mein Besitz, von meinen Vätern geerbt“
    Mudschahid, dem Sinn nach
  2. 2
    لَوْلَا فُلَانٌ لَمْ يَكُنْ كَذَا
    „Wäre der Soundso nicht gewesen …“
    Aun ibn Abdillah
  3. 3
    هَذَا بِشَفَاعَةِ آلِهَتِنَا
    „Das ist durch die Fürsprache unserer Götter geschehen“
    Ibn Qutaiba
  4. 4
    كَانَتِ الرِّيحُ طَيِّبَةً، وَالْمَلَّاحُ حَاذِقًا
    „Der Wind war günstig, und der Seemann war geschickt“
    einer der Salaf
يَذُمُّ سُبْحَانَهُ مَنْ يُضِيفُ إِنْعَامَهُ إِلَى غَيْرِهِ
Allah tadelt, wer Seine Wohltaten einem anderen zuschreibt
und Ihm damit etwas beigesellt; Ibn Taymiyya nach dem Hadith von Zaid ibn Chalid: häufig in Buch und Sunna
فِيهِ مَسَائِلُ
Weitere Fragen, die darin liegen
vier Fragen insgesamt
  1. 5
    مَعْرِفَةُ أَنَّ هَذَا جَارٍ عَلَى أَلْسِنَةِ كَثِيرٍ
    Dies geht vielen Leuten über die Zunge
  2. 6
    تَسْمِيَةُ هَذَا الْكَلَامِ إِنْكَارًا لِلنِّعْمَةِ
    Solche Rede wird ein Leugnen der Gunst genannt
  3. 7
    اجْتِمَاعُ الضِّدَّيْنِ فِي الْقَلْبِ
    Zwei Gegensätze können im Herzen zusammenkommen

Übersicht der Redaktion – sie fasst zusammen und gehört nicht zum Text des Verfassers.

Quran
يَعْرِفُونَ نِعْمَتَ اللَّهِ ثُمَّ يُنْكِرُونَهَا وَأَكْثَرُهُمُ الْكَافِرُونَ
Sie erkennen die Gunst Allahs, und dann leugnen sie sie; und die meisten von ihnen sind Ungläubige.
Sure an-Nahl 16:83
Gelehrtenaussage
هُوَ قَوْلُ الرَّجُلِ: هَذَا مَالِي، وَرِثْتُهُ عَنْ آبَائِي.
Das ist, wenn ein Mann sagt: „Das ist mein Besitz, ich habe ihn von meinen Vätern geerbt.“
Mudschahid (dem Sinn nach)
Gelehrtenaussage
يَقُولُونَ: لَوْلَا فُلَانٌ لَمْ يَكُنْ كَذَا.
Sie sagen: „Wäre der Soundso nicht gewesen, wäre dies nicht so gekommen.“
Aun ibn Abdillah
Gelehrtenaussage
يَقُولُونَ: هَذَا بِشَفَاعَةِ آلِهَتِنَا.
Sie sagen: „Das ist durch die Fürsprache unserer Götter geschehen.“
Ibn Qutaiba
وَقَالَ أَبُو الْعَبَّاسِ بَعْدَ حَدِيثِ زَيْدِ بْنِ خَالِدٍ الَّذِي فِيهِ: أَنَّ اللَّهَ تَعَالَى قَالَ: أَصْبَحَ مِنْ عِبَادِي مُؤْمِنٌ بِي وَكَافِرٌ – الْحَدِيثَ، وَقَدْ تَقَدَّمَ –:
Und Abu l-Abbas sagte nach dem Hadith von Zaid ibn Chalid, in dem es heißt, dass Allah, der Erhabene, sprach: „Von Meinen Dienern sind manche an diesem Morgen an Mich gläubig und manche ungläubig“ – der Hadith, der bereits vorkam –:
Gelehrtenaussage
وَهَذَا كَثِيرٌ فِي الْكِتَابِ وَالسُّنَّةِ، يَذُمُّ سُبْحَانَهُ مَنْ يُضِيفُ إِنْعَامَهُ إِلَى غَيْرِهِ وَيُشْرِكُ بِهِ.
Und dies kommt im Buch und in der Sunna häufig vor: Er, gepriesen sei Er, tadelt den, der Seine Wohltaten einem anderen als Ihm zuschreibt und Ihm damit etwas beigesellt.
Abu l-Abbas Ibn Taymiyya
Gelehrtenaussage
هُوَ كَقَوْلِهِمْ: كَانَتِ الرِّيحُ طَيِّبَةً، وَالْمَلَّاحُ حَاذِقًا، وَنَحْوِ ذَلِكَ مِمَّا هُوَ جَارٍ عَلَى أَلْسِنَةِ كَثِيرٍ.
Das ist wie ihr Reden: „Der Wind war günstig, und der Seemann war geschickt“, und Ähnliches, was vielen Leuten leicht über die Zunge geht.
Einer der Salaf
فِيهِ مَسَائِلُ:
Darin liegen folgende Fragen:
الْأُولَى: تَفْسِيرُ مَعْرِفَةِ النِّعْمَةِ وَإِنْكَارِهَا.
Die Erste: die Erklärung, was es heißt, die Gunst zu erkennen und sie zu leugnen.
الثَّانِيَةُ: مَعْرِفَةُ أَنَّ هَذَا جَارٍ عَلَى أَلْسِنَةِ كَثِيرٍ.
Die Zweite: die Kenntnis dessen, dass dies vielen Leuten über die Zunge geht.
الثَّالِثَةُ: تَسْمِيَةُ هَذَا الْكَلَامِ إِنْكَارًا لِلنِّعْمَةِ.
Die Dritte: dass solche Rede ein Leugnen der Gunst genannt wird.
الرَّابِعَةُ: اجْتِمَاعُ الضِّدَّيْنِ فِي الْقَلْبِ.
Die Vierte: dass zwei Gegensätze im Herzen zusammenkommen können.

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