Kurs 1 · Einführung in den Fiqh
Die vier Imame
الْأَئِمَّةُ الْأَرْبَعَةُ
Vier Männer, deren Namen bis heute ganze Rechtsschulen tragen. Ihre Lebensdaten ergeben eine durchgehende Linie von 80 bis 241 n. H. – rund 160 Jahre, in denen sich der Fiqh ordnete. Sie standen nicht gegeneinander: Der Jüngere war jeweils Schüler oder Schülersschüler des Älteren.
Die Begriffe
Hier nicht der Vorbeter, sondern der Gelehrte, dem eine ganze Schule folgt. Vier von vielen – nicht, weil nur sie Recht hatten, sondern weil nur ihre Schulen vollständig überliefert und geordnet wurden.
Die islamische Zeitrechnung ab 622 n. Chr. 241 n. H. entspricht etwa 855 n. Chr.
Die Belege
Der Umgang mit den vier Schulen
«الرَّدُّ عَلَى مَنِ اتَّبَعَ غَيْرَ الْمَذَاهِبِ الْأَرْبَعَةِ»
Ibn Raǧab al-Ḥanbalī hat eine eigene Schrift zu der Frage verfasst, ob man außerhalb der vier Schulen folgen darf.
ابن رجب الحنبلي
Allah bewahrte den Qur'an durch ʿUṯmān und die Urteile durch die vier Schulen – jede Generation gab weiter, was sie empfangen hatte.
Prüfe dich selbst
6 Fragen zu diesem Blatt. Nichts wird gespeichert.
1. Welcher der vier Imame ist der älteste?
2. Wessen Schüler war asch-Schāfiʿī?
3. Welcher Imam war Schüler asch-Schāfiʿīs?
4. Welcher der vier Imame sah noch einen Gefährten?
5. Warum sind es gerade diese vier Imame, deren Schulen bis heute bestehen?
6. Wie standen die vier Imame zueinander?
Für den Unterricht
- Die Jahreszahlen als Zeitstrahl an die Wand: Man sieht sofort, dass sich die Lebenszeiten überschneiden.
- Abū Ḥanīfa als تابعي herausstellen – er sah Anas ibn Mālik. Das rückt die Nähe zur Prophetenzeit ins Bild.
- Die Lehrer-Schüler-Linie Mālik → asch-Schāfiʿī → Aḥmad nennen; im nächsten Blatt wird sie vollständig gezeichnet.
Nach dem Programm des معهد الإمام البهوتي, المدخل إلى الفقه الإسلامي, S. 84